'Wunder'- Bedeutung?

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7 Antworten

Hallo deJenny20, ich würde Wunder so beschreiben. Ein Wunder ist ein unerklärbares Ereignis, also etwas was eigentlich nicht passieren kann. Einige klassische Wunder sind zum Beispiel der Rosenbusch, der im Winter auf dem Grab von der heiligen Barbara wächst oder aus der Bibel Wasser zu Wein verwandeln. Man sieht es zwar, kann es sich aber nicht erklägen wie es geschehen konnte. Wunder im Alltag sind meist viel versteckter und oft sagen wir gar nicht, dass es ein Wunder war. Aus irgendeinem Grund waren wir ein bischen zu spät dran und so hat uns das Auto an der Kreuzung nicht mit in den Unfall verwickelt, oder wir bekommen völlig unerwartet Hilfe bei einer Sache. Meinen Kinder habe ich immer gesagt, dass sie einen Schutzengel haben, der mit auf sie aufpasst. Vielleicht kann dir das ja helfen.

Hallo deJenny20,

zunächst einmal die Definition:

*** it-2 S. 1323-1324 Wunder ***WUNDER.Ein Ereignis, das Verwunderung oder Staunen hervorruft; ein Vorgang in der materiellen Welt, der über alle bekannten menschlichen oder natürlichen Kräfte hinausgeht und daher in den Bereich des Übernatürlichen verwiesen wird. Das hebräische Wort mōphéth, das in den Hebräischen Schriften oft mit „Wunder“ übersetzt wird, bedeutet außerdem „Wunderzeichen“ und „Wahrzeichen“ (5Mo 28:46; 1Ch 16:12, Fn.). Es wird häufig zusammen mit dem hebräischen Wort ’ōth gebraucht, das „Zeichen“ bedeutet (5Mo 4:34). In den Griechischen Schriften wird das Wort dýnamis, „Kraft, Macht“, auch mit „Machttaten“, „Fähigkeit“, „Wunder“ wiedergegeben (Mat 25:15; Luk 6:19; 1Ko 12:10, EB; JB; Lu; NW).Ein Wunder ist für den staunenden Betrachter etwas, was er selbst weder vollbringen noch völlig begreifen kann. Es ist eine Machttat, die seine eigenen Kräfte oder Kenntnisse übersteigt. Für den aber, der die erforderlichen Kräfte besitzt, handelt es sich nicht um ein Wunder. Er weiß darüber Bescheid und hat die Fähigkeit, es auszuführen. Vieles, was Gott tut, ist daher für die Menschen, die es sehen, etwas Erstaunliches, aber Gott übt dabei lediglich seine Macht aus. Wer an einen Gott glaubt — besonders an den Gott der Schöpfung —, kann nicht bestreiten, daß Gott die Macht hat, Werke zu vollbringen, über die der Mensch ehrfurchtsvoll staunt.

*** it-2 S. 1326-1327 Wunder ***Zweck der Wunder in der frühen Christenversammlung. Die Wunder dienten verschiedenen wichtigen Zwecken. Sie waren vor allem ein Beweis oder eine Bestätigung dafür, daß derjenige, der sie vollbrachte, von Gott ermächtigt worden war und von ihm unterstützt wurde (2Mo 4:1-9). Sowohl bei Moses als auch bei Jesus kamen die Menschen mit Recht zu diesem Schluß (2Mo 4:30, 31; Joh 9:17, 31-33). Durch Moses hatte Gott einen kommenden Propheten verheißen. Die Wunder, die Jesus wirkte, halfen Beobachtern, ihn als diesen Propheten zu erkennen (5Mo 18:18; Joh 6:14). Als das Christentum noch in den Kinderschuhen steckte, halfen die in Verbindung mit der Botschaft gewirkten Wunder den Menschen erkennen, daß Gott das Christentum unterstützte und sich von dem früheren jüdischen System der Dinge abgewandt hatte (Heb 2:3, 4). Im Laufe der Zeit sollten die Wundergaben, wie es sie im ersten Jahrhundert gab, aufhören. Sie waren nur im Anfangsstadium der Christenversammlung notwendig (1Ko 13:8-11).

