Wie war euer erster Tag im Door2Door Vertrieb?
Hallo liebe Community,
mein Name ist Fabian ich bin 25 Jahre alt, habe damals bei meinem Dad die Ausbildung als Maurer gemacht, habe einige Jahre auf dem Bau gearbeitet, habe aber gemerkt, dass das nichts für mich ist. Bin dann in die Industrie als Produktionsmitarbeiter. Ist auch nicht das Wahre. Brutal monotone Arbeit und ich habe andauernd das Gefühl, dass ich mich nicht weiterentwickele.
Dann habe ich mich an den Meister gewagt. Vergebens. leider habe ich nur den Teil 3 und 4 bestanden. Bin dann wieder in die Industrie. Als ich dann von meinem Vorgesetzen angeschrien wurde, während ich ein schweres Betonfundament gestemmt habe, war es klar. Jetzt ist Schluss mit Sklaventreiberei. Egal was ich jetzt mache, sowas.. nie wieder. Da ich noch vom Meister verschuldet bin habe ich nach einer Möglichkeit gesucht mich weiterzuentwickeln und gleichzeitig viel Geld zu verdienen. Ich bin ein sympathischer gutaussehender Typ und auch nicht gerade dumm. Also dachte ich mir hey, probiere mal Vertrieb aus.
Habe daraufhin einen Probetag bei meinem Kumpel gemacht, die verkaufen Bauelemente. Total entspannt, aber in meiner jetzigen finanziellen Situation mich als Handelsvertreter selbstständig zu machen, wäre glaube kein smarter Move.
Also habe ich gestern einen Probetag bei einer Door2Door Firma gemacht. Der Kollege hat mich mit einem dicken AMG abgeholt, wovon ich schon sehr beeindruckt war. Irgendwas macht er ja richtig. Dann sind wir Kaffee trinken gefahren, danach an die Türen, habe auch paar mal geklingelt. Dann durfte ich auch mal1-2 Türen machen. Ich war verdammt aufgeregt, obwohl ich eigentlich kein ängstlicher Typ bin, die erste Tür war ganz gut aber bei der zweiten und dritten fing es an, habe mich andauernd verhaspelt oder den Faden verloren, was ich sagen wollte. Da ist immer noch etwas soziale Angst und die Energie fehlt. Aber wie denn auch mit Schulden im Rücken und einem kack Lebensstandard.
War es bei euch auch so, als ihr im Vertrieb angefangen habt? Habt ihr auch bei den ersten Türen andauernd den Faden verloren und Probleme gehabt? Oder geht es nur mir so? Habt ihr Tipps oder gute Bücher, Podcasts gegen diese Rede Angst, generell frei reden zu können?
Und was würdet ihr mir raten, Vertrieb machen, ja oder nein?
3 Antworten
Vertrieb hat sich stark gewandelt bzw. hat sich zurückentwickelt!
War viele Jahre im Vertrieb habe mit B2B angefangen und hier hat man es mit knallharten Geschäftsleuten zu tun die dich um ein paar Cent verbluten lassen.
Bei dir ist es wohl Endkundenbereich!
Der Verdienst wird wohl nicht üppig sein, weil das ganze so angelegt ist, dass du nur über die Extrameile mit etwas krimineller Energie auf deine Zahlen kommst auf längere Sicht! Im Endeffekt wirst du ausbrennen, weil das ganze nur von deiner Energie lebt.
Allerdings lernt man hier viel über die Menschen und auch über sich selber und es gibt Frust aber auch sehr schöne Momente die man so sonst nirgends findet.
Habe früher jede Menge Kohle gemacht im B2B aber das ist heute kaum noch möglich. Zur Überbrückung kurz ist es eine wertvolle Lebenserfahrung und bildet die Persönlichkeit im Umgang mit Menschen! Auf Dauer brennst du aus zwischen Teamleiter und Endverbraucher! Die Zukunft würde ich nicht darauf aufbauen außer du machst dich selbständig mit einer guten Vertriebsidee!
Hi, schwierige Situation aber tür Vertrieb - vergiss es.
Du könntest bei einem Subunternehmen für Elektronik Märkte arveiten - ausliefern und anschließen als Handwerker. Ist knochenhart und man ackert auch oft über 12h. Ich habs mal 1 Jahr gemacht, da ich da mit Trinkgeld über 3000 € im Konat gemacht habe.
Du könntest Zeitweise auch bei einem Aufzug Notdienst arbeiten, die suchen immer aber der Job geht auf die Psyche und die Chefs sind da auch oft Enpathielos - geht also auch jur kurz aber über 2 k Netto.
Ss ist richtig sich sowas nicht gefallen zu lassen. Du könntest auch in den Einzelhandel gehen, die suchen überall und du würdest nicht achlecht verdienen und vor Kunden müssen die chefs auch Nett sein ;-)
Ich drück dir die Daumen
Klinkenputzen ist die unterste Stufe der erstrebenswerten Jobs