Wieso ist die Schule heute so anstrengend für Kinder?

24 Antworten

Weil Schule heutzutage etwas selbstverständliches ist. Als mein Vater Kind war, gingen die Kinder der Reichen auf die Hochschule, die der Armen auf die Volksschule- manche nur bis zum 6ten Schuljahr, weil sie mitverdienen mussten. Da war Bildung noch etwas erstrebenswertes, weil sie nicht jeder haben konnte.

Das kommt darauf an, welchen Anspruch sich die Schüler stellen...und dann kommt natürlich hinzu, in welche Schule sie gehen. Arbeit ist übrigens meistens mit Anstrengung verbunden. Ein Leben ohne gibt es nicht und wäre auch nicht erstrebenswert ;)

weil auch dort der leistungsdruck ständig steigt - und viele schon früh von den schwindenden perspektiven (trotz ausbildung oder schulabschluss) ahnung bekommen.

Weil sie alle Rapper/Fußballer/... oder "Ehefrauen von denselbigen" werden wollen. Ich denke das hängt auch von den Familien ab: Wer darauf erzogen wird, später mal ein gutes Leben haben zu sollen und dem nahe gelegt wird das Schule wichtig und auch etwas gutes ist, hat auch Spaß daran. Leider sind nicht alle Eltern so "vorbildlich".

Ich habe zwei Kinder. Eine Tochter in der Klasse 5 an einem Gymnasium. Trotz einigermaßen vieler Hausaufgaben freut sie sich am Sonntag, dass am Montag endlich wieder Schule ist. Liegt sicher daran, dass sie dort a) gemocht wird b) gut zurechtkommt c) keine Höchstleistungen von sich erwartet und einfach positiv eingestellt ist. Mein Sohn, 4. Klasse Grundschule geht "eigentlich" auch gerne, aber nur wegen der Freunde, der Pausen und des Sportunterrichts. Auch er wird gemocht, er kommt gut zurecht, aber er wird mit den gestellten hohen Ansprüchen überfordert. Es zählen immer nur Höchstleistungen, und die bringt er nicht. Er weiß schon am Morgen, dass er mittags "zuviele" Hausaufgaben machen wird. D.h. er ist eben nicht positiv eingestellt. Es kommt also aufs Kind und auf den Lehrer an und auf beides zusammen. Die Anforderungen sind extrem hoch. Wer nicht gut genug ist, fällt hinten runter und das spiegelt auch das Benehmen der Kinder wieder. Es wird sich immer am Niveau der Besseren orientiert,das tut den Schlechteren nicht gut - tut der Seele nicht gut.

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