Wie waren die Schulbücher der BRD im Gegensatz zu denen der DDR?

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5 Antworten

Hallo!

Sie waren nicht manipulativ, aber es wurde im Fach Staatsbürgerkunde durchaus recht direkte Propaganda betrieben: Hier ist ein Beispielausschnitt.

http://www.bnmsp.de/home/e.huber/ddr/mauer/Bild03.jpg

Würde aber im direkten Vergleich sagen, dass die Schulbücher in der DDR von der Gestaltung her deutlich liebevoller gewesen sind als die des Westens --------> die Zeichnungen waren schöner und bunter, man gab sich mehr Mühe als im Westen, wo noch zu meiner Grundschulzeit (90er) sehr nüchtern anmutende Bücher in Gebrauch waren. Die in der Realschulzeit waren dann noch schlimmer und bedrückender, teils mit sehr barsch an die Schüler gerichteten Formulierungen im "Kommandoton".

Wenn man von gewissen Kapiteln zur deutschen Geschichte & dem Sozialismus absieht, war das Layout der DDR Schulbücher mMn i.wie "menschlicher".

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Klar wurde da auch politisch - kapitalistisch - argumentiert.

Jedoch war in der DDR in Physik-, Biologie-, Musik-, Mathe- und Geographiebüchern nichts von politischer Einflussnahme spürbar. Auch in Zeichnen (Kunst), Sport, Astronomie und Literatur gabs nix davon. Das einzige Fach, in dem  das spürbar war, war Staatsbürgerkunde.

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Die Schulkinder in der DDR wurden gegen die Fortsetzung und das Wiedererstarken des Kapitalismus mit all seinen Erscheinungsformen im Westen des Landes wie Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit etc. erzogen  und für den Sozialismus manipuliert, der ausnahmslos allen Kindern die gleichen Bildungschancen eröffnete und auch ermöglichte!

Die Kinder im Westen wurden gegen die DDR, gegen Russland, gegen Sozialismus und das, was im Westen Kommunismus genannt wurde und wird, und für die "soziale Marktwirtschaft", sprich Kapitalismus,  mit all ihren Erscheinungsformen, wie Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Unterschicht-Dasein etc. manipuliert.

Die Kinder im Osten wurden von Lehrern unterrichtet, die keine Nazivergangenheit hatten.
Die Lehrer im Westen blieben erst einmal die alten, wenn auch nicht vom biologischen Alter her, so doch zu einem großen Teil im Gedankengut.

Du siehst also, dass die Kinder sowohl im Osten auch auch im Westen ihrer ganz speziellen Art von Manipulation ausgesetzt waren.

Das setzt sich in "vereinigten" Deutschland fort, indem ehemalige Ostbürger, die es wagen, auch nur ein gutes Haar an der DDR zu lassen, übelst diffamiert und angefeindet werden, wovon du dich hier auf GF überzeugen kannst, leider.

Was in der DDR Staatsbürgerkunde genannt und im Westen allgemein verpönt war, geschah im Westen durch Manipulation und Einflussnahme auf allen die Gesellschaft betreffenden Gebieten, was man heute gut erkennen kann.

Die Schulbücher in der DDR vermittelten die "normalen" Fächer wie im Westen auch: Mathe, Deutsch, Sprachen (im Westen vorzugsweise Englisch, im Osten vorzugsweise Russisch), Physik, Chemie, Biologie, Geographie...
Geschichte wurde so ausgelegt, sowohl im Osten als auch im Westen, dass sie in das allgemein geforderte Geschichtsverständnis des jeweiligen Staates passte, wo es die größten Unterschiede gab und viel Raum für Manipulationen ließ.

Das war sehr allgemein gehalten, aber im Großen und Ganzen das, was den Unterschied beschreibt.


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Kommentar von Nomex64
11.09.2016, 02:17

Mal wieder top auf den Punkt gebracht.

2

Im westen hat man halt den Kommunismus so schlecht machen wie es geht....Manipulation gibt es immer.....

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Warum sollten die Menschen in der DDR manipuliert werden und wozu? Wenn ich mir den heutigen Wahlkampf und die Medien anschaue, na dann danke

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