*** it-2 S. 1327 Wunder ***Eine andere Situation heute. Heute sind keine solchen Wunder zu beobachten, die Gott durch seine christlichen Diener wirken würde, da für den Teil der Weltbevölkerung, der lesen kann, alles Nötige vorhanden und verfügbar ist und denen, die nicht lesen können, aber zuhören möchten, von reifen Christen geholfen wird, die durch Studium und Erfahrung Erkenntnis und Weisheit erlangt haben. In unserer Zeit braucht Gott keine solchen Wunder zu vollbringen, um zu bezeugen, daß Jesus Christus der von ihm eingesetzte Befreier ist, oder um zu beweisen, daß er für seine Diener eintritt. Selbst wenn Gott seine Diener weiterhin dazu befähigen würde, Wunder zu wirken, würde sich dadurch nicht jeder überzeugen lassen, denn auch nicht alle Augenzeugen der Wunder Jesu ließen sich dazu bewegen, seine Lehren anzunehmen (Joh 12:9-11). Andererseits werden Spötter in der Bibel warnend darauf hingewiesen, daß Gott bei der Vernichtung des gegenwärtigen Systems der Dinge noch erstaunliche Wundertaten vollbringen wird (2Pe 3:1-10; Off, Kap. 18, 19).Zum Abschluß kann gesagt werden, daß diejenigen, die behaupten, es gebe keine Wunder, entweder nicht an die Existenz eines unsichtbaren Gottes und Schöpfers glauben oder der Meinung sind, er habe seine Macht seit der Schöpfung nicht mehr auf übermenschliche Weise gebraucht. Doch ihr Unglaube macht das Wort Gottes nicht unwirksam (Rö 3:3, 4). Die biblischen Beschreibungen der Wunder Gottes sowie der gute Zweck, den sie stets in Übereinstimmung mit den Wahrheiten und Grundsätzen seines Wortes erfüllten, flößen uns Vertrauen zu Gott ein. Wir werden dadurch in der Gewißheit bestärkt, daß Gott sich um die Menschheit kümmert und daß er die, die ihm dienen, beschützen kann und auch wird. Die Wunder sind Vorbilder künftiger Dinge, und der Bericht über die Wunder festigt unseren Glauben, daß Gott in der Zukunft auf wunderbare Weise eingreifen wird, um treue Menschen zu heilen und sie zu segnen (Off 21:4).

Vielleicht kannst du daraus hilfreiche Angaben für dich entnehmen.

Gruß aus ÖsterreichAlfred

wow, ja danke! LG

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Als Wunder bezeichnen Gläubige Zeichen Gottes außerhalb der Naturordnung.

Aus theologischer Sicht sind es Zeichen für das Wirken Gottes. Diese Definition spielt bei Selig- und Heiligsprechungen eine Rolle.

Umgangssprachlich können Wunder vieles sein:

Unerklärliche Phänomene, denen man eine hohe positive Bedeutung zumisst

Eine scherzhafte Bezeichnung für utopische und unglaubwürdige Behauptungen (z.B. "Wunderheiler")

Wunder sind das Überbieten des absolut Unwahrscheinlichen und Unvorstellbaren, d.h. sie sind in ihrer Bewertung sehr stark vom subjektiven Empfinden des Einzelnen abhängig.

..die feste Überzeugung, dass Dinge eintreten werden, die Menschen unter "normalen Umständen" für unmöglich oder aussichtslos halten.

Dies liegt unter anderem im christlichen Glauben begründet und beruht v.a. auf der Lehre Jesu im Neuen Testament. Im übertragenen Sinne dann als Wunder bezeichnet.

Sie treten dann bei denen ein, die unbeirrt an Wunder, z.B. Heilung von einer schweren Krankheit, glauben. Habe das selbst in einer anderen Form schon erleben können ;)

Ein WUNDER ist ein Ereignis, das mit dem Verstand nicht erfasst werden kann. Z.B. wenn Jesus kranke Menschen heilt, wenn er von den Toten auferstanden ist. Solche Ereignisse kann sich das menschliche Gehirn nicht erklären, also ist das ein WUNDER. Es gibt sie auch heute noch in seltenen Fällen. Z.B. fällt ein Kleinkind vom 4. Stock aus dem Fenster und jeder glaubt, dass es tot sein müßte. Aber hin und wieder geschieht ein WUNDEr und das Kind bleibt am Leben.GutenErfolg bei Deiner Arbeit

danke!!! das war sehr nützlich!

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