Hilfe! Meine Hündin beißt sich in schwanz

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Das hört sich schwer nach Stereotypie an. Dazu gehört unter anderem: Ständiges im Kreis laufen, den eigenen Schwanz jagen und beißen, Gleichförmiges Bellen, ständiges Lecken von Körperteilen teilweise bis hin zur Selbstverstümmlung, Winseln Hin- und herlaufen.

Das sind Übersprungshandlungen aufgrund von massivem Stress. Der Stress ist nicht mehr abbaubar und geht nach "innen". Was Du siehst sind nur die Symptome. Die Ursache(n) können vielfältig sein und unter Umständen anderst gelagert sein als man zunächst vermuten würde. Ein Tierarzt ohne Zusatzqualifikation in Verhaltenstherapie wird Dir vermutlich nicht helfen können. Such Dir also einen Verhaltenstherapeuten in Deiner Nähe. Wenn der was von seinem Handwerk versteht, wird er (falls nicht schon geschehen) vorab einen großen Bluttest empfehlen. Also eventuell nochmal zum Tierarzt. Wenn organische Gründe ausgeschlossen werden können, liegen die Ursachen im Verhaltensbereich: Überforderung, Ängste, Phobien. Dann wird er sich Deinen Hund und das Umfeld (also auch Dich, die Familienangehörigen, das Haus/Wohnung, etc.) genau ansehen und verschiedene Situationen austesten. Das Ergebnis wird er mit Dir besprechen und einenTherapieplan erstellen und diesen mit Dir gemeinsam umsetzen.

Körperliche Einschränkung mit Trichter o.ä haben nur kurzfristig Erfolg. Das Problem des Hundes (was immer es auch ist) löst sich dadurch nicht und der Hund wird sich ein anderes Ventil suchen. Das können auch Unbeteiligte sein!

Als Vorabmaßnahme empfehle ich Dir, daß Du Deinen Hund ausgiebig bewegst. Bewegung baut Stress ab. Dies gilt besonders in den Momenten der Übersprunghandlung. Nimm in an die Leine, führ ihn zügig aber ohne Hektik nach draußen und beweg in ein paar Minuten bsi der Stress nachläßt. Tip: Ein Mass für die Höhe des Stresspegels ist die Futterannahme.

Aus meiner Erfahrung als Verhaltenstherapeut weiß ich, dass da bei Euch einiges aus dem Lot ist. Such Dir schnellstens professionelle Hilfe.

Viel Erfolg!

Unser Chihuahua, 8 Monate alt, beisst sich nicht in den Schwanz , dafür nagt er abundzu immer am gleichen Hinterfuss. Eine Bekannte sagte uns, der Hund ist unterfordert , auf "deutsch" es ist  ihm langweilig. Und tatsächlich , wenn wir dann mit ihm spielen oder sonst beschäftigen und ablenken macht er es den ganzen Tag nicht mehr. Vielleicht hilft es Euch auch,

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geh nochmal zum tierarzt und sprich ihn auf grasmilben an. das hatten wir im frühsommer mit unserem flogge auch. wenn es das sein sollte, so lässt sich das leicht behandeln, und geht auch bald vorbei. diese biester sind so klein, dass sie nur schwer zu erkennen sind.

Wenn die Hündin aufgrund Kastration tröpfchenweise Urin unkontrolliert verliert und unbeabsichtigt sich das Fell einsudelt, beispielsweise Schwanz, wird die Haut darunter entzündlich.

Natürlich wird dir kein Tierarzt sagen, dass du mit Shampoo das Problem lösen kannst.

Geh zu einem Tierpsychologen, der Hund scheint schwer traumatisiert zu sein und braucht unbedingt Hilfe.

Wenn die Tierärzte ratlos sind, solltest Du schleunigst mal zu einem Tierheilpraktiker gehen. Das muss auf jeden Fall behandelt werden.

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