Wieviele Achsen sind bei einem Gelenkbus angetrieben?

3 Antworten

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Im Normalfall nur eine Achse, und zwar bei den meisten Fabrikaten die im Nachläufer - d. h. der "Anhänger" schiebt den Bus vor sich her.

Das ist so, weil die meisten Busse den Motor im Heck haben und dann natürlich die Kraftübertragung zur nächsten Achse die technisch einfachste Lösung ist.

Es gibt allerdings auch einige Modelle (z. B. die Fahrzeuge des belgischen Herstellers van Hool) mit einem stehenden Mittelmotor im Vorderwagen, bei denen wird dann die "mittlere" Achse angetrieben.

Das hat den Vorteil, dass dann die Hinterachse lenkbar gebaut werden kann, wodurch die Fahrzeuge "wendiger" werden. Und so kann van Hool auch problemlos die 25 m langen Doppel-Gelenk-Busse bauen - die wären bei Antrieb der letzten Achse wahrscheinlich nur schwer spurstabil zu halten.

Ein Nachteil ist u. a., dass ein Mittelmotor wegen seiner Lage schwerer zugänglich und damit schlechter zu warten und zu reparieren ist. Daher hat sic wohl bei den meisten Herstellern der Heckmotor durchgesetzt

Heutzutage werden fast nur noch "Schubgelenkbusse" gebaut, d. h. die Heckachse (also hinter dem Gelenk) ist angetrieben. Früher war das z. T. noch anders. Da gab es sowohl mittig angetriebene Busse (wo das Heck nachgezogen wurde), und teilweise auch synchronisierte Steuerungen, wo Mitte und Heck angetrieben waren. Das hat man dann aber irgendwann aufgegeben, weil's teurer zu bauen war und dafür keinen Mehrnutzen gab.


Danke :D 👍🏼👌🏼

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van Hool baut immer noch Busse mit Mittelmotor (Solo, Gelenk und Doppel-Gelenk).

Und einen Mehrnutzen hat das bei Gelenkbussen durchaus: die mitlenkende Hinterachse, dank derer man viel besser um die Kurven kommt.

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