Zum Barfuß gehen zwingen lassen?

Das Ergebnis basiert auf 26 Abstimmungen

Sich zu nichts zwingen 54%
ALLE Schuhe wegsperren 38%
1 Paar Notschuhe behalten 8%

19 Antworten

Sich zu nichts zwingen
ich gehe sehr gerne barfuß, und würde es gerne ganzjährig machen, jedoch traue ich mich meistens, vor allem bei kühleren Temperaturen nicht.

Wovor hast du Angst?

Nun überlege ich, mich dazu zu zwingen und mir, wie jemand anderes hier im Forum, mir alle Schuhe wegzusperren.

Nunja, das kann man natürlich machen, aber die Frage ist, welchen Sinn das haben soll. Ich bin auch 24/7 barfuß - auch im Winter - aber wenn es nicht mehr sicher ist, ziehe ich auch Schuhe an. Überallem steht doch der Aspekt, dass man sich damit wohlfühlen sollte und wenn du dich barfuß nicht mehr wohl fühlst, spricht überhaupt nichts dagegen, Schuhe zu tragen. Das sind dann eben Ausnahmen und die werden mit der Zeit sowieso immer weniger werden.

Denkt ihr, das ist zu krass, vor allem auch ganz ohne Notschuhe oder soll ich es einfach durchziehen.

Notschuhe machen durchaus Sinn. Ich habe auch immer welche dabei, aus zwei Gründen: Wenn man mir irgendwo den Zugang wegen fehlender Schuhe verwehrt und wenn es aus Sicherheitsgründen nötig ist (Hilfe bei einem Unfall bspw.). Ich habe sie bisher nie gebraucht.

Anfangs (ich trage seit 8 Jahren keine Schuhe mehr) hatte ich die Notschuhe auch oft dabei, weil sie mir eine gewisse Sicherheit boten und ich erst einmal nur zeitweise einfach die Schuhe auszog. Notschuhe sind bei mir übrigens Huaraches oder sehr dünne Neopren-Schuhe (eher Socken).

Mach einfach das, was dich glücklich macht. Wenn dich die Notschuhe beruhigen, nimm sie mit und schau, wie weit du gehen kannst. Aber quäle dich nicht für ein hehres Ziel, sondern gib deinen Füßen Zeit, sich an die Kälte zu gewöhnen. Niemand braucht Erfrierungen an den Füßen.

Ich war in den ersten beiden Wintern auch noch nicht vollständig barfuß, sondern bin quasi in den Winter hineingelaufen, bis es mir zu kalt wurde. Ab dem dritten Winter wurde es nicht mehr zu kalt und die Notschuhe wurden überflüssig. Heute mache ich mir überhaupt keine Gedanken mehr um Schuhe, sie haben bestenfalls den Status von Handschuhen - liegen irgendwo und wenn es wirklich mal nötig ist, ziehe ich sie eben an.

Sich zu nichts zwingen

Hallo sunboy,

es ist doch immer so wenn man sich zu etwas zwingt dann wird das nichts.

Also gehe barfuß wenn Dir danach ist, nimm Notschuhe mit wenn Du denkst dass Du sie benötigen könntest. Und wenn es Dir barfuß zu unwohl ist dann ziehe halt Schuhe an.

Du wirst mit der Zeit feststellen dass Du meist nur Schuhe getragen hast weil es andere von Dir erwartet hätten. Ging mir aus so und jetzt bin ich bis auf wenige Ausnahmen bei strengem Frost in meiner Freizeit immer und überall barfuß. Beruflich muss ich Sicherheitsschuhe tragen und da ist mein "Schubedarf" übererfüllt und ich bin froh dass ich nirgends in meiner Freizeit Schuhe tragen muss.

Liebe Barfußgrüße
Tobi

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – seit 2013 in der Freizeit barfuß immer und überall
ALLE Schuhe wegsperren

Was soll daran zu krass sein? Es gibt genug Leute, die durchgängig barfuß laufen, ohne sich ernsthaft zu verletzten oder aus der menschlichen Gemeinschaft ausgestoßen zu werden. Es kann also grundsätzlich nichts passieren außer, dass Du sicher etwas mehr Aufmerksamkeit erhältst als mit Schuhen.

Wenn es einem gelingt, einen Vorhaben, an dem einem sehr viel liegt, aus freier Entscheidung durchzuziehen, ist das meines Erachtens am Besten. Es spricht aber nichts dagegen, sich auch mal zu überlisten, wenn man Angst hat, einen Rückzieher zu machen. Freunde können einem dabei manchmal auch helfen. Regelmäßig Joggen tue ich z.B. nur, wenn Freunde von mir mich regelmäßig daran erinnern und mitjoggen.

