Warum mich elitäres Vegan-Verhalten nervt
Ich ernähre mich seit einiger Zeit vegan – allerdings nicht, weil mich jemand beschimpft oder moralisch niedergebrüllt hat. Sondern weil mir Menschen wie Robert Marc Lehmann oder andere, die nicht toxisch auftreten, gezeigt haben, wie die Realität aussieht. Das hat mich überzeugt.
Und trotzdem erlebe ich immer wieder diese „elitäre Vegan-Bubble“, in der man sofort als schlechter Mensch hingestellt wird, wenn man nicht zu 100 % perfekt lebt. Manche sitzen in ihrem Plant-Based-Elfenbeinturm und meinen, mit Beleidigungen oder moralischem Druck andere überzeugen zu können. Aber mal ehrlich: Wer denkt sich schon „Oh, nachdem man mich beleidigt hat, probiere ich Veganismus jetzt erst recht“?
Sogar Leute wie Robert Marc Lehmann werden kritisiert, weil sie einmal Quarkbällchen essen – dabei hat er unendlich viel mehr für den Tierschutz getan als die meisten anderen.
Zur Klarstellung: Ich weiß, dass eine vegane Ernährung moralisch und gesundheitlich viele Vorteile hat (auch wenn sie oft teurer ist). Aber die Art, wie manche Menschen ihre Botschaft rüberbringen, ist schlicht kontraproduktiv. Damit erreicht man niemanden.
Over and out. ❤️
3 Antworten
Elitäres oder aggressives Verhalten innerhalb der veganen Bewegung kann gut gemeint sein, wirkt aber oft abschreckend und kontraproduktiv. Veränderung gelingt nachhaltiger durch Empathie, Aufklärung und Verständnis, nicht durch Druck oder Abwertung. Veganismus lebt nicht von Perfektion, sondern von Menschen, die sich bewusst und stetig weiterentwickeln, in ihrem Tempo.
Wenn Veganer elitaere und aggressive Aeusserungen taetigen, kann man davon ausgehen, dass sie selbst Probleme mit ihrer eigenen Esskultur haben. Das wird dann auf andere projiziert, so wie bei Habeck, der seit einigen Jahren dies praktiziert und wohl von Zeit zu Zeit Wurst braucht.
Das Problem mit solchen Leuten wie Marc Robert Lehmann ist, dass sie viele Falschaussagen machen, weil sie absolut keine fachliche Expertise haben, z. B. wird er unter anderem von Tierethik und Veganismus kritisiert:
https://www.youtube.com/watch?v=C0UL88Kplt0
Alle militanten Veganer argumentieren wiederum logisch und wissenschaftlich konsistent, deswegen sind sie natürlich den Pick-Me-Veganern vorzuziehen. Der Wahrheitsgehalt wird schießlich nicht durch Sympathie sondern durch inhaltliche Argumente bestimmt.
In meinem Karnismus-Beitrag, Ethik-Beitrag und Gesundheits-Beitrag hatte ich ausführlich erklärt und mit Quellen bewiesen, dass eine vegane Lebensweise ethisch, ökologisch und gesundheitlich überlegen ist, und was Veganismus wirklich ist.