Kindergartenausflug in Moschee: Ich möchte nicht, dass mein Sohn aufgezwungen wird. Muss ich mich dafür rechtfertigen, oder soll ich ihn einfach krank melden?

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60 Antworten

 Im Grunde, sind wir eine offene tolerante Familie, 

Ja, ganz offensichtlich seid ihr das. Nicht zu übersehen. 

intolerante Mutti mit braunen Gedankengut hingestellt werden 

Ich persönlich würde dich in diesem Fall nicht so sehen. Engstirnig,Ignorant, möglicherweise. 

Muss ich mich dafür rechtfertigen

Nein. Es gibt keine Pflicht das dein Sohn an irgendwelche Exkursionen teil nimmt oder überhaupt den Kindergarten besucht. 

Und ich möchte auch nicht, dass mein Sohn diese Berührung aufgezwungen wird
Ist es wirklich das was du deinem Sohn vermitteln möchtest? Ignoranz, Desinteresse und Engstirnigkeit? Oder hast du Angst davor mit ihm im Nachgang über das erlebte zu sprechen, Religionen und verschieden Kulturen zu erklären? Ihm zu erklären das andere Menschen ihr Leben anders angehen und das man das keineswegs richtig finden muss, aber das dies auch kein Grund ist diesen Menschen grundsätzlich mit Desinteresse oder gar Abneigung zu begegnen? 

Dein Sohn wird mit Sicherheit nicht als bärtiger islam-fundamentalist zurückkehren. Und der Imam wird mit Sicherheit keine Hasspredigten vom Stapel lasse. 

Ich bin mit Sicherheit kein Freund von Religion, vollkommen egal welcher. Aber Kindern, egal welchen alters, beizubringen das es nicht wichtig ist über den Tellerrand zu schauen und jeden wichtigen Aspekt seines Umfeld (und das ist Religion. Ob man das nun mag oder nicht) zu erkunden ist auch daneben. 

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Kommentar von VanesLavin
04.04.2016, 16:03

"Dein Sohn wird mit Sicherheit nicht als bärtiger islam-fundamentalist zurückkehren"😂😂😂 so geil! 

Danke für diese tolle Antwort 💓

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Ich finde schon die Wortwahl "aufgezwungen" etwas befremdlich...im Kindergarten macht man doch Ausflüge zu den unterschiedlichsten Orten (Walderlebnispfad, Freilichtmuseen etc. pp) um den Kindern die Welt nahe zu bringen.

Und ja die Welt! Nicht Deutschland. Nicht das Christentum. Nicht das vorherrschende Lebensmodell, der zahlenmäßig überlegenen Bevölkerungsteile. Sondern die GANZE Welt. Und da gehört der Islam nun mal dazu.

Ich selbst bin eher christlich aufgewachsen und war sowohl in einem christlichen Kindergarten, wie auch fortführend in zwei Klosterschulen (zum Teil noch mit Unterricht bei Nonnen). Trotzdem haben wir schon im Kindergarten mit der jüdischen Gemeinde zusammen Feste organisiert, waren in der Grundschule in einer Moschee und haben einen Inder zu Besuch gehabt, der uns den Hinduismus erklärt hat. Nicht alles auf einmal, nicht alles zusammen hängend. Aber all diese Eindrücke durfte ich in ungezwungener, kindlicher Neugier sammeln und - oh Wunder - es hat mir nicht geschadet!

Kinder entdecken doch die Welt so schön offen und unvoreingenommen - was genau soll denn da bitte "passieren", wenn dein Sohn einfach mal über den Tellerrand in einen anderen Kulturraum blickt?

Und nur weil es auch bei den Muslimen einige gibt, die sich mit derselben Intoleranz und Angst gegen das Christentum oder das "offene Deutschland" sperren, wie du es jetzt dem Islam gegenüber tust, heißt es ja nicht, dass alle Muslime so sind!

