Dient das Verleihen von Orden und Titeln der Manipulation der Massen, damit die sich so etwas auch erhoffen oder mit entsprechendem Verhalten anstreben?

3 Antworten

Ich kenne jetzt keine Massen, die manipuliert werden, wenn ein jahzehntelang ehrenamtlich tätiger Vereinsfunktionär das Bundesverdienstkreuz erhält oder der Polizist Manuel K. mit der Lebensrettungsmedaille ausgezeichnet wird, weil er einen Menschen vor dem Ertrinken gerettet hat.

Die Zeiten der "Goldfasanen" mit den beeindruckenden ordensgeschmückten Uniformen sind hierzulande längst vorbei.

Es ist weniger die Manipulation, sondern einfach die Anerkennung des Verhaltens oder des Einsatzes, der dafür erbracht wurde. Meistens geht dies über den "Standard"einsatz der jeweiligen Sparte hinaus.

Muss ja nicht immer gleich der Friedensnobelpreis sein oder das Verdienstkreuz von Deutschland. Gibt ja auch schon Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften, die auch ein längeres Engagement würdigen, auch, wenn man "nur" regelmäßig seine Mitgliedsbeiträge bezahlt hat. Kommt ja auf z.B. 40 Jahre auch Einiges dann zusammen. In der Gesamtschau konnte man dann mit der jeweiligen Summe auch einiges mitunter erreichen.

Wenn man auch nur 5€ monatlich zahlt, sind das auf 40 Jahre ja auch schon 2400€. Das kann ja auch schon mal ein "Danke" wert sein, auch wenn man sonst nie was gemacht hat.

Manche Arbeitgeber ehren auch Angestellte, die z.B. 25 Jahre lang im Unternehmen gearbeitet haben. Dabei gehts in erster Linie um die Lebenszeit, die man in diese Firma investiert hat. Ob man ein fauler Hund ist, ist dann nochmal was anderes. Aber anwesend war man ja trotzdem.

Ein Orden oder Titel kommt ja einer Beförderung gleich somit dient das definitiv auch als Manipulationsinstrument aber nicht ausschließlich.

LG

Julian

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung