Wie testen die Profis FI / RCD?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da der Sinn der getrennten FIs ist dass nicht alle Steckdosen eines Bereiches abschalten weil eine Kaffeemaschine defekt ist ist die Kaskadierung grober Unfug.

Es kann der "Haupt-Fi" schon ausschalten wenn noch kein echter Fehler vorliegt. Wenn jeder Sub-Kreis durch zB Kapazitäten im Schnitt 3mA hat dann sind das bei 10 Kreisen 30mA. Kein einzelner würde auslösen aber alle PC's. Server, Telefonanlge usw sind weg.  

Das macht auch keinen Sinn, es würde höchstens Sinn machen in der Hauptverteilung einen 300 mA FI zu installieren (Brandschutz), und in den entsprechenden Unterverteilungen dann 30 mA (Personenschutz). Damit wäre dann die Leitung zwischen Haupt- und Unterverteilung im Gebäude geschützt.

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Das wird mit einem richtigen Installationstester gemessen. An dem Gerät stellt man ein wie hoch der Auslösestrom sein soll: meist 30 mA. Welche Fehlerstromart produziert werden soll: AC, gepulster Gleichstrom (FI Typ A) oder DC (FI Typ B). Der Typ A FI muss bei AC und bei gepulstem Gleichstrom auslösen (Standard in Deutschland), reine AC-FIs sind in Deutschland nicht mehr zugelassen seit den 1980ern. Typ B löst bei AC, gepulstem Gleichstrom und bei DC aus. Es gibt auch noch die entsprechenden Varianten die zeitverzögert agieren, und somit selektiv sind. Die haben oft ein G hinter der Typenbezeichnung, also ein Typ A FI wäre dann ein AG.

Ein FI mit 30 mA Auslöseschwelle schaltet bei AC übrigens schon bei weniger ab, ich habe meinen im Bad mit 25 mA gemessen. Hier mal ein Bild von dem kleineren Bruder von dem Gerät das ich benutze, und was die Messung des FI ausgespuckt hat. Das Bild ist NICHT von mir:

http://trademachines.com/assets/media/content/sites/3/2014/04/Messger%C3%A4t.jpg

Messung ist AC, 30 mA, Phasenverschiebung 0° (kann man um 180° drehen). Man sollte die Messung zwei Mal machen, einmal mit 0° und einmal mit 180° wiederholen. Am Gerät werden die erforderlichen Anschlüsse angezeigt die man benötigt und verkabeln muss (PE, N, L). Das ist also schon Luxus, hat allerdings auch seinen Preis. Ich habe das 1654B, Kostenpunkt ca. 1600€. Solche Tester gibts auch schon ab 600€, bieten dann aber oftmals nicht den Komfort, da fehlt dann oft die Möglichkeit Werte zu speichern und sie mit dem PC auszulesen um daraus dann ein Prüfprotokoll zu erstellen.

Bei der Messung selbst wird vom Meßgerät der Fehlerstrom stufenweise erhöht. Ein normaler FI hat eine Auslösezeit von 20 bis 30 ms, ein kurzzeitverzögerter FI hat eine Auslösezeit von 40 bis 100 ms. Vorgabe nach VDE sind 0,4s. Die Auslösezeit kann ein Installationstester auch messen.

Danke dir für den ausführlichen Bericht!

Ich möchte eigentlich auch wissen, ob es irgendwie einen Sinn ergibt, dass zwei FI hintereinander installiert werden.
Bzw. ein Haupt-FI/LS mit 30mA und dann 5 weitere FI/LS mit 30mA in der Unterverteilung "in Serie" geschaltet sind.
Es hat keine Abgänge in der UV, die nicht ein zweites Mal FI-geschützt wären.
Die Charakteristik / Typen habe ich noch nicht abgelesen.

Oder gibt es FI-Typenkombinationen und Testbedingungen, bei denen der Haupt-FI nicht auslöst (nur der FI des betroffenen Abgangs)?

Tatsache ist einfach, dass bei meinem einfachen Test mit dem Teststecker (7500Ohm) nur der Haupt-FI auslöst, die einzelnen nicht, aber damit alle 5 separat FI-geschützten Abgänge tot sind!
Also genau das, was man vermeiden möchte!

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