Jedes Wochenende betrunken?

13 Antworten

Hallo,

Alkohol sollte eigentlich ein Genussmittel sein, das man sich hin und wieder genehmigt, wenn überhaupt. Der Mensch hat nur erkannt, dass Alkohol so viel mehr kann als das - er lässt zum Beispiel die Hemmschwelle sinken oder gar fallen und plötzlich ist alles so leicht. Man findet Gefallen an diesen Momentaufnahmen und übersieht dabei, welchen Schaden man sich im Laufe der Zeit selbst zufügt. Auch verliert man die Sicht darauf, dass auch das Umfeld leidet, wenn Freunde und Familie zusehen müssen, wie sich jemand, der einem nahesteht, Schritt für Schritt zugrunde richtet.

Auch wenn du es nicht glauben magst - die Dinge, die du unter dem Einfluss von Alkohol kannst, kannst du auch ohne. Es ist nur deutlich schwerer, weil dir dein grösster Widersacher im Weg steht - gerne auch der "innere Schweinehund" genannt. Ich bin aber davon überzeugt, dass du das schnell selbst erkennen würdest, dass du auch ohne Alkohol imstande bist, mit anderen zu reden. Besonders mit Fremden im Internet, da diese dich ja auch nicht persönlich kennen.

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du keine Unmenge Alkohol gebraucht hast, um diesen Beitrag zu schreiben und es ist dir gelungen, über dieses Problem zu reden. Genau so verhält es sich auch mit jedem anderen Thema.

Was die anderen Themen angeht, die du in deinen Kommentaren angesprochen hast - es ist anstrengend, aber es hilft, sich für seine Interessen einzusetzen und damit schlussendlich Erfolg zu haben. Man muss sich nicht immer abspeisen lassen.

Tu dir selbst einen Gefallen und löse dich von dem Gedanken, diese Dinge nur unter Alkoholeinfluss zu können. Und nimm es ohne in Angriff, die Dinge, die dich am Vorankommen hindern, in Angriff zu nehmen. Es ist hart, aber das ist es, was dich weiterbringt.

Lg

Du schädigst dich sehr. Dein Körper wird irgendwann mit Krankheit rebellieren. Deine Seele auch. Hab mehr Erbarmen mit den beiden, geh anders mit ihnen um, sie haben es nicht verdient, vor die Hunde zu gehen. Und vor die Hunde gehst du, wenn du den Kreislauf von Versagensgefühlen und Alkohol nicht durchbrichst. Irgendwo in dir ist eine verschüttete Kraftquelle, du musst sie finden und dann dein Leben ändern.

Versuch es nochmal mit einer Beratung. Es kann besser laufen als beim ersten Mal.

Rausch

Die kurzfristigen Folgen des Alkoholgenusses – den „Rausch“ – kennt fast jeder. Mediziner sprechen von akuter Alkoholintoxikation. Da schwingt das Wort für „Vergiftung“ mit. Wenn wir trinken, schränkt das zuerst die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit ein. Hemmungen nehmen ab, die Risikobereitschaft steigt. Problematische Situationen erscheinen in diesem Zustand einfacher zu bewältigen. Wird mehr Alkohol konsumiert, setzen Koordination und Gleichgewichtssinn sowie die Sprache aus, die Muskel erschlaffen, schlussendlich fällt der Betrunkene ins Koma. Bei etwa vier Promille Alkohol im Blut liegt die durchschnittliche tödliche Dosis. Wer sich an große Mengen Alkohol gewöhnt hat, kann aber deutlich mehr Blutalkohol überleben.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Alkoholkonsum schädigt Herz und Kreislauf. Rund 15 Prozent der alkoholbedingten Todesfälle sind auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen. Besonders die Entstehung von Bluthochdruck wird durch den Alkohol begünstigt. Auch das Schlaganfallrisiko steigt.

Krebs

Alkohol löst nachweislich Krebs aus. Besonders steigt das Risiko der Krebsentstehung für Leber, Speiseröhre, Mund- und Rachenraum, den Darm und bei Frauen die Brust. Zehn Prozent der Krebserkrankungen bei Männern und drei Prozent bei Frauen sind auf Alkoholkonsum zurückzuführen.

