Haram und halal - Warum gelten neben dem Koran auch die Sunna und die Hadithe? Ist das nicht eigentlich Schirk?

In vielen Fragen zum Islam wird neben dem Koran auch gerne die Sunna zitiert: Sprüche und Aussagen über Mohammed, die religionsgeschichtlich zum Teil bereits als unauthentisch entlarvt wurden. Trotzdem genießen die Hadithe bei den meisten Muslimen hohes Ansehen. Gerade bei den vielen auch auf dieser Plattform gestellten "Haram"-Fragen wird immer wieder auf die Hadithe verwiesen, wenn der Koran hier keine Lösung anzubieten weiß - und selbst wenn der Koran sogar eindeutig ist, wird er hin und wieder mit einem Hadith ergänzt und ein Verbot ausgesprochen. So werden Dinge als haram (verboten) eingestuft, die es laut Koran gar nicht sind.

Aber ist dieses Ansehen nicht völlig unverdient, ja sogar eine Art von Beigesellung (Schirk), einer der größten Sünden im Islam? Schließlich wird hier einer Schriftensammlung eine Autorität zugesprochen, die erst lange nach Mohammed entstand und somit nicht prophetischen Ursprungs sein kann - sondern reines Menschenwerk ist. Im Koran steht in Sure 16:116: "Sagt nichts von dem, was eure Zungen lügnerisch behaupten: „Dieses ist erlaubt, und jenes ist verboten“, indem ihr eine Lüge gegenüber Gott erdichtet. Diejenigen, die ihre Lügen Gott zuschreiben, erzielen keinen Erfolg."

Sagt der Koran hier nicht eindeutig, dass es keine Autorität neben Gott (Allah) gibt? Und müsste das konsequenterweise nicht bedeuten, dass die Sunna und alle Hadithe in die Mülltonne gehören? Und dass auch Imame, Sheiks, Muftis oder sonstige Islamische Würdenträger es sich eigentlich nicht erlauben dürfen, Verbote auszusprechen, wenn sie diese nicht mit dem Koran belegen können? Wie ist die Autorität der Sunna theologisch zu rechtfertigen?

P.S. spart es euch bitte, eure und meine Zeit zu verschwenden, indem ihr Kurzantworten und islamophobe Hetze eintickert. Ich bin nämlich selbst gar kein Muslim, sondern nur neugierig.

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Bevor ich damit beginne, zu versuchen, Deine Frage zu beantworten, möchte ich darauf hinweisen, dass ich KEIN Islamwissenschaflterbin . Ich bin nur ein Muslim, der die Grundlagen seiner Religion kennt.

Zur Deiner Frage:

"Sagt nichts von dem, was eure Zungen lügnerisch behaupten: „Dieses ist erlaubt, und jenes ist verboten“, indem ihr eine Lüge gegenüber Gott erdichtet. Diejenigen, die ihre Lügen Gott zuschreiben, erzielen keinen Erfolg."

Wenn jemand Schirk begangen hat, dann sind es nicht eher diejenigen, welche die Hadithe niedergeschrieben haben bzw. diejenigen, die behauptet haben, der Prophet habe das und jenes gesagt?

Sagt der Koran hier nicht eindeutig, dass es keine Autorität neben Gott (Allah) gibt? Und müsste das konsequenterweise nicht bedeuten, dass die Sunna und alle Hadithe in die Mülltonne gehören? Und dass auch Imame, Sheiks, Muftis oder sonstige Islamische Würdenträger es sich eigentlich nicht erlauben dürfen, Verbote auszusprechen, wenn sie diese nicht mit dem Koran belegen können? Wie ist die Autorität der Sunna theologisch zu rechtfertigen?

Nein Markus', das sagt der Koran nicht. Damit ist gemeint, dass uns, Muslime, verboten ist, etwas zu verbieten, was Gott UND achtung...seinen PROPHETEN nicht verboten haben bzw. etwas zu erlauben, was sie nicht erlaubt haben, PUNKT.

Dass der Koran nicht sagt, dass es keine Autorität neben Gott gibt, kann ich Dir gerne beweisen:

'' Und was euch der Gesandte gibt, das nehmt an; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist streng im Strafen.'' 59:7

Wie kann ich als ein in den neunzigern Jahren geborener Muslim wissen, was der Prophet untersagt hat und was nicht?

(und ist dieser Vers nicht ein Beweis dafür, dass eine Autorität neben Gott gibt?)

''Sag: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. So liebt euch Allah und vergibt euch eure Sünden. Allah ist Allvergebend und Barmherzig'' 3:31

Folgt ''mir'', folgen wir WEM? ja DEM PROPHETEN!

(Wie könnten wir ihm denn folgen, wenn er gar keine Sunna hätte, wie du behauptest?)

Der Prophet sagte immer: ''betet, wie ich bete''. Wenn die damaligen Menschen nicht niedergeschrieben hätten, wie er gebetet hat, hätten wir nicht gewusst weder WIE noch WIEVIEL noch WANN beten. Das steht im Koran nämlich NICHT.

