Drogen und Christentum, was sagt die Bibel?

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Das Rauchen und der Drogenkonsum kommen für Christen nicht in Frage. Diese Praktiken sind verkehrt, da sie

  1. einen versklaven.
  2. dem Körper schaden.
  3. unrein sind (Römer 6:19; 12:1; 2. Korinther 7:1).
Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Die Bibel erwähnt nicht direkt den Gebrauch von illegalen Drogen. Es gibt kein ausdrücklich erwähntes Verbot gegen Kokain, Heroin, Ecstasy (MDMA) oder Meth Amphetamine. Marihuana, Cannabis, Peyote, Zauberpilze oder Acid (LSD) werden ebenso nicht erwähnt. Es steht nichts über Schnüffeln, Schupfen, Rauchen, Tropfen, Spritzen, Lecken oder andere Methoden der Einnahme in der Bibel. Dies bedeutet jedoch keinesfalls, dass Party-/Freizeitdrogen damit erlaubt sind. Im Gegenteil, es gibt einige sehr eindeutige Prinzipien in der Bibel, die Drogen-Gebrauch weit außerhalb des Bereichs eines akzeptablen Verhaltens stellen....
Gleich zu Beginn wollen wir klarstellen, dass Christen unter dem universellen Mandat stehen, die Gesetze des eigenen Landes einzuhalten und zu respektieren (Prediger 8,2-5; Matthäus 22,21; 23,2-3; Römer 13,1-7; Titus 3,1; 1. Petrus 2,13-17). Der EINZIGE Umstand bei dem es uns erlaubt ist, den Gesetzen unseres Landes nicht zu gehorchen ist, wenn die Gesetze göttliche Befehle verletzen (Daniel 3 und 6; Apostelgeschichte 5,29). Ansonsten gibt es keine weiteren Ausnahmen zu dieser Regel. Im Gegensatz zu der gängigen Meinung, konstituiert die reine Ablehnung eines Gesetzes nicht den Gesetzesbruch...
Als wiedergeborene Christen müssen wir uns nicht nur den Autoritäten unterordnen, sondern werden sogar noch weiter begrenzt, weil wir ein Leben ohne Vorwurf und Tadel für das Evangelium leben müssen (1. Korinther 10,32; 2. Korinther 4,2; 6,3; Titus 2,1-8; 2. Petrus 3,14). Es ist klar, dass Kriminalität in jedem Fall tadelswert ist.
Offensichtlich hat das erste Prinzip keine Auswirkungen auf die Drogenverwendung in Ländern wie Holland, wo Freizeitdrogen legal und erlaubt sind. Es gibt allerdings universellere Prinzipien als dieses. Zum Beispiel müssen Christen sich gut um das ihnen Anvertraute kümmern, egal in welchem Land sie sind. (Matthäus 25,14-30). Dies beinhaltet auch unseren irdischen Körper. Leider ist die Verwendung von Drogen ein extrem effektiver Weg, um die Gesundheit zu ruinieren, nicht nur physisch, sondern auch mental und emotional...

https://www.gotquestions.org/Deutsch/sunde-drogen.html

Auf einen Nenner gebracht. Als Christ soll man nicht

  • kriminell werden (Drogenbeschaffung und -handel)
  • andere Menschen nicht schädigen (Familie, Freunde)
  • seinem Körper Sorge tragen
  • für Menschen, denen es nicht so gut geht, da sein

Noch eine Randbemerkung dazu. Drogenabhängige sieht man oft als asoziale Menschen. Ich habe mit einigen gearbeitet. Ich fand dabei sehr soziale und hilfsbereite Mitmenschen - leider auch solche, die gegen alle obigen Punkte verstiessen.

„Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes! Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen! Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“

‭‭1. Korinther‬ ‭6:9-12, 19-20‬ ‭SCH2000‬‬ https://bible.com/bible/157/1co.6.9-20.SCH2000

Hallo JesuslsAlmighty,

in der Bibel findet sich der Begriff "Drogen" zwar nicht, doch es gibt etliche biblische Grundsätze, die etwas zu diesem Problem sagen. Hier sind einige biblische Leitlinien:

2. Korinther 7:1: „Da wir also diese Verheißungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes, indem wir die Heiligkeit in der Furcht Gottes vervollkommnen.“

Da gewisse Drogen sowohl auf unseren Körper als auch auf unseren Geist Einfluss nehmen, könnte dieser Rat jemandem helfen, diese zu meiden. Diejenigen, die Gott gefallen möchten, halten sich von jeder Befleckung oder Verunreinigung fern. Und für Drogenabhängige wäre dies ein Ansporn, von den Drogen loszukommen (wobei anzumerken ist, dass ein Drogenabhängiger in der Regel auch professionelle Hilfe braucht, um seine Abhängigkeit zu überwinden).

