Wie nennt man Menschen, die immer in Gruppen übersehen werden, nicht wegen der Körpergröße, sonden beim Betreten des Raumes von niemand bemerkt werden?

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45 Antworten

Ja!

Es gibt Menschen, die man kaum wahrnimmt.. wir hatten in der Berufsschule selbst einen sehr ruhigen Mitschüler, bei dem kein Lehrer merkte, wenn er denn mal nicht da war. Das ist mehrfach passiert, etwa wenn er krank war. Uns in der Klasse fiel das auf, aber den Lehrern nicht.

Jener Mitschüler fand im Grunde, wenn man das so sagen kann, nicht statt. Er kam zweimal die Woche zum Unterricht, saß die Zeit ab, verrichtete seine Aufgaben und ging wieder nach Hause. Zu vereinzelten Schülern pflegte er zwar Kontakte, bei den Lehrern war er sehr zurückhaltend. Er meldete sich nie, sprach von sich aus kein Wort, wenn er aufgerufen wurde redete er wirklich nur soviel wie er musste.. im ersten Jahr hatten wir auch einen Fachlehrer, der sich den Namen des Schülers nicht merken konnte, weil er eben einfach nicht auffiel.

Er saß ganz hinten, er kleidete sich sehr unauffällig, er hatte keine signifikaten Merkmale oder Hobbys die er nach außen trug.. der ging mit uns zwar drei Jahre lang wöchentlich in die Berufsschule, aber hinterher kannte ihn keiner so richtig.. in der Abschlusszeitung wusste ich absolut nicht, was ich schreiben sollte. Ich hatte mit dem 2-3 mal geredet, mehr aber nicht. Ich kannte den kaum außer seinen "Daten" wie Wohnort, Geburtstag oder Ausbildungsbetrieb. Er interessierte sich außer "dienstlichem" Wege nicht für die Klasse ohne dass er böse mit uns gewesen wäre, und er gehörte irgendwie auch nicht zur Klassengemeinschaft: Am Wandertag trottete er im Mittelfeld mit, ohne dass er mit anderen redete, anschließend saß er in der Kneipe zwar mit an einem Tisch, aber er trank hier einfach seine Cola/Limo usw. und "war halt da". Wäre er nicht da gesessen, es wäre genauso gewesen!

Es gibt wirklich Leute, die man einfach nicht wahrnimmt. Meist drängen sie sich aber selbst in eine solche Rolle, indem sie sich nicht zur Gemeinschaft dazugehörigfühlen, sich ausgliedern, keine sozialen Kontakte pflegen & auch durch ihr äußerliches Erscheinungsbild nicht aus der Reihe fallen.. ich erinnere mich an der Berufsschule an einen Schüler, der mit einem Alu-Aktenkoffer und im Sakko gekommen ist.. den kannte jeder an der Schule, evtl. auch ohne mit ihm geredet zu haben, weil er einfach durch seine optische Präsenz schon aus der Reihe fiel.

Aber jemand, der nicht auffällt, der sich nirgendwo eingliedert, wird auch gern übersehen.. ich finde, dass ein Mensch stets die Initiative von sich aus haben muss auf andere zuzugehen.. und wenn er diese nicht zeigt, vergrößert das die Gefahr, dass er nicht erkannt wird oder einfach in der Masse untergeht im Sinne von "der ist ja auch noch da".

Was hier passiert ist, das ist ohne Frage sehr tragisch. Wenn jemand erstmal soweit ist, dass er sich das Leben nimmt, ist er ganz weit unten & denkt nur noch an sich, will nur noch "Erlösung" durch den Tod. Zum Thema Facebook habe ich die Meinung, dass 500 Facebookfreunde einen Menschen genauso einsam machen können wie fünf Freunde auf Facebook: Das ist kein Indikator für Einsamkeit und/oder gesellschaftliches Ansehen/Beliebtheit.. was ist wenn er diese 500 Freunde gar nicht kannte z.B.?!
Einsam kann er also trotzdessen gewesen sein!

Allerdings: Macht euch bitte keinerlei Vorwürfe!

Ich wünsche alles Gute & hoffe, dass mein langer Kommentar in irgendeiner Weise helfen konnte.

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Kommentar von LeylaU
24.11.2015, 17:30

Stimmt, man muss sich keine Vorwürfe machen, aber es einfach so hin nehmen muss man auch nicht. Und was du geschrieben hast, dass er sich nicht für die Klasse interessiert hat, stimmt vielleicht gar nicht. Wenn er so schüchtern war, hat er sich vielleicht einfach nicht getraut! Ich hatte mal ein Mädel in der Klasse die auch nicht sonderlich aufgefallen ist und mir auch nicht besonders sympathisch schien und zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich mich nicht mal zu ihr hingestellt und mit ihr geredet habe oder so! Irgendwann hat sie dann "zum Glück" geweint und dann habe ich mit ihr geredet usw., mittlerweile sind wir befreundet und sie ist total cool und lustig! Es regt mich echt auf, dass man immer denkt, dass schüchterne Menschen nicht lustig sondern langweilig und so sind. Fast alle Menschen können lustig sein, zumindest die die ich kennen gelernt habe. Wenn sie sich in einem sicheren Rahmen aufhalten, in dem sie sich wohl fühlen. Also wenn ich so überlege, dann sollte man doch sich Vorwürfe machen, zumindest wenn man es beim nächsten Mal nicht besser macht. 

