Wieso verlieren bei einer Scheidung die Männer alle Rechte?

14 Antworten

Ah - da steht offenbar Dein persönlicher Frust hinter, und den verallgemeinerst Du mal eben.

Ich könnte mal anders fragen: warum drücken sich die Männer nach einer Scheidung vor ihren Pflichten?

Ich mußte um jeden Pfennig und jeden Cent Unterhalt für meine Kinder kämpfen. Ihr Vater wollte nicht nur nicht zahlen, sondern er wollte auch keinen Kontakt mehr. Ich mußte hilflos mit ansehen, wie die Kinder darunter gelitten haben und auch heute als Erwachsene noch darunter leiden. Und dann mußte ich mir irgendwann auch noch von so einem offenbar selbst frustierten Richter anhören, daß ich doch nicht zu jammern brauchte, da ich doch Geld verdiene und meine Kinder auch allein durchbringen könnte. Wo bleibt da des Vaters Verantwortung??? Wenn sich da der Mann degradiert fühlt - wie erst soll die Frau sich dann fühlen???

Du hast mit vielem recht, mit einigem aber auch nicht. Sicherlich ist es auch heute noch so, dass ein Familiengericht überpropotional häufig der Mutter die Kinder zuspricht, damit meine ich, dass die Kinder bei der Mutter leben. Dies geschieht aber meist aus praktischen Erwägungen: meistens hat auch heute die Mutter meist mehr Zeit für das Kind oder geht noch gar nicht wieder/oder überhaupt nicht arbeiten oder eben TZ. Väter sind meist vollberufstätig. Also ist es dann schlüssig, dass die Kinder bei der Mutter leben. Jetzt ist die Frage: wann hat der Vater dann (wir setzen jetzt volle Beruftstätigkeit voraus) die Zeit sich um die Kinder zu kümmern? Das ist doch nur die Urlaubszeit oder das WE. Jetzt kann man natürlich auch nicht sagen, dass die Mutter kein WE mehr mit ihren Kindern haben darf, also ist die Aufteilung 2/2 für mich gerecht. Zumal die Kinder, je nach Alter, auch ihre eigenen Interessen haben und die Wes irgendwann sogar ganz ohne Eltern verbringen wollen. Wenn der Vater dann in einer anderen Stadt wohnt, sind die Freunde da, wo die Mutter lebt. Meistens gibt es heute das gemeinsame Sorgerecht, das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekomt der, wo die Kinder wohnen (das finde ich auch richtig. Dieses Recht ist aber entschärft worden. Früher musste der Vater (in unserem Beisp) die Mutter sogar anrufen, wenn die Kinder bei ihm waren und sie fragen, ob er mit ihnen zum Arzt gehen darf. Das ist heute nicht mehr so. Gemeinsames Sorgerecht bedeutet juristisch gleiches Recht für beide Elternteile. Das dies häufig nicht richtig umgesetzt wird, da gebe ich dir recht. Es ist aber so, dass der Umgang natürlich nicht verboten werden darf (ohne zwingende Gründe), nur wie setzt man das um. Das ist ein langes, zähes Ringen. Der Mutter können Geldstrafen aufgebrummt werden, wenn sie die Kinder nicht rausrückt oder man darf sie im Notfall mit der Polizei abholen kommen. Nur wer macht das und tut das seinen KIndern an? Allerdings kenne ich das auch wieder andersherum und ich kenne Väter, die ihre Abholzeiten nicht einhalten oder ihre Tage "vergessen". Ich glaube, dass heute viele Mütter froh sind auch einmal ein freies WE zu haben, aber das kann ich nun auch nicht verallgemeinern. Es sind eben Machtspielchen auf Kosten der Schwächsten. Genauso könntest Du aber fragen: warum zahlen so viele Väter keinen oder nur unregelmässigen Unterhalt? Das selbe Spiel, andere Mittel. Dafür sind Menschen leider Menschen. Ich gebe Dir recht, das ogt noch nach dem Motto "Ein Kind gehört zur Mutter" entschieden wird, das finde ich auch unfair. Es gibt heute wiederum auch viele sehr gute Väter. Trotzdem spricht man den Müttern häufig eine engere Bindung zu und wenn Du die meisten (nicht alle!) Kinder fragst, wo sie bleiben wollen, sagen sie auch , bei Mama. Was wäre eine Ideallösung? Ich weiss es nicht. Das Väter die Kinder auch abends sehen? Wann denn dann? Schwierig. Vielleicht kommt auch noch ein anderer Aspekt dazu: Mein Vater ist RA für Familienrecht. Er erzählt häufiger von Fällen, wo der Vater der Klient war und wirklich um Rechte etc, gekämpft worden ist. Dann gab es eine gute Lösung und ein Jahr später hatten sie eine neue Freundin, die keine KInder mochte oder mit den Kindern nicht zurecht kam. Oder ein Jobangebot weit weg. Und schon war die Situation wieder eine Andere. Das hat er so oder so ähnlich schon häufig erzählt. Vielleicht sind das auch Erfahrungswerte von Richtern?

stimme dir voll zu. Nicht zu vergessen auch die Väter, die im Schichtdienst u. am Wochende arbeiten müssen.Da wird´s dann ja noch komplizierter.