Ich an deiner Stelle würde das Gespräch mit dem Kindergarten suchen und erfragen, was genau der Plan hinter diesem Besuch ist und wie genau das weitere Projekt aussehen soll. Bevor du panisch im Kreis rennst und dir Horrorszenarien ausmalst über die frühkindliche Schädigung deines Sohnes durch einen Moscheebesuch, wäre es vielleicht sinnvoll einfach mal den Projektrahmen zu kennen und nebenbei, wenn nicht sowieso schon geplant, vorzuschlagen auch eine Synagoge, eine katholische, eine evangelische Kirche und eventuell eine hinduistische Gemeinde zu besuchen. Den Kindern würde das sicher genauso gut gefallen wie die Moschee und sie hätten noch ein paar Eindrücke und Erlebnisse mehr, die ihnen die Vielfalt der Welt nahe bringen.

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Ich fände es toll, wenn du deinem Sohn diesen Ausflug ermöglichst.

In diesem Alter wird man nicht so stark beeinflusst, dass man gleich zum Islam konvertiert ;)

Der Besuch ist ein schöner Ausflug und wenn nicht jetzt, dann macht er es halt i-wann anders (ich habe in meiner Realschulzeit eine Moschee besucht). Und über Themen Bescheid zu wissen, ist der beste Weg sich eine eigene Meinung zu bilden. Wenn dein Sohn diese andere Religion nicht kennenlernt, dann übernimmt er vielleicht einfach nur deine Meinung. Wenn man sich nicht so gut auskennt, schwingen oftmals viele Vorurteile mit. Ich will dir das nicht unterstellen, denn ich weiß nicht wie gut du dich mit der Religion auskennst.

Du wirst deinen Sohn in der späteren Schule vor dem Wissen um dem Islam nicht schützen können, im Religionsunterricht wird das Thema behandelt.

Vielleicht ist es ein Kompromiss, dass du die Erzieherinnen fragst welche Informationen weitergegeben werden, wie lang der Besuch dauert, ob sie sich nur das Bauwerk anschauen, oder ein Gebet miterleben. Vielleicht suchen die Erzieherinnen noch eine Begleitperson (bei uns war das oft im Kindergarten und der Grundschule so, dass 1-2 Eltern als Begleitpersonen bei einem Ausflug mitgingen).

Spreche am Ende des Ausflugs mit deinem Sohn - wie hat er das ganze erlebt, was denkt er darüber?

Versuche auch bitte daran zu denken, dass die Kinder Ausflüge immer faszinierend finden und am nächsten Tag (bzw. nächsten Tage) natürlich darüber reden wollen. Dein Sohn wäre vermutlich traurig, wenn er darüber nicht mitreden könnte.

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Wo ist das Problem? Du willst nicht, dass Dein Sohn etwas über eine Religion erfährt (obwohl Du angeblich tolerant bist), die ihm ohnehin auf Schritt und Tritt begegnet? So lernt er wenigstens etwas sachlich Richtiges und keine blöden Vorurteile. 

Warst Du schon mal in einer Moschee? Weißt Du selber wirklich etwas über die Lehren des Islam? Über die Traditionen? Nein, ich meine nicht das Alltagsgeschwätz und die Vermutung, dass da alle Frauen vollverschleiert unterdrückt werden. Toll, dass der Kindergarten so etwas unternimmt! Daran sollten sich andere Einrichtungen ein Beispiel nehmen.

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Ich glaube, du machst dir da zu viele Gedanken. Nur weil er sich mal ne Moschee von innen ansieht, wird er nicht gleich indoktriniert. Ich hab damals in der Schule auch den christlichen Religionsunterricht mitgemacht, obwohl ich nicht an einen Gott glaube und auch nicht getauft bin. Das fand ich als Fach gar nicht mal so schlecht, weil es dort einfach war, gute Noten zu kriegen. Es hat aber an meiner Weltanschauung nichts verändert.

Ich würde ihn einfach mitgehen lassen. Wenn du ihn davon ausschließt oder ihn krankmeldest, machst du dich damit genau so lächerlich, wie die Eltern, die ihre Kinder vom Sexualkundeunterricht ausschließen, weil das in ihrer Religion ein Tabuthema ist.