Lukas 10:25-27: "Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn“ und „deinen Nächsten wie dich selbst".

Jemand, der Drogen nimmt, ist bestimmt nicht in der Lage, Gott mit "ganzer Seele" und "ganzer Kraft" zu dienen (selbst wenn man unter dem Einfluss von Drogen vielleicht einen ganz anderen Eindruck hat, der allerdings nicht der Wirklichkeit entspricht).

Drogen, die den Sinn benebeln, das Bewusstsein verändern und die Denkkraft beeinträchtigen würden ihn bestimmt davon abhalten, Gott uneingeschränkt zu dienen. Auch führt die Drogenabhängigkeit leicht zur Beschaffungskriminalität, die bestimmt nicht mit dem Grundsatz der Nächstenliebe zu vereinbaren ist. Außerdem kann die Liebe zu Gott ein sehr starkes Motiv sein, den Drogen für immer zu entsagen.

Galather 5:19-21: „Nun sind die Werke des Fleisches offenbar, und sie sind: Ausübung von Spiritismus, Schwelgereien und dergleichen Dinge. . . . die solche Dinge treiben, [werden] Gottes Königreich nicht ererben".

Das mit "Ausübung von Spiritismus" zugrundeliegende griechische Wort ist pharmakia und bedeutet "Drogengebrauch". Der Hintergrund war, dass in früherer Zeit bei magischen Riten oft Drogen mit im Spiel waren. Beides ist auch heute noch eng miteinander verknüpft. Jemand, der das Ziel hat, einmal "Gottes Königreich zu ererben", würde daher den Gebrauch irgendwelcher Drogen einstellen bzw. erst gar nicht damit anfangen.

Römer 12:1: „Ich [bitte] euch inständig, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber als ein lebendiges, heiliges, für Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, das ist ein heiliger Dienst gemäß eurer Vernunft.“

Wer Gott dienen möchte, stellt sich mit Leib und Seele Gott zur Verfügung. Mit einem durch Drogen verunreinigten Körper ist er dazu gewiss nicht in der Lage. Damit sein Dienst für Gott annehmbar wäre, müsste er seinen Leib von jeglichen Substanzen reinigen bzw. fernhalten, die ihn in irgendeiner Weise beeinträchtigen oder verunreinigen. In diesem Sinne wäre das dann ein "heiliger Dienst".

Philipper 4:13: "Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht".

Gott kann also jemand, der von Drogen loskommen oder ihnen widerstehen möchte "Kraft verleihen". Das setzt natürlich voraus, dass der Betreffende den Wunsch hat, zu Gott ein enges persönliches Verhältnis zu entwickeln, denn "wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird" (Hebräer 11:6).

Das sind nur einige wenige Bibeltexte von vielen, die einer Person eine echte Hilfe dabei sein können, entweder mit dem Konsum von Drogen zu brechen oder diesen strikt zu meiden. Allerdings wäre es eine Illusion zu glauben, durch ein paar Bibeltexte könnte man einem Drogenabhängigen helfen, von seiner Sucht loszukommen. Dafür ist, wie bereits gesagt, die Hilfe von Ärzten und anderen Fachleuten erforderlich.

Dennoch hat die Bibel als ganzes vielen ehemals Drogenabhängigen geholfen, da es ihnen durch sie gelungen ist, ein Verhältnis zu Gott zu entwickeln und einen echten Sinn im Leben zu finden.

LG Philipp

Drogen zerstören auf Dauer den Körper und damit auch das Leben. Es muss nicht alles und jedes in der Bibel stehen, um erkennen zu können, was Gott wohlgefällig ist und was nicht. Es reicht das 5. Gebot und das gilt auch dann, wenn man seinen eigenen und fremde Körper auf langsame Weise schädigt und zerstört. Es sind darüber hinaus Abhängigkeiten des Fleisches, die auf Dauer auch das ICH zerstören und in die Unfreiheit führen. Sie führen nicht zu Gott hin, sondern von Gott weg. Deshalb kann man sie schon ein Werk des Widersachers Gottes nennen einschl. der Euphorie, um deretwillen ja man wohl diese Drogen nimmt.

Der Geist des Evangeliums ist ein anderer und wer durch diesen in Euphorie gerät, ist auf der richtigen Seite.

"Der Geist des Evangeliums ist ein anderer und wer durch diesen in Euphorie gerät, ist auf der richtigen Seite"

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