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Ob es dafür einen Namen gibt, weiß ich nicht.Ich vermute, dieses Phänomen hat verschiedene Ursachen, aber eine könnte sein, dass sich heute jeder interessant macht. Man ist gewöhnt, auf sich aufmerksam zu machen, man schließt sich Leuten mit gleichen Interessen an und redet über seinen Tagesablauf, seine Interessen, seinen Frust, alles, was man erlebt, gesehen, gelesen hat, macht flappsige Bemerkungen, Witze, regt sich über Leute (Lehrer etc.) auf. Damit bleibt man Leuten auch im Gedächtnis.

 Wenn nun einer schon von Haus aus nicht außergewöhnlich aussieht und sich auch nicht außergewöhnlich kleidet oder frisiert, sich nicht selbst ins Gespräch einbringt, selten etwas sagt, nicht offen auf andere Menschen zugeht (aus Schüchternheit), keine Initiative zeigt, so dass man von ihm wenig weiß - dann vergisst und übersieht man ihn leicht.

Allerdings darf sich das ein Lehrer von Berufs wegen nicht leisten! Der muss ja jeden Schüler mündlich bewerten, dem darf nicht einfach 9 Tage lang nicht auffallen, dass da einer fehlt (wurde die Anwesenheit nicht überprüft?)!

Ich weiß allerdings von einer Klasse, in der ein halbes Jahr ein Schüler unter dem falschen Geschlecht geführt wurde. Das fiel immer mal wieder auf, aber die Klassenkameraden dachten, dass es ein böser "Scherz" eines Lehrers sei. Erst bei Zeugnisvergabe fiel auf, dass diese Schüler ein Junge und kein Mädchen sei und der Lehrer wohl anfangs den Namen falsch und später nicht mehr korrekt (nach-) gelesen hatte.Wie man so etwas verhindern kann?Menschen bleiben nur farblos, wenn man sie nicht kennt. Wenn man sich wirklich für einen anderen interessiert - aus Prinzip - einfach immer mal wieder bei Gelegenheit nach seinen Interessen, seiner Meinung etc. fragt, dann lernt man ihn viel individueller kennen und bemerkt ihn auch ganz anders.Dein Mitschüler wird jemand gewesen sein, der funktioniert hat, der sich nie hervorgetan hat, der sich nicht in den Unterricht oder die Wohngruppe eingebracht hat und daher nur nebenbei bemerkt wurde.

Bei der Klassenfahrt wundern mich aber zwei Aspekte:

1. zählt der Lehrer doch vor der Abfahrt normalerweise durch und spätestens dann würde auffallen, dass einer fehlt und

 2. schläft man doch im Gemeinschaftszimmer - schaut man nicht automatisch vor der Abfahrt nach seinen Zimmergenossen? Musste man nicht mal in Gruppen in die Stadt etc. gehen und konnte dort den Mitschüler etwas näher kennenlernen? Saß der abends immer still auf seinem Bett? Hat man abends im Zimmer nicht geredet, gegessen, Musik gehört etc.? Hat er sich dabei zurückgezogen oder wurde er aktiv ausgeschlossen, also nicht mit ins Gespräch einbezogen?In größeren Gruppen bilden sich normalerweise kleinere Gruppen - Cliquen - und in diesen wiederum "strahlende" Menschen mit Mitläufer. 

Wer in keiner Clique im weitesten Sinne ist und sich nicht bemerkbar macht, also nur Mitläufer ist, wird leicht übersehen - besonders, wenn er anderweitig nicht auffällt durch außergewöhnliche Kleidung, Vorlieben, Interessen, Sprache, Fähigkeiten etc.Und ja, das passiert immer wieder in größeren Gruppen aller Art. Manchmal wird es unterschiedlich interpretiert, z.B. als Arroganz, Überlegenheit, Desinteresse. Wer sich nicht einbringt und in Erinnerung hält, der wird leicht übersehen - besonders in unserer auf Aufmerksamkeit ausgelegte Zeit.

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Kommentar von Kenzono
03.11.2015, 20:14

Deinen 2.ten Punkt.. das wundert mich auch. Egal wie schüchtern oder introvertiert manche Klassekameraden waren, geredet hat man doch immer mehr mit seinen Zimmergenossen.

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Jau, kenn ich, das geht mir selber auch so. In der Schule war ich immer unsichtbar, ich wollte allerdings auch nichts mit den anderen zu tun haben und habs immer hinbekommen, alle nötigen Infos selbst zu beschaffen. 

Wenn ich mit einer Gruppe im Restaurant bin und alle bestellen, werd ich immer mal wieder vergessen. Wenn mehrere Leute im Kreis stehen und reden und ich versuche, mich dazuzugesellen, steh ich doch nur außerhalb des Kreises und komm nicht rein. Beim Rumlaufen zu dritt bin ich immer die, die hinter den beiden anderen herläuft. Wenn ich irgendwo stehe (ich geb mir Mühe, nicht im Weg zu stehen), werd ich sehr häufig angerempelt oder Leute erschrecken sich, wenn sie mich sehen und meinen dann, ich sei "plötzlich" aufgetaucht, auch wenn ich schon ne Weile da stand.

Naja, ich bin halt ziemlich ruhig und schüchtern und versuch nicht aufzufallen, aber dass das so viel Erfolg hat, wundert mich immer wieder.

Dafür ist es dann umso besser, wenn man mal was sagt/tut, z. B. eine Schlägerei beendet oder als Einziger weiß, wer Roy Buchanan ist oder alles mögliche andere, denn die Stillen werden grundsätzlich gnadenlos unterschätzt.

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Kommentar von Pixlion
26.11.2015, 14:03

Ja und da bist du auch nicht alleine damit. Aber nach meinen Erfahrungen ist es auch sehr schwierig etwas 'auffallen' zu wollen, da man oft übergangen wird, wie das auch wie du schon erwähnt hast mit den Bestellungen in einem Restaurant passiert.