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Dann sind sie intolerant, wenn sie so einen Gedanken haben. Mit so einer Einstellung wird auch ihr Kind eines Tages genau so denken wie sie. Wenn sie nur wüssten, dass diese Taliban-IS Idioten den glauben falsch praktizieren und sie Muslime persönlich kennen lernen würden, dann würden sie mit voller Wahrscheinlichkeit ein ganz anderes und positives Bild vom Islam haben. Mit so einer Einstellung, dann behauptet tolerant zu sein? Das ist wie als würde man sagen "Ja, ich habe nichts gegen den Islam, aber" aber sie haben sehr wohl was gegen den Islam. Wäre der Islam so bösartig, warum bekommt es dann immer mehr Anhänger und warum sind es denn auch so viele? (1,6 Milliarden)

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Da Du anscheinend sehr vorurteilsbehaftet bist, was den Islam anbetrifft (ich bin Agnostiker, evangelisch getauft und erzogen- nur so nebenbei), würde ich Deinem Sohn nicht die Chance nehmen eine andere Sichtweise als Deine auf den Islam zu entwickeln. Viele halten den Islam für radikal und brutal, allerdings wird er nur falsch ausgelegt. Er ist nicht weniger und nicht mehr brutal als unser altes Testament. Ich habe mir auch immer die Frage gestellt, warum der Islam so böse ist. Nur wenn man sich mit etwas beschäftigt kann man es verstehen. Gleiches tat ich mit anderen Glaubensrichtungen und Sekten. Es geht um Wissen  und Bildung. Nur so kann man adäquat auf seine Umwelt reagieren. Der Islam ist nichts weiter als nur (!) eine Religion. Sich nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen birgt die Gefahr von Präjudiz und  Feindseligkeit. Und das hatten wir hierzulande schonmal. Er sollte jeden Glauben kennen lernen. Ich glaube zu Beispiel nicht an Gott, habe aber auch keine Beweise gegen seine Existenz. Mir könnte Glaube an sich vollkommen egal sein, aber ich will wissen womit wir es zu tun haben. Insbesondere hier wird einem dann eines klar: Die Bibel , der Koran und die Thora haben alle denselben Ursprung.... Verwehre Deinem Sohn kein wichtiges wissen. 

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1. In Deutschland gilt das verfassungsmäßig verbriefte Recht der elterlichen Sorge. Das schließt ein, weitestgehend beschränkungslos über die weltanschauliche Erziehung der eigenen Kinder entscheiden zu dürfen.

2. Weiter gibt es in unserer freiheitlichen Demokratie keinerlei Zwang zur Einnahme irgendwelcher Grundsatzprinzipien. Das Individuum hat das Recht, frei von jedweder Bevormundung bedarfsweise auch ungebildet, intolerant und hinterwäldlerisch sein zu dürfen.

Daraus folgt, dass du deinen Sohn nicht an entsprechenden Religionsprojekten teilnehmen lassen darfst.

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Kommentar von Siyah1
06.04.2016, 10:59

"Daraus folgt, dass du deinen Sohn nicht an entsprechenden Religionsprojekten teilnehmen lassen darfst." 

Und dein zweiter Absatz verdeutlicht wie hell es in deinem hinterwäldler Stübchen leuchtet. Aber ist ja schön das du schonmal bis zwei zählen kannst.

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sind wir eine offene tolerante Familie

*räusper*

das kann sich natürlich auch negativ auf meinen Sohn auswirken

Es wird sich negativ auf deinen Sohn auswirken, wenn er nicht geht. Du schließt ihn damit aus der Kindergartengruppe aus. Die Anderen dürfen eine Erfahrung machen, die er nicht machen darf.

Außerdem verwehrst du ihm die Möglichkeit ein Bild vom Islam zu machen. Ein Bild, das nicht von den Medien gesteuert sein wird, sondern von der Realität.

