Stichhaltige Begründung Wechsel Industrie in die Justiz?

Ich mag nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann, welche im Februar 2021 endet nach einer Überbrückungszeit in die Justiz gehen und zwar als Rechtspfleger (FH), wo ich dann erstmal das duale Studium absolvieren möchte. Das ist mittlerweile beschlossene Sache. Sollte es danach funktionieren, mach ich den Amtsanwalt hinterher.. und mal sehen wo es einen hintreibt dann. Vielleicht folgt danach ja Jura, aber das ist aktuell noch ungewiss.

Und jetzt stellt sich mir die Frage, wie man den Wechsel in eine ganz andere Branche in einem Bewerbungsgespräch für den Rechtspfleger stichhaltig und überzeugend begründet? Einfach nur, dass ich mich nach meiner Ausbildung fortbilden möchte und nun eben studieren möchte? Den Arbeitgeber der Ausbildung sollte man ja nach Möglichkeit nicht schlecht machen, da es sonst so rüber kommen könnte, dass man die Schuld immer auf andere schiebt? Wenn ich sage, dass ich gemerkt habe, dass sich die Inhalte eines späteren Industriekaufmannes nicht mit meinen persönlichen Interessen decken und mich besonders die juristischen Inhalte begeistern? Und dann ein paar Beispiele nenne?

Ich weiß, dass es sich schon um einen radikalen Wechsel handelt. Aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, nach monatelanger Überlegung.

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Berufschancen nach Ausbildung Industriekaufmann zu eintönig?

Ich befinde mich jetzt in den letzten 8 Monaten meiner Ausbildung zum Industriekaufmann. Diese hat bei mir in der zurückliegenden Ausbildungszeit eher zu psychischen Problemen, als zu Spaß geführt.

Ich habe bereits einige Bewerbungen für ein duales Studium zum Diplom-Rechtspfleger (FH) in einigen Bundesländern in Deutschland verfasst. Da ich noch keine Zusage erhalten habe, da wir uns noch zu früh im Bewerbungsverfahren befinden, kann ich natürlich meinen Ausbildungsbetrieb noch nicht definitiv absagen.

Jetzt bekomme ich wahrscheinlich eine Stelle als Controller angeboten. Diese Stelle soll sehr gut bezahlt sein. Nur leider ist das Controlling so ganz und garnicht das, was ich machen möchte. Ich muss in den Gesprächen hierfür einfach nur pokern und lügen, da ich mich finanziell auch irgendwie absichern muss. Irgendwie muss man ja schließlich seine laufenden Kosten finanzieren. Controlling ist mir viel zu weit weg von den operativen Prozessen. Kein Kontakt zu Kunden und man ist eigentlich nur der Zahlendepp. Ich hasse es, den ganzen Tag nur in irgendwelche Excel-Tabellen zu starren und Kennzahlen auszuwerten und zu tracken. Ich werde diese Stelle sobald ich eine andere Zusage habe sicherlich als erstes ausschlagen..

Was mich interessiert sind die rechtlichen Inhalte. Aber gibt es eigentlich überhaupt einen Bereich nach der Ausbildung zum Industriekaufmann, der überwiegend juristisch geprägt ist? Ich sehe schon, ich habe damals einfach die falsche Ausbildung gewählt.. meine Interessen haben sich zu weit weg von den kaufmännischen Inhalten entwickelt. In der Personalabteilung, wo vielleicht diverse juristische Schnittpunkte wären, wird bei uns keiner übernommen..

Naja, mein Abgang aus der Industrie in die Justiz scheint schon mehr oder weniger sicher zu sein. Oder weiß hier jdm wo ich viele juristische Berührungspunkte habe? Mir ist es auch sehr sehr wichtig, dass ich direkt nach der Ausbildung studiere. Des Weiteren brauche ich regelmäßigen Kontakt mit Kunden und nicht nur mit Kollegen.

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Einzelhandel oder doch Justiz nach der Ausbildung zum Industriekaufmann?

Ich mache aktuell eine Ausbildung zum Industriekaufmann, welche ich im nächsten Jahr abschließen werde. Jetzt ist es so, dass mich die Branche (Metallbranche) nicht fürchterlich beigeistert.

Ich mache zur Zeit auch nebenbei einen Nebenjob im Einzelhandel, der mir überdurchschnittlich viel Spaß bereitet. Vor allem der enge Kundenkontakt sorgt dafür, dass ich da bis jetzt schon ein Jahr lang jeden Tag gerne hingegangen bin. Aus diesem Grund bin ich am überlegen, in der Übergangszeit zu meinem dualen Studium bei einem Einzelhandel- UN zu Arbeiten und dann ein duales Studium Handel oder eben den handelsfachwirt zu machen. Würde sich die Ausbildung zum IK iwi positiv bemerkbar machen, könnte diese angerechnet werden? Wie sieht die Bezahlung im Einzelhandel aus?