Was mich dabei aber immer fasziniert ist die Tatsache, dass zumindest die Bedienung in so einem Restaurant eigentlich keinen 'vorherigen Eindruck' von dir hat, also selbst wenn du in dem Moment in dem sie die Bestellungen aufnimmt nichts sagst, dann sollte sie das doch nicht gewohnt sein?

Unsichtbar sein ist manchmal wirklich seltsam aber wie du schon sagtest, es ist faszinierend, wie gut das 'nicht auffallen' oftmals funktioniert.

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Hallo!

Ich finde die Geschichte um deinen Mitschüler sehr traurig! Sehr schade, dass er selbst von seinen Lehrern und Betreuern übersehen wurde! Natürlich sind 36 Schüler in einer Klasse nicht wenig, aber trotzdem frage ich mich, warum er niemandem aufgefallen ist. Selbst die schüchternen Menschen fallen irgendwann mal auf. Ich bin selbst ruhig und trotzdem nehmen mich meine Mitschüler und Lehrer einigermaßen wahr. Zwar nicht so sehr wie die, die viel reden, aber trotzdem wissen sie, wer ich bin. 

Und was ist das für ein Lehrer, der ein Schüler nach der Klassenfahrt zurücklässt, ohne es zu bemerken? Normalerweise müsste er durchzählen, ob alle vollständig da sind. Sehr seltsam! Auch das mit den Betreuern aus seiner Wohngruppe, die gar nicht seine Abwesenheit gemerkt haben, finde ich komisch. 

Mir tut der Junge sehr leid, dass er so einsam und unscheinbar war! Wenn ihr mit ihm ein "Hallo" ausgetauscht habt, dann habt ihr ihn zumindest ein bisschen wahrgenommen. Warum seid ihr nicht auf ihn zugegangen, um ihn aus seiner Einsamkeit rauszuholen? Auch die Lehrer hätten mehr auf ihn aufmerksam sein und ihm helfen sollen. 

Die Anzahl der Facebook-Freunde sagt nicht aus, wie beliebt der User ist. Heutzutage ist es mode, dass die meisten User mehrere hunderte Freunde auf Facebook haben. Die meisten kennen sie wahrscheinlich gar nicht oder nur flüchtig. Aber seine vielen Freunde auf Facebook sagen meiner Meinung nach schon aus, dass er nicht gerne einsam war und er darunter gelitten hat. 

Hier ist noch ein Link zu einer interessanten Seite, die über genau so etwas berichtet:

www.spiegel.de/spiegel/print/d-14024167.html

Grüße, Dreams97

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Kommentar von Chriwro
17.11.2015, 22:23

Das Problem bei Lehrern ist, das sie meistens nicht auf solche Fälle geschult wurden. Das hatte ich auch mal an einer Realschule an der ich ein halbes Jahr lang gemobbt wurde. Ich hab die Lehrer sogar gefragt ob sie vielleicht nicht eine spezielle Schulung gegen Mobbing machen könnten, sie meinten dass sei nicht nötig

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So etwas gibt es immer mal wieder,Du kannst in letzter Konsequenz zu keinem Ergebnis kommen.Ich zweifle allerdings an Deiner Darstellung.In einer Klassenfahrt befinden sich mindestens zwei Betreuer.In einer großen Klasse,36 Schüler (dürfte zudem nur unter außergewöhnlichen Umständen zulässig sein.) eher mehr Betreuer.Rein technisch ist es nicht möglich,die Vollzähligkeit einer derart großen Gruppe nach "die werden schon kommen,die kennen sich,sind zuverlässig" zu machen.Eine Liste wird vorgelesen,der steigt in den Bus ein,der vorgelesen wurde.Durch vier-Augen Prinzip wird sich gegenseitig überprüft.Alle anderen Möglichkeiten wären ähnlich.Natürlich gab es schon Fälle,wo Eltern Ihr Kind am Rasthof "vergessen"haben und dies am Urlaubsort bemerkten.Die Anforderungen in einer Schule und an Betreuer sind aber klar definiert.Wäre es so,wie Du schilderst,käme der Straftatbestand"fahrlässige Tötung",begangen durch extrem,grobe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht in Frage(Unterlassungsdelikt).Ein Gutachten über die psychologische Situation des Schülers wird mit Sicherheit gefordert werden.Nur das Alter des Schülers könnte,wenn er erwachsen wäre,die Sache relativieren.In einer Wohngruppe gibt es Freiräume,so das es sich hier nicht um ein Kontrollversagen/ Aufsichtspflichtverletzung handeln muß.Wenn doch,so hat es hinter dem des Leitenden der Fahrt,nur geringe Bedeutung.500 Facebook Freunde hat nur ein extrem auf die virtuelle Welt fixierter Mensch,oder ein Prominenter oder ein AngeberAlle diese Menschen können einsam sein,ohne das Du das bemerken könnetst.Das spricht dafür,das niemand von Euch auch nur irgend eine moralische Schuld an der Sache hat.Es ist bekannt,das psychische Probleme in unserer Zeit,neben Terrorismus und Kriegen,die Herausforderung unserer Zeit ist und und an unsere Grenzen der Möglichkeiten in therapeutischer ,wie finanzieller Hinsicht bringen wird.Nein,sowas kenne auch nicht nicht,aber ohne einen Fixpunkt,ein Raster,was man einfach braucht,kannst nicht vernünftig weiterkommen.Ablenkung,es als Schicksal auffassen kann zwar kaltherzig wirken,aber so einfach nüchtern notwendig sein.Ein Beispiel,das zeigt,das wir uns auf unsere eigenen Probleme konzentrieren müssen.als zu meinen ,diejenigen in aller Welt lösen zu wollen oder zu können.Liebe Grüße.

