Ist mein Vertrag Scheinselbständigkeit oder nicht wenn folgendes drin steht?

Der Handelsvertreter wird als selbständiger Unternehmen gem. nachfolgenden Bestimmungen von xy mit der Vermittlung von Bauverträgen beauftragt.

Es steht zunächst, dass ich Gewerbeanmeldung und Anmeldung meiner selbständigen Tätigkeit beim FA mit Steuernummer und pol. Führungszeugnis vorzulegen habe.

  1. Als freier HV übernehme ich im Sinne von § 84 abs. 1 HGB im Auftrag von xy und dem Vertriebskonzept die Vermittlung von Bauverträgen im Namen und für Rechnung von xy sowie die Betreuung der Kunden (z.B. Ausstattungsberatung, Begleitung zu Terminen, etc.) Kampa hat das Recht, vom Handelsvertreter vermittelnde Anträge abzulehnen.
  2. Die Vermittlungsbefugnis erstreckt sich ausschließlich auf Bauverträge für Ein- und Zweifamilienhäuser die unter der Bezeichnung von xy angeboten oder von xy freigegeben werden. Nicht Gegenstand ist der Vertrieb von Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten.
  3. Zu den Aufgaben gehören außerdem die Planung, Vorbereitung akquiseveranstaltungen, von Referenz- und Musterhausbesichtigungen und von Messen und Ausstellungen.
  4. Benötigt der Kunde weitere leistungen wie z.B. die seperate Errichtung eines Pools, kann der HV in eigener Regie tätig werden. Verpflichtungen von xy bestehen insoweit nicht, wofür der HV Sorge zu tragen hat. Ggf. hat der HV xy von etwaigen Verpflichtungen freizustellen.
  5. Nicht zu den Aufgaben gehört die Vermittlung von Grundstücken. Dem HV ist bekannt, dass es zur Vermittlung von Grundstücken einer entsprechenden Erlaubnis Bedarf. Wird der HV in diesem Bereich tätig, so geschieht das auf eigenes Risiko und hat er dem Kunden klarzustellen, dass er für Dritte tätig wird. Er hat xy von etwaigen Verpflichtungen freizustellen.
  6. Die Vermittlungsbefugnis erstreckt sich auf das Gebiet der Bundesrepublik. XY ist berechtigt weitere Vertriebspartner tätig zu werden, ohne dass der HV Ansprüche, insbesondere Provisions- und Vergütungsanspüche entstehen.
  7. Der HV ist nicht berechtigt die Handelsvertretung auf dritte zu übertragen. Dies gilt auch wenn der HV seine Einzelfirma auf eine Personen- oder Kapitalgesellschaft umwandelt.
Selbständigkeit, Recht, Arbeitsrecht, Immobilienmakler, Makler, Scheinselbständigkeit, Vertragsrecht, Handelsvertreter, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro, Fertighausverkäufer
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Scheinselbständig - auch in meinem Fall?

Hallo,

ich bin seit ein paar Jahren als Freiberufler aktiv und dies nur für einen Auftraggeber.

Meine Arbeit wird bei für regelmäßig wechselnde Projekte bei verschiedenen Endkunden meines Auftraggebers erbracht. Auf diesem Wege spare ich mir natürlich viel Akquise Arbeit und muss mich nicht mit dem Einkauf rumschlagen. Zudem leiste ich super Arbeit, weshalb die Endkunden immer wieder gerne auf meine Leistungen zurückgreifen.

Auf den ersten Blick bin ich wohl scheinselbständig, da ich über 80% meines Umsatzes für nur einen Auftraggeber erbringe.

ABER:

a) in der IT Branche ist es üblich, dass die Projekte länger dauern, bzw. bei guten Leitungen Ressourcen gehalten werden, da spezifisches Know-How vorhanden ist, was bei regelmäßig wechselnden Personen ja nicht der Fall ist

b) ich erbringe die Leistungen zu >90% aus meinem Homeoffice

c) ist arbeite WANN ich will ... WO ich will ... und auch inhaltlich, löse ich dir Dinge zwar in Absprache mit den Endkunden, jedoch auf meine Art - sprich ich arbeite eigentlich nie gemäß bestimmten Vorgaben oder füge mich speziellen Weisungen, so wie dies interne MA machen

d) ich frage nicht nach Urlaub, sondern mache ihn wann und wie lange ich will

e) Wenn ich einen Tag nur 3 Stunden arbeite, fakturiere ich auch nur 3, wenn ich 12 Stunden arbeite, fakturiere ich eben 12 ...