Ich habe aber auch mal im hobby-barfuß-Forum von jemandem gelesen, der einen Sprachurlaub in Neuseeland gemacht hat und vorher seiner Gastfamilie angekündigt hat, Barfüßer zu sein. Dann ist er losgeflogen, hat seine Notflipflops tief im Koffer verpackt und ist dann die ganze Zeit dort barfuß geblieben. Nach seiner Rückkehr hat er sich dann bewusst dafür entschieden, auch in seiner Heimat dabeizubleiben.

Also mit anderen Worten: Probier's aus. Man wird ja nur aus Erfahrung klug. Wenn Du Angst hast, Du könntest Dich auch von Notschuhen von Deinem Plan ablenken lassen, lass sie ruhig weg, trag aber immer etwas Geld und ein Handy bei Dir, damit Du Dir im Notfall Flipflops kaufen oder ein Taxi rufen kannst.

Vielleicht noch ein Wort zum Thema Fetisch, der bei manchen Antworten anklang. Dem würde ich keine zu große Bedeutung zumessen. Letztlich ist Barfußlaufen in der Öffentlichkeit qualitativ nichts anderes als mit kurzen Hosen rumzulaufen: Der eine tut es, weil es schlicht angenehmer ist, der andere, weil er sich irgendwie anziehend damit findet und bei manchen wechselt das auch. Davon sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Barfußlaufen ist in jeder Lebenslage 100% jugendfrei (und sicher viel weniger fetischbesetzt als die in unserer gesellschaft überall akzeptierten hochhackigen Schuhe bei Frauen) und für die Phantasien der Anderen bist Du nicht verantwortlich.

Woher ich das weiß:Recherche
Ich habe aber auch mal im hobby-barfuß-Forum von jemandem gelesen, der einen Sprachurlaub in Neuseeland gemacht hat und vorher seiner Gastfamilie angekündigt hat, Barfüßer zu sein.

Du meinst damit sicherlich ChrisinNZ?

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Sich zu nichts zwingen

Auch wenn die Frage schon was her ist:

Wenn du dich selber zwingen musst, ist es auch nicht das Richtige für dich. Das erste Mal, als es wirklich kalt war draußen, musste ich mich überwinden. Manchmal muss ich es auch heute noch, doch wenn in mir ein so starkes Gefühl dagegen aufkommt, dass ich mich "zwingen" müsste, dann tue ich es nicht, dann ziehe ich Schuhe an und gut. Es zwingt einen ja niemand, man tut es ja auch nicht für die anderen - man tut es für sich, und wenn man sich selber zwingen muss, arbeitet man vermutlich gegen sich.

Ich laufe jetzt seit 5 Jahren überwiegend nur noch barfuß, auch im Winter, aber ich habe trotzdem auch immer noch Schuhe (irgendwo im Schuhschrank) und ich habe auch ein Paar als Notschuhe im Rucksack - falls ich mich wirklich mal verletze oder so - letztens tatsächlich vorgekommen!

Manchmal zwinge ich mich, Schuhe anzuziehen (gestern zum Beispiel - weil der Eigentümer des Autos, dass ich fahren wollte, mich darum eindringlich gebeten hat - und ich sein Hausrecht in dem Fall wichtiger fand, als meine Wünsche und Befindlichkeiten ;)), aber ich würde mich niemals zwingen oder zwingen lassen, sie wegzulassen. Das muss man entweder selber wollen, oder man kann es auch sein lassen.

Sich zu nichts zwingen

Mach was du willst, aber sei dir bewusst, dass die Menschen über dich lachen werden und du deutlich weniger ernst genommen wirst.

Für andere bist du dann "der Verrückte ohne Schuhe". Wenn dir der Umgang mit anderen Menschen egal ist und du dich so oder so von der Welt abschottest, solltest du vielleicht den Gang zum Psychologen wagen. Sich einzugestehen, dass mit einem etwas nicht in Ordnung ist kann schwer sein, ist aber wichtig um Hilfe zu bekommen.

Mach was du willst, aber sei dir bewusst, dass die Menschen über dich lachen werden und du deutlich weniger ernst genommen wirst.

Was ein Unsinn... m(

Mal aus der Praxis: Ich bin seit 8 Jahren barfuß unterwegs und nie hat jemand gelacht. Im Gegenteil - es gab unzählige Gespräche mit Leuten, die das ganz klasse fanden und auch selbst gerne machen würden, wenn sie sich nur trauen würden. Soviel zu "von der Welt abschotten" ;)

Und noch nie hat mich jemand deshalb nicht ernst genommen. Im Gegenteil - die meisten bewundern Mut und Selbstbewußtsein.

Zum Psychologen sollten vielleicht eher die gehen, die sich ihre Füße freiwillig ruinieren, indem sie sie widernatürlich lebenslang in Schuhe stecken... ;)

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@joangf

Es reicht mir schon zu während der Arbeit meine Füße zu ruinieren da muss ich das nicht auch noch in meiner Freizeit tun.

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