Worauf muss man bei einer Durchquerung der Sahara mit dem Wohnmobil achten?

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Man fährt mit einem alten 800€ Benz oder Peugeot Diesel, den man wüstentauglich gemacht hat. Dafür gibt es dort überall Ersatzteile (sogar auf dem Wochenmarkt und an Gemüseständen!) und einen Mechaniker mit Expertenstatus in jeder Ansammlung von mehr als 3 Hütten. 

So ein Teil gräbt sich aufgrund des niedrigeren Gewichts auch bei weitem nicht so in den Sand ein, wie ein Wohnmobil. Ohne Sandbleche und Schaufeln wird es trotzdem nichts und wer ein bisschen drüber nachdenkt, macht das mit mindestens 2 Autos und hat eine Seilwinde dabei, die sich an beiden Wagen befestigen lässt, denn in der Sahara hat man keine Befestigungspunkte, die man sich nicht selber mitbringt. 

Länder wie Algerien veranschlagen hohe Strafen, wenn du mit Auto einreist, aber ohne Auto ausreist. Es ist egal weshalb du es zurücklassen musstest (Unfall, mangelnde Ersatzteile, mangelndes Spezialwerkzeug usw.) daher kannst du nur fahren, was auch dort in großen Stückzahlen gefahren wird. Das bekommen die immer wieder flott. 10.000€ Fahrzeuge und Wohnmobile scheiden aus. 

Manche Länder der Liste (und der erweiterten Liste in den Kommentaren) lassen euch gar nicht ohne Weiteres rein. Mauretanien dürftet ihr z.B. zur Zeit nur mit Polizeieskorte durchfahren und die müsst ihr natürlich bezahlen. Ob sie das für einzelne Fahrzeuge überhaupt machen, weiß ich nicht. Auf alle Fälle müsstet ihr Einreise, Ausreise und Route vorher beantragen und das gibt  euch keine Luft für Verzögerungen oder Spontanität. 

Worauf müssen wir bei unserer Reise achten?

Hier ein paar praxiserprobte Ratschläge, da das ganze Gelaber von den Pseudoexperten hier absolut nicht weiterhilft:

  • Das wichtigste Hilfsmittel in der Wüste ist ein Smartphone! Nicht zum Telefonieren, sondern als GPS-Navigationsgerät. Besser zwei Smartphones mitnehmen, falls eines mal kaputt geht!
  • Immer genügend Bakschisch dabei haben! Ich empfehle, immer drei 1-Dollar-Scheine zusammenzuwickeln. Das ist für dich nicht viel Geld, hilft aber in kritischen Situationen (Polizeikontrollen, Übernachtungen auf umfriedeten Gebiet, Motorreparaturen...) immens weiter.
  • Pfefferspray, Elektroschocker oder andere Verteidigungsgeräte (die man mit Munition in solchen Ländern auf den Basaren relativ günstig erwerben kann) während der Fahrt immer in Griffweite haben.

Kann man mit einem normalen Wohnmobil auch durch Wüstensand fahren? (Wir wollen kein Expeditionsfahrzeug für 300.000 Euro kaufen!!!)

Es kommt darauf an, wie fein der Sand ist. Grundsätzlich würde ich euch dazu raten, per GPS immer entlang von einigermaßen befestigten Straßen zu navigieren. Falls es doch einmal "querfeldein" gehen muss (zum Beispiel wenn ihr eine Landesgrenze ohne große Formalitäten überqueren wollt), gibt es ein einfaches Hilfmittel für die Fahrt durch Feinsand: Winterketten! Achtet aber stets darauf, dass die Steigung bei den Dünen nicht zu hoch ist (schließlich wollt ihr euch ja mit dem Wohnmobil nicht überschlagen. 

Wie viel Wasser sollten wir mitnehmen, wenn wir die Sahara durchqueren? 