f) meine Sätze sind so hoch, dass kaum unterstellt werden könnte, dass ich nicht selber für meine Rente sorgen könnte

g) Mitarbeiter des Auftraggebers, die ähnliche Arbeiten erbringen (auch wenn nicht ganz so qualifiziert wie ich) verdienen massiv weniger als ich ... d.h. auch hier klar, dass dies nicht gemacht wird um Lohndumping zu betreiben > hier ist es natürlich angebracht, einer möglichen Scheinselbstänsigkeit nachzugehen ...

h) Arbeitsmittel bekomme ich NICHT gestellt

i) ich bin aktiv am Markt mit diversen Profilen und bekomme mindestens 30 Projektanfragen pro Monat ... aber warum sollte ich wechseln, wenn es inhaltlich usw. passt ...?

Scheinselbständigkeit, sozialversicherungspflicht, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Angestellter Nebengewerbe Rechnung an Chef stellen Scheinselbstständigkeit?

Hallo Leute,

ich habe da mal eine Frage in Bezug auf Angestelltenverhältnis und Nebengewerbe. Ich bin in einem Angestellten Verhältnis und arbeite als Elektroingenieur. In meiner Freizeit baue ich unterschiedliche Produkte für den Modellbau Bereich. Nun beschäftige ich mich seit langem schon damit mich nebenberuflich mit meinen Hobbys Selsbtändig zu machen.

Zusätzlich hat es sich ergeben, dass mein Arbeitgeber Interesse an meinen Produkten hat. Mein Arbeitgeber möchte einen Artikel von mir kaufen. Natürlich nur mit Rechnung. Damit alles seine Richtigkeit hat, möchte ich ein Gewerbe anmelden, um diesen Artikel an meinen Arbeitgeber verkaufen zu dürfen.

Das ist sozusagen der Anstoß für mich endlich ein Gewerbe anzumelden um meine Artikel zu vetreiben.

Jetzt zu meiner Unsicherheit:

Ich habe gelesen, dass ich als Angestellter meinem Arbeitgeber keine Waren verkaufen darf. Denn das wäre dann wie ein Gehalt und müsste Sozialversicherungstechnisch verrechnet werden. Ist das korrekt? Und was kann noch auf mich zukommen?

Zusätzlich habe ich das Problem, da ich von der Kleinunternehmerregelung nach
§19 USTG (Umsatz <<17500€/Jahr) gebrauch machen möchte, mit diesem Autrag ich mein Limit für das Jahr 2017 schon erreiche. DH. ich kann nicht wie geplant weiter Aktiv mein Gewerbe ausüben und meine Produkte vertreiben. Erst 2018 wieder. Dies könnte auch noch dazu führen, dass meine Selbständige Tätigkeit als Scheinselbständigkeit gesehen wird da ich nur einen Auftraggeber in 2017 habe. Was kann da tun? Was habe ich sonst für Möglichkeiten?

Ich möchte ehrlich und Legal mein Gewerbe ausüben und meine Steuern zahlen so wie es sich gehört.

Würde mich über eure konstrutive Meihnung sehr freuen.

MfG Kucki-22

Rechnung, Nebengewerbe, Scheinselbständigkeit, Sozialversicherung, Angestellte
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Ist Drohung mit Scheinselbständigkeit Nötigung?

Hi!

Ein ursprünglich selbständiger Kleinunternehmer (nennen wir ihn mal Harry) ist über einige Jahre hinweg mit seinerTätigkeit regelrecht in das Unternehmen eines seiner Kunden "hineingewachsen", parallel dazu ging der Anteil an Einnahmen aus Aufträgen anderer Kunden deutlich zurück, inzwischen kann man klar sagen, daß die bekannten "Scheinselbständigkeitskriterien" schon seit geraumer Zeit komplett erfüllt werden.

