Anspruch auf Sex für behinderte mit GDB 50%?

15 Antworten

Meines Wissens werden die Kosten für Sex von keiner Kasse in Deutschland übernommen - aber finanziell ruinieren musst Du Dich nicht unbedingt.

Die von Dir genannten 200 Euro sind schon recht viel. Schau Dich mal nach Sexualbegleiterinnen um. Dies sind Dienstleisterinnen, die sich speziell auf ältere Menschen und Behinderte spezialisiert haben und meist entsprechende Ausbildungen gemacht haben.

Dabei sind die Tarife in der Regel auch günstiger, als bei "normalen" Prostituierten obwohl diese nicht zwangsweise weniger attraktiv sind. Ich kenne da eine sehr hübsche 20jährige,  die in diesem Beruf tätig ist (allerdings nur im Saarland).

Informiere Dich mal auf https://www.myhandicap.de/partnerschaft-behinderung/sexualitaet/sexualbegleitung/

Auch im allgemeinen Paysex muss eine schöne Stunde nicht gleich 200 Euro kosten - damit kann man in guten FKK- und Saunaclubs einen ganzen Tag verbingen und mit 2-3 verschiedenen Frauen intim werden. Lies mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon), wenn Du Dich über die verschiedenen Geschäftsmodelle der Branche und die jeweiligen Kosten informieren möchtest.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Woher ich das weiß:Beruf – Langjährige Tätigkeit als Life-Coach und Fachbuch-Autor

Hat die von dir erwähnte Dame aus dem Saarland auch eine Website?

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@hw1994

Nein - leider keine Webseite...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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@RFahren

Gibt es sonst eine Möglichkeit sie zu erreichen?

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Ich habe davon gehört, dass es Prostiuierte gibt, die Demenzkranken zur Hand gehen und das werde von der Krankenkasse mitunter gezahlt, weil die Kranken dadurch ausgeglichener sind.

Jetzt ist es aber schon nochmal ein Unterschied, ob man schwer Demenzkrank ist, oder "nur" (bitte nimm mir dieses Wort nicht böse!) 50% psychisch beeinträchtigt.

Ich weiß, dass es hier um persönliche Schicksale geht, aber die Krankenkassen müssen eben auch mit nackten Zahlen rechnen. Hätte jeder mit psychischer Beeinträchtigung das Recht auf sexuellen Kontakt zu Frauen, dann wären die Kassen schnell leer.

Es gibt ein paar Grundrechte, die jeder Mensch hat und die ihm vom Sozialstaat, bzw. den Versicherungen, zur Verfügung gestellt werden, wenn du sie selbst nicht erfüllen kannst. Sex gehört da eindeutig nicht dazu, so leid es mir (ehrlich!) für dich tut.

Übrigens: nur weil jemand beide Arme verloren hat, heißt das nicht, dass er nicht Sex haben kann. Stell dir vor, das würde die Kasse übernehmen, nur weil das Selbstwertgefühl des Invaliden darunter so sehr gelitten hat, dass er keine Freundin mehr findet. Was kommt dann als nächstes? Und als nächstes? Geht halt einfach nicht. Das Leben kann nie volle Fairness bieten.

Sex oder sexuelle Bedürfnisse sind in keiner Hinsicht zum Überleben nötig, oder existenziell. Daher bekommst du da vom Staat auch nix für.  Wenn man eine Behinderung hat, muss man damit Leben.  Man kann trotz Behinderung andere Menschen kennenlernen und mit anderen Menschen sexuellen Kontakt finden. 

Man kann trotz Behinderung andere Menschen kennenlernen und mit anderen Menschen sexuellen Kontakt finden. 

Korrekt

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Essen und trinken sind existenziell. Bekomme von Staat aber auch hier nix dafür. 

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Nein, das geht nicht. Medikamente und Physiotherapien müssen auch selbst gezahlt werden.

Therapien und Medikamente werden von der Kasse bezahlt. 

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@webya

Nein, nicht alles. Zu meiner Physio musste ich zuzahlen, genauso wie für meine Medikamente.

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Kannst ja mal den Arzt bitten, Dir das zu verschreiben. Vielleicht übernimmt das dann die Krankenkasse.

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