Wieso war Ludwig XIV. „Stellvertreter Gottes"?

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6 Antworten

Er war König von Gottes Gnaden.

Das sogenannte Gottesgnadentum ist eine Begründung für den Herrschaftsanspruch.

Soll bedeuten, der König ist König weil Gott es so will.

Also ist verbreitet der König den willen Gottes und ist somit sein Stellvertreter.

Was der König will, will in Wahrheit Gott. Lehnst Du dich gegen den König auf, so lehnst Du dich gegen Gott auf.

Dies sollte zum einen dazu dienen den Anspruch des Königs auf die Herrschaft zu verfestigen.

Zum anderen wurde der König damit selbst eine moralische Instanz.

Dies hatte zur Folge, dass auch unmoralische Befehle des Königs nicht anzuzweifeln gewesen sind. Auch wenn man diese eventuell als unchristlich erachtet hätte. (Erschießungen Folter etc.) Denn man führt ja Gottes Wille aus.

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Die Könige betrachteten sich damals als von Gott eingesetzt. Darum wurden sie ja auch nicht einfach ernannt, sondern gesalbt. Die franz. Könige z.B. in Reims, die Queen in der Westminster Abbey.
Sie waren quasi der weltliche Stellvertreter Gottes. Der Papst war der geistliche Stellvertreter.

Darum war ja auch Majestätsbeleidigung oder erst recht der Angriff auf den König quasi ein Vergehen gegen Gott selbst. Der älteste Sohn eines Königs durfte so blöd sein wie er wollte, da er, wenn er König wurde, gesalbt war, war er eine quasi heilige Person.

DArum war z.B. die Hinrichtung der gesalbten Königin von Schottland (Maria Stuart) so ein Präzidensfall, denn mit ihr wurde eine Stellvertreterin Gottes getötet. Dem König zu gehorchen war quasi ein göttliches Gebot. Auch wenn der König ein Depp war. (was Ludwig XIV freilich nicht war.)


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Stellvertreter Gottes, so nennt sich m.E. der Pabst, der Ludwig wurde Sonnenkönig genannt:

Ludwig ist Zeit seines Lebens überzeugt davon, höherwertiger als der
Rest der Menschheit zu sein. Dass er die französische Krone trägt, hält
er für den Willen Gottes. Das Symbol seines Wappens ist die Sonne -
daher auch der Name Sonnenkönig. So wie die Sonne ist auch der König
Mittelpunkt des Staates. Diesen betrachtet er als seinen Besitz, über
den er als absoluter Monarch uneingeschränkt verfügen kann.

siehe:http://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/ludwig_der_vierzehnte_der_sonnenkoenig/index.html

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Kommentar von Dahika
14.06.2016, 13:27

nicht so ganz richtig.

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Louis XIV glaubte von sich selbst aus, dass seine Autorität als König direkt von Gott kam und er der Stellvertreter Gottes auf der Erde war.

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Kommentar von Dahika
14.06.2016, 13:30

Nicht nur Ludwig, sondern alle seine Vorgänger auch. Seit Chlodwig. Der Glaube an die heilige Person des Königs war damals Allgemeingut.

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Er war kein Stellvertreter Gottes er war ein Monarch und war nur Gott Rechenschaft schuldig. Sozusagen stellte er sich mit Gott auf eine Ebene

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War er das? Was sagte Gott dazu?

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