Anderer Pfad wäre die Justiz und damit das Studium zum Diplom rechtspfleger , da das Recht mich sehr interessiert. Allerdings habe ich Angst vor sehr begrenzten Aufstiegsmöglichkeiten in der Justiz, Amtsanwalt würde ich hier gerne anstreben und das sollen anscheinend nur wenige schaffen. Ich habe Angst in einem Beruf zu vergammeln, wo ich schlechte Karriere Chancen habe und in dem im büro sitze und wenig Kontakt mit Leuten habe.

Wenn mir Karriere sehr wichtig ist und ich nicht komplett unterbezahlt werden möchte und vor allem der Kontakt mit Leuten wichtig ist, was wäre die bessere Lösung? In der Industrie stört mich vor allem die monotone Arbeit mit Excel und sap, fehlender Kontakt zu Leuten...

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Traurig über die letzte Zeit in meinem Leben, wird es bald bergauf gehen?

Ich denke in letzter Zeit sehr oft über die letzte Zeit in meinem Leben nach, was mich einfach nur ziemlich traurig stimmt. Ich hatte 2018 eine Ausbildung zum Industriekaufmann angefangen, welche sich nach und nach und nach immer weiter weg von dem entwickelt hat, wieso ich meine Ausbildung dort angefangen habe. Ich wollte mit Menschen zu tun haben, und ich wollte vor allem, so erhoffte ich es mir damals, mit einer Ausbildung bei einem WeltUn, eine gute solide Grundlage in meinem Leben schaffen. Nun war es aber bis jetzt alles ein sehr steiniger Weg. Ich hatte viel zu wenig Gelegenheit, Einblicke in die Aufgabenbereiche bekommen, mal wurde ich persönlich angegangen und ich hatte nie die Gelegenheit, eine einigermaßen präzises Vorstellungsvermögen dessen zu entwickeln, was danach auf mich zukommen könnte.

Nun bin ich bereits im dritten Lehrjahr und die letzten Jahre fühlen sich wie weggeschmissene Jahre meines Lebens an. Ich habe immer nur weitergemacht um durchzuziehen und weil es mir jeder gesagt hat, einfach für die Arbeit funktioniert. Dabei stellten sich bei mir seit Beginn bzw. Im weiteren Verlauf der Ausbildung massive Schlafstörungen ein, ich empfinde teils keine freude mehr am Leben und beginne alles zu hinterfragen. Ich bin dauermüde und motivationslos, empfinde teils kein hunger Gefühl mehr. Und das alles seit dem ich gemerkt habe, dass es nach der Ausbildung nicht weiter gehen kann für mich dort, nicht in diesem un und schon garnicht in diesem Beruf.

Ich möchte Menschen Helfen, möchte meine Leidenschaft für Recht, welche im im laufe der Ausbildung entdeckt habe verwirklichen. Das gibt mir der Beruf des Industriekaufmannes nicht. da ich auch sehr sehr gerne studieren will geht es für mich nun nach der Ausbildung in die Justiz. Für viele mag das trocken sein, aber Recht ist das, was mich begeistert.

Jetzt stellt sich nur die Frage, inwiefern meine psychischen Probleme dann nach der Ausbildung verschwinden werden, sind das ernsthafte psychische Probleme oder wird sich das mit der berufswechsel von Zeit zu zeit geben?

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Innere Aggression und Frust über falsche Ausbildung?

Ich hab ein massives Problem: Ich komme nicht mit meinem beruflichen Alltag klar, er nimmt mich nahezu komplett auseinander. Ich bin so extrem gefrustet darüber, dass ich mich so in meiner Ausbildungswahl vergriffen habe. Ich habe keinen Spaß mehr am Leben, sehne das Wochenende herbei und am Sonntag graust es mir vom Montag.

Jeder Arbeitstag ist für mich ein Zwang. Ich bekomme zu wenig Aufgaben, aber wenn ich dann nach neuen Aufgaben frage, dann bekomme ich keine. Aber trotzdem muss ich die Arbeitszeit vor dem PC absitzen, ich versauere in der Praxis.

Ich habe gemerkt, dass ich mich mit meiner Wahl der Ausbildung zum Industriekaufmann fachlich komplett vergriffen habe. Es interessiert mich einfach nicht. Ich muss mir die Inhalte reinquälen um sie dann auswendig wiedergeben zu können. Ich habe keinen Kundenkontakt, den ich mir zu Beginn so sehr gewünscht habe.

Ich habe das Gefühl in der Industrie geht es nur um Cash. Ich will aber einen Beruf, der relevant für die Gesellschaft ist und da ich auch rechtlich sehr interessiert bin, will ich danach Jura oder Rechtspfleger studieren. Ein fachliches Interesse kann mir aus eigener Erfahrung Berge versetzen

Nur ich weiß nicht mehr, ob ich bis dahin psychisch durchalte. Ich bin komplett am Ende....Was soll ich machen um das psychisch durchzustehen??? Jetzt habe ich noch 10 Monate, und nach der mündlichen Abschlussprüfung werde ich die Fliege machen....

Bewerbungen in die Justiz habe ich bereits geschrieben und dies werde ich in den nächsten Monaten intensivieren.

Schule, Ausbildung, Industriekaufmann, Jura, Psyche, rechtspfleger, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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