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Kommentar von SophSoph111
01.12.2015, 13:36

Ich zweifle allerdings an Deiner Darstellung.In einer Klassenfahrt befinden sich mindestens zwei Betreuer.In einer großen Klasse,36 Schüler (dürfte zudem nur unter außergewöhnlichen Umständen zulässig sein.) eher mehr Betreuer.Rein technisch ist es nicht möglich,die Vollzähligkeit einer derart großen Gruppe nach "die werden schon kommen,die kennen sich,sind zuverlässig" zu machen.Eine Liste wird vorgelesen,der steigt in den Bus ein,der vorgelesen wurde.

Das ist leider nur der Optimalfall. Wir waren 34 in der Klasse und auf unserer Klassenfahrt in der 9. (es waren auch zwei Lehrer dabei) wurde auch nie durchgezählt, es wurde nicht kontrolliert ob sich alle Schüler um 10 in ihren Bungalows befanden (was einige dann veranlasste sich bis 3, 4 uhr morgens in der Stadt volllaufen zu lassen) und die Lehrer verschwanden um Punkt 6 uhr abends nach dem Abendessen in ihren Bungalows und wurden bis zum Frühstück nicht mehr gesehen. Wenn dann jemand in der Klasse ist (war bei uns jetzt nicht der Fall), der sehr still ist und keine richtigen Freunde hat, kann es so leicht passieren (auch wenn es das natürlich nicht sollte!!), dass dieser jemand vergessen wird. Wenn auch eher selten, so gibt es unter Lehrern leider echte Negativbeispiele und das fördert dann dieses "Übersehen werden". Das mit der Wohngruppe finde ich dagegen auch eher seltsam. Aber manche Lehrer gehen leider nach dem Prinzip "die werden schon kommen, die sind ja schon groß".

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Das ist eine traurige Geschichte!

Sie bewegt mich deshalb zu einem Kommentar, weil ich mich (Begabung? Interesse?) mit Symptomen befasse; so habe ich in Erinnerung, dass bei einem ausgeprägten Vitamin B6-Mangel Menschen recht empfindlich, auch schmerzempfindlich reagieren, sich Namen und Gesichter nicht gut merken können, auch für ADHS ist dieser Mangel eine (Mit-)Ursache. (erforscht durch Prof. Kuklinski, mit Namen KRYPTOPYRROLURIE · Die vergessene Stoffwechselstörung ...- beim Googeln wird man mit diesen Suchbegriffen fündig) 

Je nach Ausprägung wäre dieser Mitschüler möglicherweise jemand gewesen, der das genaue Gegenteil von ADHS hatte - also um jeden Preis im Hintergrund bleiben wollte (in der 2. Reihe stehen), sich niemandem aufdrängen wollte, seine eigenen Interessen als für andere uninteressant bewerten. Unsicherheit im Umgang mit anderen, vielleicht im Elternhaus viel kritisiert worden ('sei anders, als du bist!'  - ich kenne das selbst). Es ist, wie wenn er im Dunkeln oder in der Dämmerung herumtappt - und niemand kommt mal und leuchtet ihn mit einer Taschenlampe an - irgendwann schwindet die Motivation zu leben.

Ich kann berichten, dass ich in einer ähnlichen Situation kürzlich aus einer Yogagruppe ausgestiegen bin, als ich feststellte, dass (über mehrere Jahre) ständig mein Platz in der Runde von anderen besetzt wurde - mal wollte einer seinen Platz wechseln, mal kam jemand neu hinzu und dachte, der Platz sei frei - und niemand sagte, dass dieser Platz meiner ist. Ich habe versucht, diesen Platz zu verteidigen, Resultat: die Trainingsleiterin ließ alle darüber abstimmen, ob man auch mal den Platz tauschen sollte oder nicht - aber um deren Plätze ging es gar nicht, sondern um meinen. Dabei waren in der großen Runde (ca. 16 Teilnehmerinnen) immer mindestens zwei Plätze nicht besetzt und hätten zur Verfügung gestanden - aber nein, es musste MEIN Platz sein. Ich empfand die ständige Wiederholung dann als Missachtung meiner Person und meines Willens - schließlich wollte ich Yoga zur Entspannung machen - und so habe ich mich abgemeldet. Ein bisschen scheint mir, dass hier ein ähnlicher Umgang herrschte.

Ich kenne übrigens den Begriff 'Tarnkappensyndrom' - wenn z.B. im Restaurant andere, die später als man selbst gekommen sind, früher bedient werden.

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Hallo.

Ich hatte das gleiche Problem über Jahre, bzw. noch bis heute.
Bin deswegen auch schon durch schwere Depressionen gegangen und habe eine soziale Phobie entwickelt, was das ganze dann nochmal verschlimmert hat. Da die Menschen mich erst über Jahre gemieden und ignoriert haben - kam hinzu das mit zunehmender Dauer ich Angst vor Menschen bekommen habe.

Nach einem stationären Klinikaufenthalt hat sich das ganze nun gebessert.

Einen speziellen Namen gibt es meines Wissens nach nicht dafür. Man lebt einfach damit... Viele bis sie es eben nicht mehr können. Das Problem dabei ist, dass die Menschen die betroffen sind nicht nach Hilfe schreien.. Aber extrem auf Hilfe hoffen. Manchmal dauert das jedoch einfach zu lange, wie im beschriebenen Fall.

Man sollte immer auf so etwas achten. Wir sind nicht komisch weil wir schüchtern sind oder Angst haben.. Wir sind wie ihr, wie all jene die sich ins Rampenlicht stellen und dafür gemocht werden. Wir können es nur nicht zeigen, da wir es von Grund auf nicht anders kennen.