Einfache Antwort: Den Wassertank beim Nachfüllen immer randvoll machen! Sinnvollerweise plant ihr eure Route so, dass ihr regelmäßig an Wasserstellen vorbeikommt. Lieber einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, statt später irgendwo in der Wüste ohne Wasser dazustehen.

Könnten wir im Wohnmobil täglich duschen, oder wäre das Verschwendung von Wasser?

Das kommt darauf an, ob ihr an Wasserstellen vorbeikommt oder nicht! Falls ihr regelmäßig Wasser nachtanken könnt, spricht nichts gegen eine tägliche Dusche in Wohnmobil. Falls ihr absehen könnt, auf eurer Route in den kommenden 3 Tagen an keiner Wasserstelle vorbeizukommen, solltet ihr natürlich auf das Duschen verzichten.

Wären wir bei einem Sandsturm im Wohnmobil geschützt?

Ja, denn Fahrzeuge gehören bei Sandstürmen zu den besten Schutzmöglichkeiten. Wer einmal während eines Sandsturms in einem Zelt gewesen ist, weiß, wovon ich spreche! Wichtig: Motor während des Sandsturms immer abstellen. Während des Sturms nicht rausgehen (wegen Orientierungsverlust). Schaufel dabeizuhaben wäre ebenfalls sinnvoll (um das Fahrzeug nach dem Sandsturm wieder freizubekommen).

Eurer Reise- und Abenteuerlust zum Trotz halte ich Euer Vorhaben für das Produkt einer tollkühnen Schwärmerei.

Und ganz ehrlich: Dabei würde ich es an Eurer Stelle auch belassen.

Die Fragen, die Du stellst verraten keine großen Kenntinisse über die angedachte Reiseregion und die damit einhegehenden Herausfoerderungen oder gar Gefahren. Dieser mit Naivität gespickte Plan könnte in vieler Hinsicht zu einer tödlichen Falle werden, ganz gleich ob Fahrzeug, Klima, Verbrechen, Distanzen... whatever.

Interessiert Ihr Euch für die Sahara? Es gibt Vorträge, Videos und Berichte genug, um sich erst mal ein Bild davon zu machen, was einen denn da erwartet.

Es gibt Menschen, die kehren von einer vergleichbar harmlosen Wattwanderung nicht zurück, weil sie ohne Führer und schlecht vorbereitet etwas riskiert haben.... verstehst, was ich meine?

Grüße, ----->

Bei der momentanen politischen Lage in Nordafrika würde ich auf so einen Trip ganz verzichten, jedenfalls auf den Wüstenteil, der Rest, Spanien, Israel etc. ist okay. Wer unbedingt in die Wüste will, sollte sich einer Gruppe anschließen, also nicht allein losziehen, sondern erst mal bei Reiseveranstaltern und Soloreisenden herumfragen, ob Leute auf der gleichen Route unterwegs sein werden, in der Gruppe liegt Sicherheit, und auf keinen Fall ohne erfahrenen einheimischen Führer in die Wüste. Auch in Sachen Technik soll man sich lieber auf Einheimische und Landeskenner verlassen, statt blind Geld auszugeben für ein Wohnmobil, das für Offroad unter extremen Bedingungen gar nicht gebaut ist.

Das tägliche duschen müst ihr vermneiden den soviel wasse  hat kein wohnmobiel das ihr damit auch durch die wüste kommen würdet auch solltet ihr vor dem kauf erstmal wissen ob das wohnmobiel dazu überhaupt geeigent ist den es muß extreme Temperaturen aushalten und nicht nur eine enorme hietze und es muss ja auch eine eiskalte umgebung aushalten.Auch solltet ihr zb in der lage sein Dan dem Wohnmobiel Reperraturen durchzuführeen wen nicht solltet ihr vieleicht doh nicht die wüste durchqueren .Auch solltet ihr euch vorher erkundiegen ob und wo oasen sind damit ihr zb wasser nachfüllen könntet.Auch solltet ihr beachten das einige eurer Reiseziele kein sauberes wasser haben und deswegen sollte man seine Reiseapotheke auch darauf vorbereiten .

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