Wie sollte die Beziehung zu Therapeuten, Sozialarbeiten o.ä. Personen sein?

8 Antworten

Man darf sich gut gut verstehen und es ist hilfreich, wenn man sich gerne mag. Wenn es aus der Therapie zu einem privaten Verhältnis kommen sollte muss ein anderer Therapeut die Behandlung übernehmen. Patienten sind schnell mal versucht in ihrem Therapeuten etwas mehr zu sehen und vergessen, dass er zu allen Patienten ein einfühlsames Verhältnis aufbaut. Freunde sucht man sich ausserhalb der Praxis. Wenn sich Therapeut und Patient gut verstehen, heisst das noch lange nicht, dass es auch privat so wäre.

Zum Therapeuten sollte man stets ein distanziertes Verhältnis behalten, damit dieser unbeeinflusst von persönlichen Sympathien seine Arbeit machen kann. Ein Weihnachtsmann aus Schokolade ist das Äußerste. :-)

Privatgespräche sind nur in dem Rahmen erlaubt, wie es zur Auflockerung oder Beruhigung der Gesprächsatmosphäre dienlich ist.

Das ist ein schwieriger Sachverhalt. Ich selbst bin im sozialen Bereich tätig und habe es schon des Öfteren erlebt, dass Klienten Grenzen überschreiten wollen. Die professionelle Distanz muss in jedem Fall gewahrt werden. Das bedeutet, der Therapeut oä sollte dies thematisieren, wenn es zu einer Grenzüberschreitung kommt. Natürlich kann man mal was persönliches von sich erzählen. Aber auch hier gilt: Distanz wahren. Der Sinn einer Therapie etc. ist eben Hilfe zur Selbsthilfe. Oft kann es geschehen, dass es zu einer Art Abhängigkeitsverhältnis zum Therapeuten kommt. Sprich: Der Klient kann nicht mehr ohne den Psychologen auskommen - baut auf dessen Rat, braucht Kontakt zu diesem, ist abhängig. Das obliegt dann in der Verantwortung des Professionellen, dies rechtzeitig zu unterbinden, so dass es zu keiner Abhängigkeit kommt. Das sollte im Treffen mit dem Klienten angesprochen, thematisiert und Ratschläge gegeben werden.
Außerhalb der beruflichen Termine sollte man sich nicht treffen. Grenze zwischen beruflich und privat sollte man ziehen können.

Findet ihr meine Emai in Ordnung?

Hallo zusammen,

Ich habe meiner Therapeutin nach der Therapiesitzung eine Mail geschrieben, da sie jetzt zwei Wochen im Urlaub ist und ich in der Sitzung nicht dazu gekommen bin. Ich hatte am Montag meine Sitzung und am Dienstag habe ich ihr geschrieben. Der Freitag war ihr letzter Tag. Derzeit habe ich sehr starke Einsamkeitsgefühle die aus der Kindheit kommen.

Ich hatte ihr eine Frage gestellt und mitgeteilt, dass mir die Termine und der Austausch fehlen werden.

Findet ihr es egoistisch? Jemand anders hat in einem Forum geschrieben:

"Ich empfinde es als totale Grenzüberschreitung und Distanzlosigkeit, seinem Therapeuten im Urlaub oder unmittelbar kurz davor zu schreiben, er/sie würde einem fehlen. Das sollte man dann in der letzten Therapiestunde ansprechen, wo noch Zeit ist, nicht kurz vorm Urlaub. Das macht total Druck, verhindert ihre Rechte und ist sehr egoistisch."

Ich fühle mich etwas verunsichert. Findet ihr dass es zu unpassend ist und zu weit gegangen ist.

Ich habe ein sehr großes Vertrauen zu ihr. Sie ist eine Bezugspersonen für mich und es tut mir sehr gut, dass ich mich auf sie verlassen kann und eine Beziehung entstanden ist. Es ist eine professionelle therapeutische Beziehung entstanden. Meine Therapeutin gibt mir das, was ich nicht erfahren konnte. Nämlich, Vertrauen, Sicherheit und Halt.

Meine Zweifel rühren daher, weil ich das Gefühl habe, dass man solche Worte eher an Privatkontakte wie Freunde, Verwandte etc. und nicht an neutrale Personen wie Therapeuten richtet. Dass man den Austausch mit jemanden vermissen und sich einsam fühlen wird, hat ja etwas Emotionales und Persönliches.

Jemand hat mir gesagt, dass sie es aber in Ordnung findet, dass ich es geschrieben habe, denn es entspricht ja der Wahrheit und zeigt der Therapeutin deutlich, dass ich sie noch brauche. Dass ich sie nervst, brauche ich mir keine Sorgen zu machen, sie kann bestimmt damit umgehen. Es muss mir auch nicht peinlich sein.

Aber irgendwie bin ich der Meinung, dass sie das nicht unpassend findet. Denn sie weiß ja auch, warum ich mich zu ihr so nahe fühle, warum sie und ihre Unterstützung für mich so wichtig ist.

Dass es mir sehr gut tut und Vertrauen gibt, dass sie da ist und an meiner Seite steht. Sie hat auch andere Dinge gelesen. Ich hatte dem MDK mal eine Stellungnahme geschrieben, da die Psychotherapie abgelehnt wurde und ich meine Meinung dazu geäußert habe.

In der Stellungnahme stand:

Ich habe erst durch die Therapie eine Vertrauensperson gefunden und lernte durch meine Therapeutin zu vertrauen und bekam die Gegebenheit über meine Gefühle offen zu sprechen/ meinen Gefühlen Raum zu geben. Die Therapie bei meiner Therapeutin betrachte ich, wie ein sicherer Hafen. In der Angst sie und ihre Unterstützung zu verlieren, fühle ich mich überfordert, weil die Therapie/ meine Therapeutin mir ermöglicht, die fehlende emotionale Unterstützung/ Bindung auszugleichen

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aber weil mir die menschen ja helfen und gutes tun habe ich oft das bedürfnis mich auch nach ihrem wohlbefinden zu erkundigen. aber ich denk mir dann immer, hmm, es geht doch jetzt eigentlich um dich.

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Zählt man Therapeuten auch zu den wichtigen Personen oder sollte es außerhalb sein.

Glaubt ihr die Beziehung zwischen Therapeut und Klient ist beidseitig? Und wenn ja warum! Ich bin der Meinung dass Therapeuten automatisch zu den wichtigsten Personen zählen.

Was meint ihr? Vielen lieben Dank :) Liebe Grüße

Nil

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