Zweithund für Boxer

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4 Antworten

Man sollte erst einen Zweithund holen, wenn der Ersthund erwachsen und erzogen ist - also wenn sie rund 2-3 Jahre alt ist. Wenn Du Dir jetzt einen holst, kann es gut sein, dass Du eine Menge Arbeit hast. Die Hunde schauen sich von einander vieles ab - leider nicht nur das positive sondern auch das negative.

Zwei Hunde bedeutet manchmal nicht doppelte sondern dreifache Arbeit vor allem wenn beide jung sind.

Deine kommt jetzt oder ist gerade in der Pubertät - dieses solltest Du wirklich abwarten. Es kann sein, dass Du innerhalb der Pubertät mächtig Probleme bekommst bzw. sie einfach ihre ganze bisherige Erziehung vergißt und Du nochmals von vorne anfängst und wenn Du zu dem Zeitpunkt auch noch einen zweiten Hund bekommst, kann das nach hinten losgehen.

Wenn Du einen Welpen dazu nimmst, kann der die ersten Monate nicht so viel laufen wie Dein Hund. Auch muß Welpi öfters aber nicht so lange raus. Das sind so Dinge, die mit Mehrarbeit verbunden sind. Du mußt dann zusätzl. mit Deiner Hündin noch raus. Auch ist es schwieriger einen Welpen zu erziehen, wenn daneben eine Hündin ist, die evt. auch noch nicht komplett erzogen ist und/oder in der Pubertät ist.

Aber auch generell kann es mehr Arbeit bedeuten - wenn z. B. einer krank ist, steckt sich der Zweite gerne auch an.

Solltest Du mal in den Urlaub wollen - es ist anders mit 1 oder mit 2 Hunden in den Urlaub zu fahren. Und die Hunde abzugeben - 1 Hund unterzubekommen für den Urlaub geht meist noch - aber 2 Hunde nimmt meist keiner. Sie jedoch zu trennen, wenn sie es gewohnt sind immer zusammen zu sein - ist auch nicht gut. Das ist der Grund, warum ich mit meinen morgens und abends einzel laufe und nur mittags zusammen - damit sie es auch mal gewohnt sind - heißt aber Mehrarbeit.

Was die Rasse anbelangt: ein Boxer ist sehr aktiv, daher sollte der Zweithund das mitmachen oder abhaben können. Nun liegt es an Dir, ob Du nochmals einen so engeriegeladenen Hund willst oder eher einen, der Ruhe ausstrahlt und somit Deine evt. auch ruhiger wird. Auf jeden Fall sollte es eine Rasse sein, die körperlich ähnlich ist, da Boxer ja nun mal grobmotorisch sind. Ansonsten ist die Rasse wurscht. Solltest Du Dir einen Junghund oder erwachsenen Hund holen, dann müssen die Zwei sich vorher kennen lernen und sollte Deine den/die nicht mögen - laß es.

Zweithund in der Wohnung: das kommt auf Dich an. Ich habe zwei Hunde und ab und an ist auch noch ein Urlaubshund bei mir. Unsere Wohnung ist zwar 100qm - aber das spielt keinerlei Rolle. Wenn Hunde draussen richtig ausgepowert werden, dann sind die in der Wohnung recht ruhig und dann geht das auch mit zwei Hunden. Allerdings kann es natürlich gut sein, dass einer den anderen anstachelt. Es kann also durchaus dazu kommen, dass die Blödsinn anstellen. D. h. dann wieder erziehen, erziehen ....

Du schreibst - "jetzt schon täglich mit unserer boxerdame spielen". Wie soll ich das deuten? Spielt Ihr nur einmal am Tag? Habt Ihr das früher nicht gemacht?

Du schreibst auch "als Spielgefährten". Du wirst aber nicht hoffentlich über einen Zweithund nachdenken nur aus diesem Grund?

Warum schaust Du nicht nach Hunden von anderen Leuten mit denen Deine spielen kann? Ich laufe oft mit anderen, damit mein Rüde Spielgefährten hat. Ich fahr auch öfters zu seiner Züchterin, damit er mit seiner Mom und seinen Geschwistern spielen kann. Dazu muß man nicht zwangsläufig einen Zweithund haben.

Geschlechter: Rüde und Hündin ist einfacher als zwei Hündinen- theoretisch. Bei Hündinen kann es durchaus sein, dass die sich richtig in die Wolle bekommen, wenn beide mal erwachsen sind und das kann auch unter Umständen blutig ausgehen. Bei manchen ist es so extrem, das sie einen abgeben müssen. Das kann, muß aber nicht sein. Rüde und Hündin verstehen sich meist gut. Aber dann muß man irgendwas tun, damit es keine Welpen gibt. Auch kann dies ebenfalls zu Problematiken führen. Meine Hündin mag z. B. nur wenig Hündinen, meine Rüde widerrum mag nur wenig Rüden. Einen Rüden oder eine Hündin zu finden mit der wir laufen können und die Hunde Spaß haben, ist dann gar nicht so einfach. Wobei meine Hündin nach einer gewissen Zeit und wenn ich einige Tricks anwende jede Hündin akzeptiert. Aber auch das kann anders sein.

Überlege es Dir gut. Zwei Hunde können was tolles und schönes sein - es kann aber auch zu extremen Problemen führen.

Und denke daran - zweiter Hund kostet Geld. Die Steuer ist meist doppelt so hoch. Zahlste für einen 100,- mußte für zwei 300,-- zahlen.

LG

deine huendin sollte mind 18 monate alt sein, bevor ihr euch einen 2. hund holt.

der erste hund sollte gut erzogenen sein -denn erziehungsfehler ind ansteckend...

bitte nimm den hund bei der auswahl mit. am besten besucht ihr eine tierheim und dann beobachtest du genau wie eure hund auf unterschiedliche hunde reagiert... das ist naemlich das wichtigste -die chemie zwischen den hunden sollte stimmern. huendinnen vertragen sich oft nicht auf dauer mit anderen huendinnen. bei einem gemischtem doppelt musst du natuerlich verhindern, dass sich da nachwuchs einstellst..also am besten holst du dann einen kastriereten rueden aus dem tierheim.. im temperaement sollten die hunde aehnlich ticken..

Wenn Deine Boxerdame alt genug ist für "Familienzuwachs" und Du sie richtig gut erzogen hast, soltest Du mit ihr ins Tierheim gehen und sie eine Spielgefährtin (oder einen kastrierten Rüden) als Zweithund aussuchen lassen, um evtl. Eifersüchteleien vorzubeugen. Schließlich muss sie dann ja die Aufmerksamkeit und Liebe ihres Rudelführers teilen, und das ist für Hunde nicht immer einfach zu verstehen.

Gebe shark1940 vollkommen recht. Ich würde mindestens damit warten, bis Deine Boxerdame 3 Jahre alt ist.

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