Wie schreibt man, in einer Mail, eine korrekte Anrede?

12 Antworten

Hi GaiJin,

das ist eine durchaus interessante Frage!

Ich würde sagen: Ja man kann inzwischen auf verschiedene (auch modernere) Floskeln zurückgreifen. Dabei würde ich jedoch immer beachten an welche Institution die Nachricht gerichtet ist so ist es zum Beispiel unpassend eine juristische Kanzlei mit Guten Tag xxx-Team anzuschreiben! Solltest du jedoch ein Newsblatt oder einen Verlag (wie z.B. GameStar) anschreiben ist die Anrede "Guten Tag liebes Team von GameStar" durchaus passend.

Du solltest dir bei deiner Wahl der Anrede auch über die Wirkung bewusst sein die herkömmliche Floskel "Sehr geehrte Damen und Herren" wirkt eher diskret, rücksichtsvoll und braver wohingegen "Guten Tag xxx-Team" etwas lockerer, moderner und etwas frischer rüberkommt. Solltest du die Floskel für eine Bewerbung benutzen, würde ich beachten ob die Institution eher junge Leute, mit viel eigener Power sucht um etwas "frischen Wind" in das Unternehmen zu bringen oder ob es sich um einen konventionellen Betrieb handelt, der eher formgebunden arbeitet.

Solltest du dir jedoch nicht ganz sicher sein kannst du mit der herkömmlichen Floskel "Sehr geehrte Damen und Herren" grundlegend nichts falsch machen.

Ich hoffe ich konnte helfen!

Grüße

peep600

Danke! für die lange und (ziemlich) aussagekräftige Antwort!

Gut, bei Bewerbungen und/oder ähnlichen denke ich mal, ist es unstrittig, dass man gewisse Höflichkeitsfloskeln nutzen sollte...

Denke auch im Umgang mit Behörden oder (sogenannten) seriösen Firmen (wie eben Anwälte, Ärzte usw.) (was NICHT bedeutet, das andere Firmen/Institutionen nicht seriös sind), sollte man schon eine bestimmte Form wahren!

Z.B. schreibe ich "meinen" Arzt bzw. das Sprechstunden-Team, auch anders an, als wenn es um iwas mit der Schule geht!

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Ich sehe es so, ich "rede" die Email-Empfänger (Firma, Kontaktformular) immer mit >>Sehr geehrte Damen und Herren<< an, wenn mir der konkrete Ansprechpartner unbekannt ist. Dann mit >>Sehr geehrte/r Herr/Frau<<.

Die Assistentinnen bei der Arztpraxis, persönlichen Sachbearbeiter, Lehrer von der Schule u. s. w. (die ich alle persönlich vom sehen kenne), "spreche" ich auch mal mit Guten Tag an und ende, je nachdem wie die "Schriftsprache" zueinander ist auch mal mit >>herzliche Grüße....<<

WER hat nun recht bzw. ist es heute wirklich so "locker" geworden, dass man auf diese Höflichkeitsfloskel verzichtet?

Tatsächlich "zucke" ich in letzter Zeit öfters zusammen, weil das in den letzten Monaten vermehrt vorkommt, wenn ich auf meine formelle (m.E.) Email, ohne die Person jemals gesehen zu haben, eine fast persönliche Antwort erhalten à la Liebe...

Vielleicht ist mir das entgangen (so alt bin ich eigentlich noch nicht ;) ) und es ist tatsächlich neu, so wie Dein Freund es schildert.

Kann dem nur zustimmen!

Je nachdem wie gut/persl. ich die entsprechenden Leute kenne, auch in "geschäftlichen" Bereich, gestalte ich MEINE Anrede individuell!

Wie beim peep600 geschrieben, so ist die Anrede der Damen bei "meinen" Arzt anders, als wenn ich mich mit der Schule auseinander setzen muss oder mit Behörden zu tun habe...

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Zusätzliche Rechtschreibreform?

Davon habe ich bisher aber nichts gehört.

Leider bürgern sich beim E-Mail-Versand lockere Sitten ein - als ob geschäftlich versandte E-Mails keine Geschäftskorrespondenz, sondern eine Art informelles Telefonat seien.

Das ist m.E völlliger Blödsinn. Selbstverständlich verwendet man die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren", wenn man den Mailempfänger nicht namentlich kennt und deshalb nicht "Sehr geehrter Herr  ...." bzw. "Frau" schreiben kann.

Das unsägliche "Hallo, liebes sonstwas-Team" und dessen Derivate ist Watsäpp-Stil und kann den tumben Teenies vorbehalten bleiben. Die reden ohnenhin überwiegend Deppendeutsch, vulgo Denglisch.

Und natürlich gehört auch eine anständige Grußformel unter den Text, wobei man schon etwas variabel sein kann. Anstatt des stereotypen "Mit freundlichen Grüßen" ist z.B. "Viele Grüße aus Hamburg von ....." durchaus salonfähig.

Uih...  :-)

Nene, rennst bei MIR nur "offene Türen" ein mit Deinen Denken!

Sehe es genau so...

Frage mich bloß, wie so jemand einen Kurs leiten kann, der Leuten dabei helfen soll, Ihre Kommunikation aufzufrischen!?

Wie schon geschrieben, das mit einer neuen/zusätzlichen Rechtschreibreform wäre mir auch neu, war wohl nur eine Art der Untermauerung, um den ganzen eine Art "seriösen Anstrich" u verleihen!

`kay, was das denglish oder kanacksprech betrifft, lasse ich (lieber) jedes Statement sein, bevor ich etwas schreibe, das ich NICHT bereuen würde!  :-)

Bekomme immer ´ne Krise, wenn ich von unseren Lütten (und seinen Kumpels) sowas höre wie "Lass Schulhof..."  *grrrrrrrrrrrr*

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Also meiner Meinung nach sollte man die von dir genannten Floskeln nur dann verwenden, wenn man in irgendeiner Beziehung zum Gegenüber steht (z.B.: innerhalb einer Firma mit unterschiedlichen Abteilungen), aber ansonsten die gewohnte Anrede. Das ist meine Meinung, von irgendwelchen Reformen weiß ich nichts! :)

Eben!  :-)

Meine auch (in den letzten Jahren) nichts mitbekommen zu haben, das sich da iwas getan hat!

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@GaiJin

Außerdem kann im Zweifelsfall (zu) höflich und förmlich so und so nicht schaden! ;)

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Möchte mich bei allen die geantwortet haben und Ihre Sichtweise dargestellt haben bedanken!

Sind viele verschiedene Antworten, aber im großen und ganzen geht der Grundtenor schon in eine Richtung!

Bin der Meinung, OHNE es wertend zu meinen, das die Antworten (zum Teil) auch vom Alter abhängig sind!

THX! & Gruß,

GaiJin

Hier bedankt sich der Fragesteller

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