Viele Grüße

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Kommentar von LeylaU
24.11.2015, 17:39

Das ist schön, dass es dir besser geht :)

Ich glaube auch, dass im Grundegenommen alle Menschen ähnlich sind und ähnlich fühlen, nur manche sind halt eher ruhiger und andere sind eher out going. Und weder der ruhige oder schüchterne noch der extrovertiert Mensch ist mehr wert. 

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Kommentar von IRENEBOA
03.12.2015, 00:50

Sehr guter Kommentar - und absolut vonnöten. Jeder meint, heutzutage super extrovertiert und offen sein zu müssen - und beschwert sich dann über die fehlende Privatsphäre. Es gibt so viele Schattierungen des menschlichen Charakters, aber das menschliche Herdendurchschnittstier trottet eben dem am lautesten stampfenden Leithengst hinterher.

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Da könnte ich mich in die Reihe Stellen. Ich verlasse mich nur auf meine Frau und mein Kind. Freunde habe ich nicht. Jetzt verlässt mich meine Frau und damit auch mein 7 jähriges Kind. Da kommt man schonmal auf Selbstmordgedanken. Ein neues Glück, eine neue Beziehung ist nicht in Aussicht.

Ich wurde früher in der Schule auch gemoppt. Alle finden das lustig. Was in einer Seele abgeht, das ist allen egal.

Kinder sind grausam. Sie wissen nicht, wie man jemanden verletzen kann. Wenn sie älter werden, dann wissen Sie hoffentlich, was sie früher gemacht haben. Ich mußte erst 19 werden, um aus dem Ganzen raus zu kommen. Vorher.. das war die Hölle.

Wie gesagt... ich stand schon oft vor dem Selbstmord. Zum Glück lebe ich noch. Mein Leben hat eine Wende genommen. Ich habe gelernt, das das Leben weiter geht. Das irgend wann wieder etwas Gutes kommt.

Deine Schulkameradin hat sich umgebracht, weil niemand sie beachtet hat. Sie war verzweifelt. Ich kenne das. Ihr alle in der Schule seid Schuld an ihrem Tod. Hättet ihr sie mehr beachtet, dann hätte sie wohl noch mehr Lust gehabt, zu leben.

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Ich selbst war auch so einer und kann euch sagen, dass dies deprimierend ist. Seit mein bester Freund sich mit mir anfreundete nahm dies ein Ende. Trotzdem bin ich nicht wirklich ein nicht Gesprächiger Mensch geworden, da mich die Jugendthemen immer noch nicht ansprechen (für mein Geschmack viel zu "niveaulos" & zu viel unnötiger Inhalt. Mich interessieren Psychologie & Philosophie (weil ich ein Stummer und der Beobachter war) und Physik.

Nun ich will mal nicht mehr Infos über mich erzählen, solange ihr nicht Fragen habt und zum Punkt kommen.

**Was ich jedem mitteilen will ist, dass wir alle diese Leute in unseren Kreisen miteinbeziehen sollten und dessen Scheu beseitigen. Wir müssen alle Warmherzig miteinander umgehen und nicht auslachen ("Stumme" fühlen sich schnell beleidigt und enttäuscht, sie verstehen den Sozialkreis nicht (wirklich)), sie sind versonnen (Tagträumer & vergessen Umgebung)**

Sie denken viel tiefgründiger als die Meisten. Ich habe einen in der Klasse den ich miteinbezogen habe in meinen Freundeskreis. Mit ihm diskutierte ich auch darüber und fand heraus, dass er Gedankengänge hat, die ich früher hatte; wieso benehmen sich die so, was ist daran lustig was nicht, was geht ihnen durch den Kopf, wie verstehe ich sie, wieso bin ich... etc.
Ohne Verständnis kommt man nicht weiter, ohne den Sozialkreis die wir "gesprächigen" haben kommen sie auch nicht weiter. Hocken bleiben (im Sinne nicht miteinbezogen zu sein) führt wahrscheinlich zur Lebenslanger Depression, da unser Hirn sich bis ca. 18 Jahren entwickelt. 

Wie ihr vielleicht bemerkt habt rede ich ohne eine grammatischen Satz- und Logikreihenfolge. Das liegt daran, dass ich zu jedem Fachwort ein ganzes Buch schreiben  könnte mit 1000 Seiten. Ich würde gerne drüber diskutieren wenn ihr Fragen an mich oder an "Stumme" hat.

Tut mir leid wegen der Rechtschreibung & Grammatik, war sehr müde und philosophisch, wollte einfach den Text schreiben und diskutieren. :)

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Es ist schön, dass du über den Fall deines ehemaligen Klassenkameraden nachdenkst. Ja, das kommt öfters vor, dass schüchterne, stille Personen mit wenig Selbstvertrauen von ihren Mitmenschen nicht wahr genommen werden. Vielleicht könntest du in Zukunft deine Blicke mehr schweifen lassen, versuchen, aufmerksam auf deine Mitmenschen zu sein. Dann fällt dir auch eher jemand auf, der still am Rand steht und sich nicht äußert. Manche Menschen muss man ansprechen und ihnen ermöglichen, Vertrauen zum Gegenüber aufzubauen. Dieses,"das haben wir aber nicht gewusst", kommt häufiger vor. Wenn das dann für den einen oder den anderen zu einem Schlüsselerlebnis wird, wäre das gut.


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Graue Maus, unscheinbar, ruhig, unauffällig sind oft die Beschreibungen für Menschen, die nicht im Mittelpunkt stehen oder sich irgendwie bemerkbar machen. Auch von Schüchternheit wird gesprochenm, wenn Menschen sich zurückhalten und nicht aus der Menge hervorstechen.