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Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.Ich kenne geschiedene Mütter, die den Kindern zuliebe sehr fair geblieben sind, die sich dafür stark gemacht haben, dass die Väter ihre Kinder so oft wie möglich sehen können.Die sich auch einen Job gesucht haben, sofern es das Alter der Kinder zuliess u. die Betreuung gesichert war.Eine Freundin von mir ist 2 x geschieden, hat von beiden Männern nicht einen cent Unterhalt für sich verlangt,hat einem der Ex-Männer sogar ohne finanziellen Gegenwert die Hälfte des gemeinsam gebauten Hauses überschrieben.Sie hat immer für sich u.die Kinder alleine gesorgt.Eine andere Bekannte mit 2 Kindern hat auch immer halbe Tage mitgearbeitet,als sie sich von ihrem Mann trennte, brauchte er daher auch nie für sie Unterhalt zu zahlen, sondern nur für die Kinder.Trotzdem legt er ihr nur Steine in den Weg, zieht sich wie Kaugummi, wenn die Kinder mal bei ihm übernachten sollen (sie macht nur Nachtwache im Krankenhaus u. möchte die Kinder nicht allein lassen). Er nimmt sie meist nur stur alle 2 Wochen u.3 Wochen in den Ferien.Bei einer anderen Bekannten ist es ähnlich.Sie möchte, dass die Kinder den Vater öfter sehen, aber er möchte das nicht.Ich kenne noch mehr Fälle, wo es ähnlich ist, die möchte ich hier nicht alle aufzählen.Ausserdem möchten ja vielleicht viele Frauen auch nach einer Scheidung arbeiten gehen, haben aber doch auf dem Arbeitsmarkt meist keine Chancen, da sie oft über Jahre aus dem Beruf waren.Sicher gibt es auch die ganz extremen Mütter, die die kinder gegen den Papa aufhetzen, sich weigern ihm die Kinder zu geben u. die dem Mann finanziell das letzte Hemd ausziehen.Find ich auch nicht ok. Aber als Aussenstehender kann man sich da auch sehr schwer ein Urteil bilden, man kennt die Vorgeschichte, die Gründe nicht.

Solch verallgmeinernden Fragen halte ich nicht für sinnvoll.

Es gibt genug Scheidungen, bei denen auf das Wohl der Kinder geachtet wird und sich die Eltern zumindest in dieser Frage verstehen.

Bei den strittigen Fällen kommt es oft auf die Vorgeschichte an. Es ist schade, wenn Kinder als Waffe gegen den/ die Ex eingesetzt werden und oft zeigt sich daran auch, wie tief jemand durch den anderen verletzt wurde.

Zu einer Scheidung wäre es ja nicht gekommen, wenn vorher alles ok gewesen wäre.

Ein guter Artikel zum Thema steht hier: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Trennung_Scheidung/s_553.html

Es sollte mal jeder und auch die Gerichte endlich mal festhalten, das ein Mann ebenso unter "menschenrechte" fällt. das heißt das ein Mann gemäß Artikel 11 Das Recht auf Nahrung hat.dies ist als ein grundlegendes Menschenrecht definiert. (Im Artikel 11, Recht auf einen angemessenen Lebensstandard) Artikel 17 Ein Recht auf wohnung und Artikel 1 ein recht auf ein Menschenwürdiges leben das auch den Bedarf an notwendiger energie mit ein schließt um die wohnung zu wärmen.Warum um himmels willen werden alimentationszahlungen von den Mann in absurden höhen verlangt das sich der mann nicht mal die Grungrechte mehr leisten kann?? das ist ein verbrechen gegen die menschlichkeit und ein verbrechen des staates gegen die menschenrechte.es gibt in jeden land auch wegen den menschenrechte ein existensminimum!unter diesen sollte kein richter alimentationsforderungen beschließen dürfen!!warum kann sich keiner finden, der mal alimentationszahlungen durch den vfgh jagt, ob die jetztige form der alimente überhaupt den verfassungsgesetz entspricht, weil vorallem bei mehrkinder die menschenrechte rdes mannes zu oft untern tisch fallen und dieser dann als obdachloser auf der straße landet. ich hoffe, das ich da mal eine überdenkungslavine loßtrete... :-)

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