Kinder sind noch relativ unvoreingenommen und lassen sich weniger von Vorurteilen leiten. Allerdings werden sie die Vorurteile ihrer Eltern übernehmen, wenn sie keine Möglichkeit haben Kontakt mit das zu haben, was die Vorurteile hervorruft.

In einer Fernsehserie wollte man so einen gewaltreichen Konflikt zwischen zwei befeindeten Völkern lösen, indem man einfach die Kinder miteinander spielen lässt und auch die Erwachsenen zueinander Kontakt suchen ohne sich gegenseitig zu töten. Ein Lösungsansatz, der mir sehr gut gefallen hat!

Muss ich mich dafür rechtfertigen, oder soll ich ihn einfach krank melden?

Müssen tust du es nicht, wenn du ihn abmeldest. Darauf würde ich auch verzichten. Rechtfertigungen könnten sehr schnell beweisen, warum dieser Moscheebesuch so wichtig ist.

Die Frage ist auch, ob du deinen Sohn einen Gefallen tust, wenn du ihn abmeldest.

So, vielleicht noch ergänzend zur Info: Ich war mal in einer Moschee. Wir Mädels durften mit offenen Haaren in der Moschee herumspazieren. Die Muslime sind offen und freundlich auf uns zugegangen. Zum Schluss durften wir auch zusehen wie die Muslime beten. Ich fand diese Erfahrung bereichernd. Dennoch wäre ich nie auf den Gedanken gekommen wegen einem Moscheebesuch zum Islam zu konvertieren. Es diente eher zur Information über den Islam.

Verwehre deinem Sohn nicht eine gute Gelegenheit etwas zu lernen!

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Kommentar von Tjula1
05.04.2016, 22:56

Super toller Beitrag, den ich 100 % unterschreiben kann :) Ich war auch mal als ca 6-8 (?) jährige mit meinem Vater in einer Moschee - unglaublich liebe Menschen dort! :) Schuhe mussten wir natürlich ausziehen, da in dem Raum Teppich auslag. Uns wurde alles erklärt und Fragen beantwortet. Später gab es noch ein Kuchenbuffet mit ausländischen Sachen :) 

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...also ich weiß nicht, ob sich in Kindergärten irgendetwas wesentlich verändert hat. jedenfalls, als meine Kids noch in die Kindergärten gingen, gab es keine "Anwesenheitspflicht"... 

Da "musste" man eigentlich gar nichts weiter sagen... jedoch, wenn ich im Voraus wusste, dass ein oder zwei Fehltage anstehen, habe ich es natürlich gesagt, aber ohne Angaben von Gründen.

btw.:

Für Mosleme scheint es völlig normal zu sein, Angelegenheiten, die ihren religiösen Regeln oder ihrem kulturellen Empfinden widersprechen, offen abzulehnen... OHNE dass ihnen "braunes"... bzw. "rassistisches" Gedankengut unterstellt wird...

.. warum solltest DU nicht dasselbe tun dürfen ?

Aber ja, ich kenne das aus Schulzeiten meiner Kids....

.. wenn ein "Deutscher.. bzw. westlich geprägter Mensch"... etwas ablehnt, was mit Islam zu tun hat, wird er rasch in die rechte Ecke abgedrängt....

.. hingegen wenn Mosleme etwas ablehnen oder einfordern.. soll man Verständnis und Toleranz zeigen....

Da besteht ein Missverhältnis !

Also, ich würde sagen, wenn Du keinen anderen Weg weißt, oder gehen willst... lüge dennoch NICHT !.. es würde eh aufkommen, dass "Kind" gar nicht krank war... spätestens, wenn es  im Kiga danach gefragt wird....

... sondern nimm Dir für den Tag was vor, was Du sowieso gerne mit Deinem Kind mal machen willst.... ( Freizeitbad, Treffen mit Verwandten, Klamotten kaufen o.ä... ) und TU (!) das dann auch....