Die Gründe für solch ein Verhalten sind vielfältig. Psychologen sprechen auch von Introvertiertheit (=in sich gekehrt) als Gegensatz von Extrovertiertheit (nach aussen gerichtet).

Es kann eine erblichen Veranlagung vorliegen oder auch Ängste und Erfahrungen aus der Erziehung.

Manche Menschen wollen auch nicht auffällig sein, während andere gerade darauf aus sind aufzufallen.

Ein Lehrer muß eigentlich soetwas erkennen und jeden Schüler im Blickfeld haben. Evtl. auch mal nachhaken ob da in seiner Schulklasse etwas nicht stimmt. Vielleicht Schüler dabei sind die aus der "Norm" fallen, will heißen zu ruhig sind oder übereifrig sich zur Geltung bringen.

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Ich verstehe dich nicht.

Ein Junge wird in seiner ganzen Schullaufbahn von seiner Klasse/seinem Lehrer ignoriert. Als er sich umbringt, interessieren sich alle plötzlich für ihn.

Mir kommt es ernsthaft so vor als ob du dich hier rechtfertigen würdest, weil du dich im Inneren schuldig fühlst, was meiner Ansicht nach ziemlich natürlich ist. Die Aufmerksamkeit, die er jetzt bekommt, hätte er jedoch vorher brauchen können und bringt nun nichts mehr. Mir kommt es wirklich so vor, als ob du das Thema benutzen würdest, um Bestätigung zu finden. Darauf zeigt auch deine Frage, die hinblicklich der Situation, die du beschrieben hast, unangebracht ist, hin. Ein Schüler, der von seinem Umfeld komplett ignoriert wird, begeht Selbstmord und du fragst, wie man diese Art von Menschen nennt. Das Ganze kommt mir stark vorgeheuchelt vor und ruft bei mir nur Unverständnis hervor.

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Kommentar von IRENEBOA
03.12.2015, 00:48

Deinen Beitrag möchte ich jetzt doch kommentieren. Ich kenne die von dem Fragesteller beschriebene Situation von anderen Menschen und finde, dass seine Schilderung NICHT darauf abzielt, eine Absolution im Nachhinein zu erheischen oder einfach nur zu erfahren, ob es denn einen festen Begriff für dieses „Syndrom“ gibt. Ich habe den Eindruck, der Fragesteller möchte echt dahinterkommen, wie so etwas möglich ist, und dabei kann ich keine Heuchelei entdecken. Ich möchte dir allerdings in einem beipflichten, und zwar bei dem Wörtchen „Unverständnis“. Nicht die Schilderung der Situation seitens Fragesteller ruft bei mir Unverständnis hervor, sondern die Tatsache, dass so etwas passiert ist – dass es über Jahre hinweg NIEMAND für nötig befunden hat, einfach mal die Augen und Ohren wirklich aufzusperren. Ich selbst gehöre meist nicht zu denjenigen, die einfach übersehen, übergangen, überstimmt werden – aber ich bin trotzdem ein sehr sozialer Mensch und interessiere mich sehr viel mehr für die so genannten Underdogs bzw. Außenseiter als für die Beliebten oder diejenigen, die mit dem allgemeinen Strom schwimmen. Das mag damit zu tun haben, dass ich in einem sagen wir „komplexen Umfeld“ aufgewachsen bin, in dem man mir neben preußischen Manieren, puritanischer Denkweise, druckreifem Hochdeutsch und von zwei Geschwistern ererbten Klamotten als Lehrerskind jede Menge Vorurteile entgegengebracht hat - positive wie auch negative. Dass jemand nicht auffallen möchte, kann vielerlei Gründe haben, angefangen mit einer schwierigen Familiensituation, in der man nur glimpflich wegkommt, wenn man nicht auffällt, über eine extrem schüchterne Persönlichkeit. Ich für meinen Teil habe es immer gehasst, allein wegen meiner „Herkunft“, meiner Familie, meiner Art zu sprechen, meiner Größe (1,80 m, blond), meiner sportlichen Aktivitäten (über 15 Jahre Karate, dann Ballett - und jetzt Lindy-Hop, aber als Leader), meiner Vorlieben für Autos (vor allem Maserati), meines Berufs, meiner Nationalität oder meiner Hautfarbe in eine oder die andere Schublage (gerne auch von den eigenen Landsleuten) gestopft zu werden. Was ich zunehmend vermisse, und ja, damit meine ich „heutzutage“, denn in meiner Jugend gab es noch keine Computer, Handys und auch kein Internet, ist einfach die Neugier, das Interesse an dem, was man nicht kennt oder nicht versteht. Ich selbst bin extrovertiert und sehr gerne mit Menschen zusammen, wenn ich das aus freien Stücken entscheiden kann, auch mit solchen, deren Sprache ich nicht spreche: Ein Stück Papier oder ein Telefon mit Kamera wirken Wunder. Ich habe aber von meiner (wohlgemerkt „komplexen“) Familie eines mitbekommen, nämlich dass Kleider nur dann Leute machen, wenn die Leute sich auf den ersten Eindruck oder das Hörensagen verlassen. Ich glaube, dass es extrem wenig Menschen gibt, die tatsächlich uninteressant, langweilig und überhaupt naja sind. Ich muss den Meinungen anderer ja nicht beipflichten, aber ich kann doch durchaus mittels (gesunder) Neugier einfach den neuen Klassenkameraden/Studienkollegen/Arbeitskollegen (oder dessen weibliche Version) ansprechen und sagen: „Hey, wir sind jetzt seit xxx Tagen/Wochen in derselben Klassen/in demselben Kurs/arbeiten in derselben Abteilung und ich weiß ABSOLUT nichts von dir. Erzähl mal von dir.“ Dass dass nirgendwo einfach mal auch in Betracht gezogen wurde, finde ich erschrecken. Extrem unauffällige Menschen haben doch auch ein Charisma - eines, dass sich durch chamäleonhafte Unauffälligkeit bemerkbar macht. Gerade das finde ich zum Beispiel recht interessant. Häufig unterschätzt man diese Menschen ganz, ganz gewaltig.
Einfach mal mehr Mensch sein und weniger Herdentier. Ist mir doch schnuppe, was die anderen denken. Ich bin neugierig auf Menschen.