War insofern kein Problem als daß der Kleinunternehmer damit bisher recht gut verdiente. Nun gab es aber im Betrieb des Auftraggebers einige nicht so glücklich verlaufende Entwicklungen, sprich das Betriebsklima ist da inzwischen nach dem Ausscheiden einer der bisherigen Inhaber auf dem Nullpunkt, und der verbliebene Chef (Bruder des "Ausgestiegenen") versucht offenbar, vor seinem eigenen Ausstieg (ist auch schon im Rentenalter) möglichst viel Kohle aus dem Laden zu ziehen (dubiose Mietverträge innerhalb der Familie etc.). Zu diesem "Konzept" paßt es dann auch bestens, daß die Zahlungsmoral inzwischen geradezu unterirdisch geworden ist, auch gegenüber Harry. Zwar werden die Rechnungen für aktuelle Tätigkeiten (wieder) regelmäßig bezahlt, aber in der Vergangenheit wurde immer wieder mal zwischendurch eine Wochenabrechnung ausgelassen, wodurch über die Zeit ein ziemlich fetter Betrag aufgelaufen ist. Harry machte bisher noch gute Miene zum bösen Spiel und schaffte weiter dort.

Da sich aber die Hinweise darauf verdichten, daß der Betrieb des Auftraggebers mittelfristig wohl nur noch "ausgesaugt" und anschließend ein "sauberer" Konkurs hingelegt werden soll, macht er sich schon Gedanken, was mit seinen ausstehenden Forderungen ist... Harry hat sich inzwischen ausgerechnet, daß er zwar, sollte er es erreichen, als Scheinselbständiger eingestuft zu werden, einiges an Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern nachzahlen müßte, aber das wäre a) immer noch weitaus weniger als das was an Rückständen aufgelaufen ist und b) sogar SEHR viel weniger als das was an Nachforderungen auf den Auftraggeber zukommen würde. Im Klartext: Mit einer entsprechenden Aktion könnte Harry seinen Chef sofort in den Konkurs treiben, noch bevor der seinen Laden "fertiggemolken" hat.

Da wie gesagt das Betriebsklima inzwischen sowieso sowas von auf auf dem Nullpunkt ist und Harrys diesbezügliche Leidensfähigkeit nahezu ausgeschöpft, überlegt er sich jetzt, ob er nicht Nägel mit Köpfen machen soll.

Sprich den Job hinmschmeißen und Cheffe hinsichtlich der aufgelaufenen Rückstände klipp und klar vor die Wahl stellen: entweder sofortige Nachzahlung, und zwar bar auf den Tisch des Hauses, oder er zieht die Sache mit der Scheinselbständigkeit durch, und dann seht Cheffe finanziell auf absehbare Zeit gar kein Land mehr, und seine ganze schöne Ruhestandsplanung ist für die Tonne...

Könnte Harry eine derartige Argumentation strafrechtlich relevant als Nötigung ausgelegt werden?

Nötigung, Scheinselbständigkeit
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200 Euro neben schulischer Ausbildung, Gewerbeanmeldung - scheinselbständig?

Bin ein wenig verzweifelt.

Mache eine schulische Ausbildung und möchte etwas nebenher verdienen. Nun habe ich eine Reinigungsstelle (Büro putzen). Werde im Monat nicht über 200 Euro verdienen.

Die wollen, dass ich Rechnungen schreibe. Also muss ich ein Gewerbe anmelden. Allerdings habe ich hier und per Internetrecherche gelesen, dass dies unter Scheinselbständigkeit läuft.

Habe also beim Gewerbeamt angerufen, die Frau hat mir scheinbar nicht richtig zugehört. Sie meinte nur: "Einfach einen Gewerbeschein beantragen!". Dann habe ich beim Finanzamt angerufen und wurde weitervermittelt an eine junge Dame. Sie hörte sich sehr unsicher an, wahrscheinlich noch in Ausbildgung???...sie meinte, ich solle einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und mir einen Gewerbeschein holen. Als ich von der Scheinselbständigkeit sprach, lenkte sie erst ab, da sie sich nicht auskennt. Dann sprach ich sie nochmals explizit darauf an. Dann meinte sie, sie hätte noch nie etwas davon gehört. Ich solle einfach das Formular ausfüllen.

Nun habe ich mir so ein 8-seitiges Formular ausgedruckt. Aber das passt gar nicht so richtig. Ich gründe doch kein Unternehmen. Ich kann da kaum etwas ausfüllen.

Oh Mann. Kann ich diesen Job jetzt machen oder nicht? Wenn ich neben meiner nicht-betrieblichen Ausbildung einen kleinen Job selbständigen Job mache, gelte ich dann als Scheinselbständige???

Wer kann mir weiterhelfen?

Arbeit, Finanzen, Selbständigkeit, Ausbildung, Gewerbe, Scheinselbständigkeit
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