Das ist zwar auch etwas "gemogelt"... aber es ist doch letztlich Deine Entscheidung... wann Du mit Deinem Kinde etwas anderes tust, als es in den Kiga zu schicken.... :-)

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Ich denke du solltest dir vielleicht nicht so große Gedanken machen. Ich nehme an du hattest noch nicht viele Berührungspunkte mit dem Islam und echten Muslimen.  Ich glücklicherweise schon und muss dir als Atheisten sagen das der Islam eine sehr friedliche Religion ist. Aber darum geht es hier nicht.

Was der Mensch nicht kennt verängstigt ihn, das ist normal und gerade wenn man in den Medien nur von den schlechten Dingen hört und den Menschen die eine bestimmte Sache ausnutzen erst recht. Aber dein Sohn ist in guter Obhut bei seinen Kindergärtnern und vielleicht lernt er dort Dinge die er oder die Kindergärtner auch nachher nahe bringen können. 

Lass deinen Sohn doch diese Erfahrung machen und vergiss bitte nicht das auch fehlgeleitete Christen immer wieder im Namen ihrer Religion grauenhafte Taten begangen haben, die mit dem Christentum Ansich nicht das geringste zu tun haben.

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Kommentar von Sarih91
19.04.2016, 17:50

Oh und du enthälst deinem Sohn in gewissem Maße Bildung vor.

Auch Dinge die wir nicht für gut befinden sind da, also sollten wir Kindern das wissen darüber doch nicht vor enthalten.

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Jetzt mal ehrlich(soll nicht böse gemeint sein aber,lassen Sie Ihr Kind doch dahin,er wird es doch wohl doof finden wenn seine Freunde ihm erzählen wie der Ausflug war.Fragen sie ihren Sohn doch einfach ob er gerne dahin möchte.Ich würde ihn lassen,denn wenn er dahin geht erfährt er mal bischen mehr über die Welt.

Wenn sie ihn wirklich nicht dahingehen lassen wollen,dann schreiben sie ihn einfach krank,schreiben Sie einfach dass ihr Sohn Bauchschmerzen hat,und er sich nicht so wohl fühlt.

Lg.Lulu55443322

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Ich würde dich für deine Skepsis weder als intolerant noch als braun bezeichnen. An sich halte ich den Besuch einer Moschee für nicht verkehrt, aber sollte dieser meiner Meinung nach erst mit einem gewissen Alter stattfinden (frühestens mit 14 oder 15). Ein Kindergartenkind kann doch noch gar nicht die Zusammenhänge zwischen Religion - Islam - Moschee etc. erfassen. Das beste Islamprojekt wäre in meinen Augen ein gemeinsames Fest zu feiern (Muslime, Christen, Juden und Co.) und keine Ausflüge in Gotteshäuser, ganz gleich welcher Religion, zu unternehmen.

Ich würde verstehen, wenn du deinen Sohn krank meldest.

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Kommentar von LadyBump20
05.04.2016, 19:01

aber nur wenn sie da kleine niedliche schweinchen zum spielen haben, sonst hat es für so kleine kinder keinen zweck

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Es wird doch auch in die Kirche gegangen und alle gehen mit. Bei uns hab ich nie erlebt, dass Muslime sich da ausgeschlossen haben. Ich finde, du denkst zuviel an dich. Du bist skeptisch dem Islam gegenüber was man einem erwachsenen Menschen nicht verdenken kann. Man weiß zwar, dass die Religion für terroristische Zwecke sich hingebogen wird, aber das Gefühl bleibt. Nun weiß der Kleine von alldem nichts. Er wird sich die Moschee angucken wie er sich die Kirche anguckt, komplett ohne Vorbehalte wie es Kindern eigen ist. Unsere Hoffnung ruht doch auf den Kindern, wir Erwachsenen haben es längst verbockt. Warum sollten wir den Kindern unsere Skepsis anerziehen? Dein Sohn wird später ebenfalls Vorbehalte haben und auf die Frage nach dem Warum antworten, ich weiß nicht, weil Mama die auch hatte. Weil du ihm seine Meinung schon im Kindergarten gebildet hast. Lass ihn doch mitgehen, es ist nur ein Ausflug. 