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Hallo, ich glaube nciht das das einen Namen hat, bin mir aber nicht sicher, was ich sehr wohl weiß das es Menschen gibt die "untergehen", aber gerade diese stillen Leute sind oft die tiefen Wasser. Es ist schlimm das sich jemand das Leben genommen hat, egal ob er intorvertiert oder extroviert ist.

Nicht jeder der erxtrovertierter ist , sucht nur krampfhaft die aufmerksamkeit, oder umgekehrt der inrotvertierte überhaupt nicht, Ich denke das dies eine tragische Geschichte ist, deine Fage aber, oder das du dich damit beschäftigst wie das überhaupt passieren kann finde ich gut. Schuldgefühle aber sollten die Mitschüler nciht haben, denn das hat so weit wie ich das gelesen habe nichts mit Mobbing in dem Sinne zu tun, wenn niemand so wirklich im Kontakt zu dem Mitschüler war.

Die Pädaggen/ Lehrer sollten natürlcih schauen wie sie permanent einen SChüler übersehen konnten. Grüße

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Sowas wird es immer geben... Obwohl ich gedacht habe jeden aus meiner Schule zu kennen, habe ich mehr oder weniger täglich Leute getroffen die mit mir in Französisch waren... Naja ich war ziemlich auffällig, aber andere offensichtlich nicht. 

Zu dem Jungen der sich das Leben genommen hat: Ob man jetzt anhand von Facebook-Freunden die sozialen Fähigkeiten eines Menschen messen sollte, ist ziemlich fraglich. Ich hatte auch 500 Facebook-Freunde, und ich kannte jeden persönlich, aber von wievielen aus diesen 500 hab ich mich regelmäßig getroffen? Wenn es hoch kommt 1-2%. Klar trifft man auf den ein oder anderen und wechselt ein "Hallo" wie es bei dem Toten war, aber zu Freunden macht uns das nicht. Ich kann dir zwar nicht sagen wie man diese Art Mensch jetzt nennt, aber eins ist sicher, der Junge lebte mit 7 Milliarden Menschen auf dieser Welt und kannte keinen. Ohne soziale Kontakte geht der Mensch kaputt... Anscheinend hatte er keine Familie, keine Freunde und am schlimmsten keine Initiative auf andere Menschen zu gehen. 

Der Junge hatte einfach keinen Grund zum Leben... Wozu auch, er hatte ja offensichtlich niemanden, also wäre es auch nicht egoistisch sich das Leben zu nehmen.

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Ich hab schon  öfters mal beobachtet, dass bei bestimmten Leuten, die Türen, die mit Sensoren ausgestattet sind, nicht aufgehen. Das ist schon irgendwie komisch, weil es dann danach bei anderen Leuten sofort wieder klappte, also kein technisches Problem vorliegen konnte. Eventuell hat das auch ein wenig damit zu tun?

Der Sohn einer früheren Kollegin war auch eher so introvertiert und unauffällig. Meine Kollegin meinte manchmal, dass er einfach nur eine faule Socke wäre. Bei dem wurde später eine psychische Störung diagnostiziert, was meiner Kollegin gar nicht aufgefallen war. Der verbrachte dann längere Zeit in der Psychiarie und später in einer Wohngruppe für psychisch Kranke. Irgendwie komisch wirkte der schon auf mich, in den wenigen Augenblicken, die ich den mal gesehen habe, aber dass der so eine krasse Störung (Schizophrenie) hatte, darauf wäre ich auch nicht gekommen. Wohl sagte er manchmal so komisch wirres Zeug, was man aber eher als Witz auffassen konnte.

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Ich musste bei der frage direkt an einen (soweit ich weiß kinder-)film denken. Da ist ein Mädchen mit demselben problem, die wird dadurch sogar tatsächlich unsichtbar und wird als agentin rekrutiert. 

Is natürlich nicht realistisch aber die Inspiration zu dem film sind wahrscheinlich genau solche menschen

 In meine klasse geht auch ein Mädchen die das 'potenzial' hat so zu sein, allerdings saß sie ein ganzes jahr lang neben mir und ich bringe jeden zum reden. Sie ist mir zwar nicht sympathisch aber sie tut mir ein bisschen Leid da sie private probleme hat. Nach diesem jahr traut sie sich sogar von sich aus was zu sagen, solange nicht mehr als 3 Leute zuhören 

 Ich glaube sie freut sich darüber mit uns zu reden zwischendurch und sie bringt oft kekse oder sowas mit zur schule die sie großzügig verteilt und doe wir dann gemeinsam heimlich im Unterricht essen. 

Ich glaube deshalb macht sie das auch da so fast eine Gemeinschaft entsteht. 

Das Problem ist jetzt nur das sie vor angst verstummt wenn ein lehrer sie anspricht und sie nichts für die schule tut und deshalb sitzen bleiben wird. 

Ich hoffe in ihrer neuen klasse findet sie auch wen der mit ihr spricht.  

