2. Paar Schienen auf Eisenbahnbrücken

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6 Antworten

Hallo, wer auch mal auf die Gleise sieht, bemerkt diese Sicherung auch in kurvigen Bahnhöfen oder Brückenbahnhöfen. (Beispiel: Hamburg-Dammtor, eine zusätzliche Schiene innen zum Bahnsteig hin orientiert in einer Innenkurve, Gleis4). Da ich diese Sicherung auf Brücken doppelt auch schon auf längst still gelegten antiken Abschnitten gesehen habe, ist diese Lösung auch wirklich schon uralt.

Einfach mal bei der Bahnfahrt aus dem Fenster aufs Nachbargleis schauen, wenn Brücken passiert werden, das erspart uns die dümmlichen Kommentare hier von stets vorhandenen "Zweiflern" und Anhängern der Irrtumstheorien.

Wer jetzt noch gut sehen kann oder hilfsweise seinen Optiker rechtzeitig besucht hat, ja, dem kann diese zusätzliche Schienenführung im Gleis auf Brücken gar nicht entgehen.

Warum dann die sogenannten "Experten" z.B. für Eschede im weiten Bereich von damals vorhandenen Pfeilern eine solche zusätzliche Führung für nicht notwendig erachtet hatten und an anderen vergleichbar kritischen Stellen immer noch nicht einsetzen, erschließt sich mir nicht und ich halte es persönlich für eine fahrlässige Dusseligkeit. Die können nur wie ein Automat Vorschriftentexte rezitieren und anhand der Pläne überprüfen - pedantisch pingelig und nicht mit dem Verstand, um den es ja immer seltener geht - leider!

Für mich ist es plausibel, ohne es mit "Einsatzerfahrung" belegen zu können, dass man damit die Sicherheit in kritischen Bereichen gegen die Folgen einer Entgleisung erhöhen kann - auf Brücken und in anderen kritischen Bereichen. Ist diese physikalisch nur zu einer Seite hin kritisch - siehe der Bahnsteig oben - wird sie auch in der Praxis nur einseitig aufgebracht. In den Bahnsteig kann der Zug nicht fahren (Abstand ohnehin gering), aber nach außen kann er wegdriften auf dem Brückenbahnhof- also Zusatzgleis innen zum Bahnsteig hin, um dieses Rad zwischen den Schienen dann dort not- oder hilfsweise zu führen.

Freundliche Grüße in die Runde

Es handelt sich hierbei um einen Unfallschutz zur Führung nach einer Entgleisung. Falls ein entgleister wagen im Zug mitgeschleppt wird, wird dieser auf der Brücke relativ in die Gleismitte gezogen, ohne daß der Wagen und der Rest Zug dahinter abstürzt. Das ist auch der Grund, warum diese Führungsschienen an ihren Enden Winkel haben, die zusammen wie ein V aussehen.

Es wäre schön gewesen, wenn Du vielleicht eine konkrete Strecke erwähnt hättest, auf der Du das Phänomen beobachtet hast.

Es könnte nämlich auch sein, dass Du eine "Zwitter-Strecke" gesehen hast, die sowohl für Normalbahn (1.435 mm Spurbreite) als auch für Schmalbahn (z.B. 1.000 mm Spurbreite) gedacht ist, wie man es z.B. in Chur in der Schweiz beobachten kann, wo die SBB und die Rhätische Bahn ("die kleine Rote") solche Strecken nutzen.

Genau so ist es zwischen Chur und Domat/Ems. Im Bahnhof Basel SBB z.B. auch als Entgleisungsschutz zum Schutz der Stahlpfeiler des Bahnhofdaches; der entgleiste Zug soll nicht die Tragkonstruktion rammen.

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Das ist ein Entgleisungsschutz. Bedeutet, wenn der Zug entgleist wird er zwischen inneren und äusseren Schiene noch geführt. Findet man oft auch in Tunnel.

Sie verbessern die Stabilität.

In Kurven gibt es auch oft dritte Schienen.

Stichwort Entgleisungsschutz, und Führung nach einer Entgleisung.

schätze du verwechselt das mit den dehnungsfugen?!

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