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Kommentar von feetz42
28.04.2016, 23:25

Wenn ich schon von Islam, Gott und Kirche lese und höre, dann kommt mir die Galle hoch....Weshalb glaubt denn die Menschheit im 21 Jahrhundert noch immer an diesen Blödsinn mit Gott und Religion und Kirche und so weiter.... Längst ist doch bewießen das das alles vor über 2000 Jahren ein erfundener Unfug war um die Menschen zu kontrollieren und zu beeinflussen.

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Islam Projekt im Kindergarten? Da wäre ich grundsätzlich sehr aufmerksam was man im Kindergarten noch so alles, was nicht dem Alter der Kinder entspricht bietet.

Da hätte man die Eltern erst mal fragen müssen, ob das erwünscht ist. Solange Kinder sich keine eigene Meinung zu etwas bilden können will ich auch nicht, dass sie von Fremden mit religiösen Inhalten gefüttert werden. 

So ähnlich sehe ich das auch mit der Sexualerziehung oder auch Politik und Krieg etc. es ist Sache der Eltern so intime Themen sensibel zu vermitteln und den  richtigen Zeitpunkt  für das einzelne Kind zu bestimmen.

Nach meiner Erfahrung sind Fremde recht schell übergriffig.

Ich sehe zwei Möglichkeiten, meinem Charakter entspricht es eher meinen Standpunkt und die Grenzen klar zu machen, auch für weitere Situationen in gleiche Richtung. 

Kann mir aber durchaus auch vorstellen je nach Lage mein Kind einfach nicht hin zu schicken und etwas anderes mit ihm zu machen. Auf einen Machtkampf den das Kind ausbaden muss, würde ich mich nicht einlassen. Dann aber den Kindergartenplatz wechseln.

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Kommentar von botanicus
05.04.2016, 21:15

Du hast keine Kinder, stimmt's?

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Du kannst bei dem Schulleiter od. der Kindergartenlehrerin eine Anfrage stellen. Wenn sie sie ablehnen ( was unwahrscheinlich ist), fragst du für ein Gespräch mit dem Schulleiter. Es ist immer noch dein Kind. Du kannst entscheiden ob es den Ausflug macht oder nicht. Du brauchst einfach ein gutes Argument.

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"im grunde" und "eigentlich" sind im zusammenhang mit dem wort "toleranz" einschraenkungen, die das wort selbst bedeutungslos machen.

ich weiss nicht, welcher art deine befuerchtungen sind, wenn sich kleinkinder eine gebetsstaette anschauen, egal welcher religion. was erwartest du denn, was da gemacht wird? ist es nicht sinnvoller kinder mit einem breiten spektrum an unterschiedlichen erfahrungen aufwachsen zu lassen?

ich koennte deine bedenken noch verstehen, wenn regelmaessig einmal die woche die moschee besucht werden sollte, aber eine einmalige besichtigung ... 

eine ausrede zu finden, ist in meinen augen feige. wenn es nach deiner auffassung gute gruende gibt, deinen sohn nicht mitgehen zu lassen, dann sprich sie auch aus.

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Immer wieder gibt es in unserer Welt Individuen, die tun, was sie nicht wollen und wollen, was sie nicht tun :-( Wenn Deine Toleranz gegenüber den Weltanschauungen der Menschen nicht angemessen groß genug ist, musst Du Dich nicht wundern, dass Dich nun innerliche Skrupel bei dieser Angelegenheit heimsuchen. Einfach nur schade nicht akzeptieren zu wollen, dass jeder Mensch frei sein möchte - frei natürlich auch in der Wahl seiner Glaubensrichtung.

Nicht allein Muslime sollten einen Schritt auf die Kultur anderer Völker zumachen sondern selbstverständlich auch wir einen Schritt auf die Muslime. Betrachte doch dieses Ereignis als wünschenswerten Anfang einer Aufklärung.

Etwas unter den Teppich kehren zu wollen, hat noch niemals eine positive Veränderung gebracht.