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Wie das passiert? Weil Leute nicht aufmerksam sind, weil jeder nur noch an sich und sein wohl denkt. Egoistisches Verhalten. Hart gesagt, ist aber so. Egal wer bei mir in der Klasse war, ich hab immer gleich bemerkt, ok der fehlt, die fehlt usw. Weil ich viel beobachte, auch Menschen die eigentlich " Außenseiter " sind bzw niemanden haben und keine Freunde. Und dein Lehrer hat hoffentlich richtig Stress bekommen! Wie kann man jemand vergessen? Die Schüler werden mehrmals durch gezählt. Und klar, er hat sich umgebracht nun denkt ihr erst nach? Denkt mal vorher nach. Der Junge ist sicher nicht der erste, der sich jemals deshalb umgebracht hat! Das geheuchelt kann man sich nun auch sparen. Sorry für diese Worte, aber meine Meinung. Habt euch auf deutsch gesagt, einen Dreck interessiert für jemanden und jetzt wo er tot ist machen Sie auf betroffen? Ja ne ist klar. Mehr denken und zwar vorher!!

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Kommentar von 3rosenrot3
17.11.2015, 23:33

Es ist leicht gesagt das man auf solche leute achten muss.  Aber man denkt ja die meiste Zeit nicht mal an die wenn überhaupt.  Und das hat auch garnix mit egoismus zutun. Wenn der klassenclown fehlen würde wäre es ja aufgefallen.  Es fällt ja wegen der unauffälligen person nicht auf. 

Es ist zwar traurig wie es gelaufen ist aber irgendwie ist es halt so. 

An einen jungen aus der Grundschule habe ich auch garkeine erinnerungen. Hab mich beim klassenfoto gewundert wer das ist. Und ich meinte das auch nicht böse.  Keine meiner Freundinnen kann sich an den erinnern also liegt es auch nicht an meinem Gedächtnis.  

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Kommentar von MrMarlboro
26.11.2015, 05:38

Du übertreibst jetzt. Man lebt sein Leben für sich, und nicht für Jemand anderes! Ich helfe gerne, aber biete meine Hilfe nicht an, wenn man sie nicht braucht. Egoistisch? - Nein. 

Apropro beobachten, ich beobachte meine Umgebung eigentlich ziemlich aufmerksam, und man kann nie davon ausgehen, dass nur weil Jemand immer alleine ist, sich gleich umbringen will, wo wären wir dann hier? In Japan ist das vielleicht so...

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Kommentar von 23Nema92
26.11.2015, 05:45

Du hast eindeutig meinen Text nicht verstanden. Habe nie gesagt, dass man vom beobachten sieht, wer sich umbringen will. ;)

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Heutzutage wird alles an Facebook gemessen,das finde ich eine erschreckende Entwicklung!Man kann 500 fremde hinzufügen um das Gefühl zu haben man kennt viele Menschen.

Das Problem der Menschheit ist,dass sich die meisten Menschen gar nicht mehr um andere kümmern oder sich für neue Menschen interessieren,dafür nehmen Smartphones etc viel zu viel Platz ein.

Viele Menschen sind einfach schüchtern und möchten nicht im Mittelpunkt stehen weil das unangenehm wäre.Allerdings sind es meist gerade die Menschen die es am meisten gebrauchen könnten,dass sich einfach mal jemand für sie interessiert,selbst ein kurzes Gespräch muntert auf.

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Sorry, es klingt sehr sehr unglaubwürdig. Und ja, es gibt Menschen die nicht auffallen, aber das er für alle wirklich wie Luft war ist unbegreiflich. Ich finde, das aus eurer Klasse keiner um ihn trauern sollte. und zwar nicht trauern, weil er es nicht verdient hat, sondern weil es jetzt zu spät ist. Er wird nicht mehr Lebendig. Es ist echt unter aller Sau, das keiner je auf ihn zugegangen ist. Und ich kann auch nicht glauben, das selbst die Lehrer und Betreuer keine Notiz von ihm nahmen.     

Wir haben jetzt gesehen das er über 500 Facebook Freunde hatte. Aber wenn er 500 Facebook Freunde hatte war trotzdem Einsam? Natürlich, wahrscheinlich, wenn es stimmt, hat er mit aller macht ''Freunde'' gesucht. Und Facebook ist ja nun wirklich kein Indiz dafür wie beliebt man ist. Lächerlich. Erst im nachhinein habt ihr sein Facebook Profil besucht. Wieso nicht vorher?

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Kommentar von Handwerkbursche
03.11.2015, 12:18

Sorry, es klingt sehr sehr unglaubwürdig.

Genau.

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Kommentar von Revedero
03.11.2015, 18:10

So unglaubwürdig ist das leider nicht. Ich hab es in der Schulzeit oft erlebt, dass ich ein paar Tage krank war und erst als mich der Lehrer ansprach, um mich im Klassenbuch einzutragen, wunderten sich alle so: Oh, stimmt, der war ja gar nicht da in den letzten Tagen...

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Ich kenne sowas nicht und finde es auch richtig beängstigend und traurig zugleich, wie mit den Jungen umgegangen wurde. Ist euch vielleicht niemals der Gedanke gekommen, dass es ein leiser Hilfeschrei war? Wenn er seine Ruhe hätte haben wollen, dann hätte er es euch schon gesagt, aber ihn wie einen Geist behandeln, ist schon richtig traurig. Bei euren Lehrern und den Betreuer fällt mir absolut nichts ein außer, dass die richtige Stümper sind und ihren Beruf verfehlt haben. Klar ist es eine sehr große Klasse, aber es muss doch eine Liste mit allen Namen geben. Tut mir leid, aber das kann ich einfach nicht verstehen.

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