Und am Ende dieser letzte Zitat:

Wahrlich, Allah sendet Segnungen auf den Propheten, und Seine Engel bitten darum für ihn. O ihr, die ihr glaubt, bittet (auch) ihr für ihn und wünscht ihm Frieden in aller Ehrerbietung. 33:56

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Was hat diese Frage mit dem ''Islam'' zu tun? :O

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Ein Straftat zu begehen, heißt nicht, dass man automatisch in die Hölle kommt. Gott vergibt denjenigen, die ihn darum bitten!

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Ja klar, als Freundin darfst du sie haben, verboten ist das definitiv nicht, solange, wie du ja schon weißt, sexuelle Aktivitäten nicht zustandekommen :-)

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Ein Muslim, der das Symbol des Islams tätowiert, ist wie ein Vegetarier, der in einer Fleischerei arbeitet...nicht logisch, ne?

Vor fünf Tagen wolltest du wissen, ob MUSLIME fünf mal am Tag dasselbe Gebet aufsagen würden...

https://www.gutefrage.net/frage/betet-man-im-islam-5-mal-am-tag-gleich?foundIn=user-profile-question-listing

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Ist es nach islamisch-sunnitischer Tradition verboten, Besteck zum Essen zu benutzen?

Nach Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid heisst es:

"In Sahieh Muslim (2021) wird berichtet, dass ein Mann mit seiner linken Hand in der Gegenwart des Gesandten Allahs (S) aß. Er sagte: "Iss mit deiner rechten Hand." Er sagte: Ich kann nicht. Er sagte: "Mögest du es nie können", denn nichts hinderte ihn daran, aber Arroganz. Und er hob es nie wieder zu seinem Mund.

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) betete gegen ihn, so dass das, was er behauptete, nicht in der Lage zu sein, wahr werden würde, weil er zu arrogant war, der Wahrheit zu folgen, und er nicht die richtige Etikette mit dem Propheten eingehalten hatte (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), und seine Entschuldigung war eine Lüge, und den Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu belügen, ist nicht wie jemand anderen zu belügen.

In Sunan Abi Dawood (33) wird berichtet, dass 'A'ishah (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: Die rechte Hand des Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) war für seine Reinigung und Nahrung, und seine linke Hand war für die Toilette und alles, was schmutzig war. Als sahieh von al-Albaani in Sahih Abi Dawood klassifiziert.

Und Muslim (2020) erzählte von Ibn 'Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein), dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) sagte: "Niemand unter euch sollte mit seiner linken Hand essen oder damit trinken , denn der Shaytan isst mit seiner linken Hand und trinkt damit."

https://islamqa.info/en/82120

  1. Ist es nach sunnitischer Tradition arrogant, Essens-Besteck zu benutzen?
  2. Ist es der Shaitan, der dann isst, wenn man Besteck benutzt?
  3. Darf man in seiner linken Hand eigentlich Essen auf dem Besteck zum Mund führen oder schwört man generell durch das Besteck beim Essen den Satan herbei?
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Das habe ich noch nie gehört.

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Sie hat diesen Tweet gepostet, nachdem die Polizei ein gutes neues Jahr in verschiedenen Sprachen -darunter Arabisch- gewünscht hatte.

Die Polizei hat den in Deutschland lebenden, Arabisch sprechenden Menschen ein gutes Jahr gewünscht UND NICHT den ''Gruppenvergewaltigern''...

Volksverhetzung pur!

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Kapitel 6:14 sagt, dass Mohammed der erste Muslim war, Kapitel 7:143 sagt, dass Moses der erste Muslim war. Außerdem sagt der Koran ebenfalls, dass Adam und Abraham Muslime waren.

Deine Bemerkung zeigt, wie wichtig ist, den Koran auf Arabisch zu lesen, um in der Lage zu sein, Kritik- was unter anderem Widersprüche angeht - an dem Koran ausüben zu können.

7:143: Das Wort ''Muslim'' steht NICHT drin!

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Es ist erstmal dumm, Gott als dumm zu bezeichnen. 

Und warum gehst du davon aus, dass Gott will, dass alle ''glauben''?

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Im Koran hat sich Gott im siebten Tag NICHT ausgeruht. Er hat sogar am Ende des Verses den Juden geantwortet, die behauptet haben, er hätte sich am siebten Tag ausruhen müssen, indem er sagte:  ''...und wir waren nicht müde, um uns auszuruhen.''

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Ich verstehe jetzt nicht ganz, aus welchen Gründen du unbedingt die Entscheidung treffen möchtest, keine Muslima mehr zu werden...  

Du kannst ja leben, ohne dich an die Regeln des Islams zu halten und trotzdem Muslima bleiben. Damit verletzt du deine gläubigen Eltern nicht. Oder spielen die bei deiner Entscheidung keine Rolle? das wäre schade!

 An deiner Stelle würde ich mich nicht an die Regeln des Islams halten, weil du nicht an Allah und seinen Gesandeten glaubst, nicht mehr und nicht weniger!

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Das ist eine sehr gute Frage Cherry!

Weil der einfach ''dran'' ist. Juden, deren Anzahl unter 20 Millionen ist, werden gehasst, wurden ermordet...was haben die getan, um so gehasst zu werden? Nichts! 

Mal ernst:  

Die einen,  weil sie nichts über die Religion wissen und darüber entsetzt, dass unter anderem im Namen dieser Religion jede Woche Menschen ums Leben kommen, die anderen weil sie sich mit dem Koran auseinandergesetzt haben und behaupten, viel über den Islam zu wissen....

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