In der zweiten Amtsperiode von Donald Trump als US-Präsident gibt es bedeutsame Änderungen für ausländische Reisende, die auch Touristen betreffen, also ebenso EU-Europäer, die sich in USA zu Urlaubszwecken aufhalten.
Zum einen mitunter die Antragstellung für eine Einreisegenehmigung, ESTA genannt, die nunmehr auf deftige $40 (ca. 33,70€) pro Person gestiegen ist und zukünftig noch mehr Fragen beinhaltet als bisher, z. B. nach der konkreten Social Media Nutzung. Schlimmer sieht es noch mit dem Touristen-Visum für längere Aufenthalte aus.
Zum anderen exorbitant hohe Eintritte für etliche Nationalparks der USA für Besucher ohne US-Staatsbürgerschaft. Wer z. B. als Paar nur den Grand Canyon besucht, zahlt nicht $35 wie US-Bürger (ca. 29,50€), sondern $235 (ca. 198,10€). Das ist das 6,7- fache. Von einem Aufpreis kann dabei keine Rede mehr sein, das kommt fast einer Strafgebühr gleich.
Schon bemerkenswert, da ausländische Besucher zu Dutzenden Millionen jedes Jahr viel Geld ins Land bringen, Umsätze, Gewinne und Steueraufkommen generieren, Arbeitsplätze bei Privatunternehmen und Behörden sichern. Im Gegenzug aber viele steuerfinanzierte staatliche Leistungen wie das Schulsystem usw. von Auslandstouristen gar nicht oder kaum in Anspruch genommen werden.
Vermutet ihr, dass die Trump-Regierung damit nur Mehreinnahmen und mehr Sicherheit generieren und ihre „America First“-Politik öffentlichkeitswirksam vor den Wählern demonstrieren möchte?
Oder meint ihr, dass es auch darum geht, Ausländer tatsächlich von Reisen nach USA abzuhalten und diese Art von US-Tourismus spürbar einzudämmen, wobei die Verhaftungen von Ausländern an den Grenzen gut ins Bild passen würden?
P.S.: Das US-Einreise-System und das Nationalpark-System sind hoch komplex. Eine eingehendere Erläuterung würde hier den Rahmen sprengen und nichts zur Fragestellung und Beantwortung beitragen.