Leber

Ab einer täglichen Alkoholmenge von 40 Gramm bei Frauen und 60 Gramm bei Männern muss von einer Leberschädigung ausgegangen werden. Zunächst entwickelt sich eine Fettleber, die sich an der Vergrößerung des Organs zeigt, zunächst aber noch keine Beschwerden auslöst. In weiterer Folge kommt es zur Leberentzündung, der so genannten Fettleber-Hepatitis. Chronische Entzündungen führen bei fortgesetztem Alkoholkonsum zur Zersetzung („Zirrhose“) der Leber. Daraus kann sich Leberkrebs entwickeln: 80 Prozent der Leber-Krebserkrankungen sind auf eine Zirrhose zurückzuführen.

Psychosoziale Folgen

Alkoholkonsum lässt belastende Situationen in Beruf und Familie oft leichter erscheinen. Die Gefahr liegt hier in der „Selbstmedikation“. Wenn der Griff zur Flasche zur Gewohnheit wird, um dem Leistungsdruck Stand zu halten oder Konflikte in der Familie zu bewältigen, beginnt ein Teufelskreis. Die Alkoholabhängigkeit führt oft zur Verschärfung beruflicher und familiärer Probleme. Alkoholismus wird mit sozialer Isolation bis hin zur Arbeits- und Wohnungslosigkeit in Verbindung gebracht.

Das heißt, du sammelst die Woche über Dinge, die du dann am Wochenende aussprichst, um sie loszuwerden und sammelst die näche Woche wieder und das nächste Wochenende sprichst du sie zum Loswerden aus usw.

Weiß du, woran ich denke? An einen Mülleimer: Darin sammelt man auch den Unrat, um den Mülleimer dann regelmäßig zu leeren.

Davon ändert sich aber nichts. Da du den Alkohol 'als Medizin' benutzt, kannst du zu den Anonymen Alkoholikern gehen. Dort kannst du das, was dich belastet, aussprechen und hörst von den anderen, wie sie eine ähnliche Herausforderung bewältigt haben.

Mit der Zeit wirst du nicht mehr 'den Müll sammeln', sondern anders damit umgehen und dadurch auch keinen Alkohol mehr (ge)brauchen.

Joah...kenne ich.

In den Jahren 20 bis 28 war ich jedes Wochenende sternhagelvoll.

7 Jahre nach dieser Phase (also heute) trinke ich deutlich weniger - aber es gibt auch mal richtige Abschüsse. In der ganzen Zeit hatte ich nur 2 Filmrisse. Die Nachwirkungen von damals sind heute in einer Art Alkoholimmunintät zu finden. Ich brauche min. 10 Bier um überhaupt angedüselt zu sein; mit einer zusätzlichen Flasche Wodka, bin ich dann doch schon gut dabei - allerdings nicht betrunken. Bringe allerdings auch gut Masse mit, aufgrund jahrelange sportliche Aktivitäten.

Gefährlichkeit: Naja...ich denke das hängt ganz von den Genen ab 😁

Ich zum Beispiel habe mit 27 mein Studium mit 1 abgeschlossen, bin Mensamitglied und trotz Rauch-/Saufwochenenden sind meine Blutwerte ok. Bis auf der Leberwert - der noch okay ist, aber man sollte doch darauf achten.

Dennoch - war das ein gutes Leben/eine geile Zeit 🤣🤣🤣

Grundsätzlich ist alles relativ zu sehen. Der eine sieht es so und der andere so.

Woher ich das weiß:Hobby – Seit 1998 ehrenamtlich als Ausbilder & Trainer tätig.

Mit der Immunität habe ich auch schon gemerkt: Letzte Woche war ein Klassenkamerad da. Der war nach einer Viertel Vodka Flasche und eine halbe Flasche Kokos+ Vodka (27%) schon komplett weg und hat mehrmals gekotzt. Ich hatte genauso viel drin, aber hab noch ganz normal mit der Mutter und dem Bruder geredet und hab die über Telefon zu meinem haus gelozt, weil die seine Diabetes Sachen gebracht haben, da er dann doch bei mir geschlafen hat. Ich habe zwar etwas gemerkt, aber konnte noch relativ normal reden und laufen.

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