Wieso wird uns das wichtigste nicht beigebracht?

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12 jahre schule brauchtest du, um klar logisch denken zu lernen.


mit diesem denken kannst du dir den rest der welt erobern

Weil es nicht die Aufgabe der Schule ist, individuelle Lernbedürfnisse zu befriedigen. Sie ist eine Institution, die im Interesse des Staates handelt. Und das Schulen der persönlichen Bildung dienen, ist ein Missverständnis; auch wenn so mancher Lehrende immer noch glaubt, für Bildung zu sorgen, sei seine Aufgabe.

Wenn Bildung stattfindet, dann eher zufällig. Dazu muss die vorgegebene Frage des Lehrenden auf ein Interesse beim Lernenden treffen. Wie oft geschieht das an einem Ort in dem es Massenbeschulung gibt und es vor allem um Erziehung geht? Bildung ist ein seltenes Abfallprodukt unserer Belehrungs- und Erziehungsanstalten.

Alles, was Dich interessiert, bringst Du Dir selbst bei. Das bedeutet nicht, dass Du Dich nicht der Hilfe anderer bedienen kannst. Selbstverständlich kann man sich an einen Fachmann wenden, wenn man sich für ein Thema interessiert. Dieser ist in dem Moment Dein Lehrer; danach aber nicht mehr. 

Ein guter Lehrer beantwortet Deine Fragen. Erkennst Du den Unterschied zur Schule? Dort beantwortest Du 12 Jahre lang die Fragen der Lehrer. 12 Jahre lang erfüllst Du die Erwartungen anderer Menschen, die einen Leerplan mit sich herumschleppen, der Dir vorschreibt, wann Du was zu lernen hast.

Man hat Dich dabei so erzogen, dass Du diese Erwartungen zu Deinen eigenen gemacht hast und glaubst, sie hätten etwas mit Deinen Bedürfnissen zu tun. Du glaubst, dass ein guter Schulabschluss wichtig für Dein Leben ist. Nun stellst Du fest, Du hast hast lauter bedeutungslose Dinge in Deinem Kopf und dafür, dass Du sie im Kopf hast, bist Du möglicherweise auch noch mit guten Noten belohnt worden. So blöd das klingt, aber das ist Manipulation.

Gruß Matti

Es geht in der Schule um Grundlagen, angefangen mit Lesen, Schreiben, Rechnen, über Geschichte, Mathematik, Philosophie und was es noch so alles gibt - das alles soll dazu beitragen, Deinen Verstand und sowohl Deine soziale als auch emotionale Intelligenz so weit zu bringen, dass Du in der Lage bist, mit dem, was da draussen sonst noch auf Dich wartet, möglichst gut zurechtzukommen.

Was hilft Dir mehr? Wenn Du in der Lage bist, Dir selbst auszurechnen, wie es bei verschiedenen Möglichkeiten mit dem Preis-Leistungsverhältnis steht, oder es gesagt zu bekommen?

Was genau Du mit Deiner Zukunft machen sollst, kann Dir keiner sagen, denn das hat mit Deinen Interessen (auch denen, die sich in Zukunt entwickeln auf  Grund einer - hoffentlich - umfassenden Allgemeinbildung, Deinen Fähigkeiten, die Du erst entdecken musst und DEINER allgemeinen Zielsetzung, zu der Du auch erst kommen musst...

Zu Formularen gibt es Hilfen, und was Dir jetzt jemand über Hauskäufe sagt, kann, wenn es so weit ist, vollkommen falsch sein, das mussten zahlreiche Frankenkreditnehmer erst unlängst schmerzhaft erfahren.

Was Du in Deiner Fragestellung als wichtig ansiehst, sind rein materielle Dinge. Wie viele von uns feststellen, ist aber das wahre Rätsel, wie man am besten mit anderen und sich selbst umgeht. Unter Umständen ändern sich die Prioritäten auch das eine oder andere Mal im Leben.

Was wird dir mehr helfen?

Dir zu erklären, wie was Sparpläne und Hypotheken sind ODER Dir beizubringen, zu addieren und zu dividieren und mit Geld zu rechnen, Prozente und Zinsenszins zu berechnen, den Umgang mit dem Internet beizubringen und die Fähigkeit, Informationen aus Tabellen und Texten zu entnehmen?

Dir zu sagen, an wen du dich für einen Hauskauf wenden sollst (vielleicht lebt der Mann gar nicht mehr, wenn du das Geld dafür hast) ODER dir beizubringen, Unterlagen zu prüfen, mit Geld zu rechnen, Dinge kritisch zu hinterfragen, Medien zur Informationsbeschaffung zu verwenden, deine eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und dich nicht zu übernehmen?

Weißt du, ich hab gerade die schöne Geschichte von der kleinen Eule, die so gern erwachsen sein und fliegen und jagen können wollte gelesen. Was ihr aber viel Angst macht und sie weint ein bischen, weil es hr so schwer vorkommt. Und die Eltern sagen, es gibt Dinge die muss man eben vorher können. So lernt sie ein bischen flattern und hopsen und flatterhopsen und dabei werden ihre Flügel automatisch immer ein bischen stärker, bis sie stark genug sind, dass sie sie auch in den Himmel tragen.

Und so ist es bei den Menschen auch. Abgesehen davon, dass das Lernen in der SChule exemplarisch ist. Du lernst Kompetenzen, die dich befähigen, nicht nur EINE Situation zu meisten, sondern GANZ VIELE.

Könnte daran liegen, dass dich deine eltern durchs Leben bringen sollen?!? Die Schule ist für Fachwissen da. Du solltest selbst in der Lage sein dir Wissen, dass du durch Elternhaus und Schule erlangt nicht hast anzueignen. Das Internet ist nicht nur zum spielen gut!