Ich würde Dir empfehlen diese Gelegenheit wahrzunehmen - oder zumindest ein Gespräch mit den Verantwortlichen des Kindergartens führen. Danach könntest Du immer noch frei entscheiden. Krank melden wäre für mich in keinster Weise eine gewinnbringende Option bei diesem wichtigen Thema.

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Kommentar von TimeosciIlator
05.04.2016, 15:46

Der Negativbepfeiler möge sich doch bitte melden, insofern er nicht versehentlich auf den Button gekommen ist. Dies ist ein Thema, was uns alle besonders angeht. Auch ich bin nicht ohne Fehler - daher interessiert mich natürlich welcher Satz meines Beitrages jemandem unangenehm auf den Magen schlug.

Man kann sich doch darüber austauschen, oder nicht ? Also bitte!

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ich denke nicht, dass dein Sohn aufgrund dieses einen Besuches in der Moschee im Kindergarten iwann zum Islam konvertieren wird. Selbst, wenn du ihn jetzt noch vor dem Kontakt mit der anderen Religion schützen willst, für immer kannst du das nicht; zumal wir unterkulturell leben. Mit dem Alter wird er sich sowieso seine eigene Meinung dazu bilden. Dieser eine Moscheebesuch ist für ein Kind bedeutungslos, schließlich ist es nur ein Ausflug und die Kinder sollen Spass haben und etwas sehen. 

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Vielleicht irre ich mich ja, da ich selber keine Kinder habe...

...aber ich kann mir nur schlecht Vorstellen, dass man im Kindergarten-Alter das Gefühl hat, man werde zu einem Ausflug "gezwungen". Ich kann mir schlecht vorstellen, dass aus eigenem Antrieb, schon so starke Abneigungen bei so jungen Menschen existieren. Aus meiner Kindheit habe ich das eher so in Erinnerung, dass man sich freut irgendwo hinzufahren um etwas Neues zu entdecken.

Und wenn man es ganz neutral anschaut, ist eine Besichtigung einer Moschee nichts weiteres als eine Besichtigung eines "Gotteshauses".

Hätte ich Kinder und wäre ich in dieser Situation, würde ich mir wahrscheinlich nicht so sehr den Kopf darüber zerbrechen. Würde meinem Kind wohl sagen, dass es mit diesem Ausflug die Möglichkeit hat zu sehen, wie Menschen einer anderen Glaubensrichtung beten.

Das Thema mag in der heutigen Zeit leider durchaus sehr heikel sein. Aber man kann einen solchen Ausflug auch als Chance sehen... etwas besser zu verstehen.

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Kommentar von eleteroj
04.04.2016, 16:00

halte ich nicht für richtig. Welches Geschrei gibt es, wenn nichtchristliche Kinder in eine Kirche geführt werden? Solche Projekte taugen wirklich nur was, wenn sie 1:1 durchgeführt werden, also die Woche Moschee die nächste Woche ALLE auch Aische  Ali und Mustafa in die katholische Marienkirche. Alles andere ist reiner Islam-Agitprop, der deutschen Kleinkindern den netten Islam von nebenan vorgaukeln soll. Gehts noch? Ich find sowas völlig inakzeptabel. Nicht WIR müssen den Islam kennen und schätzen lernen, sondern unsere Gäste haben sich mit grossem Respekt unserer Kultur anzunähern.

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Kommentar von furkansel
04.04.2016, 17:25

So ne Anmerkung meinerseits: Ich als Muslim war z.B. auch zwei mal als kleines Kind in einer Kirche, mindestens einmal mit der Klasse. Also damit wollte ich sagen, dass Kirchenbesuche auch stattfinden; bei mir war das jedenfalls so. Und ne Moschee habe ich mit irgendeiner Klasse, ob Gymnasium oder Grundschule, nicht besucht. D.h. dass man so pauschal nicht behaupten kann, dass jeder Schüler Moscheen besucht und Kirchen dabei außen vor gelassen werden.

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