Wie mit einem Mädchen umgehen deren Mutter gerade gestorben ist?

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9 Antworten

Hallo, ich kann dir hier (leider) aus eigener Erfahrung schreiben wie du am besten mit ihr umgehen solltest. Mein Vater ist gestorben als ich 10 Jahre alt war. Ich war damals auch für gute 2 Monate vom Unterricht freigestellt. Während meiner Abwesenheit wurde auch meine gesamte Klasse sowie Lehrer informiert, damit alle behutsam mit mir umgehen. In dieser schulfreien Zeit bin ich ca. 2 Wochen im abgedunkelten Zimmer weinend im Bett gelegen und habe fast die kompletten 2 Wochen sogut wie jede Nahrung verweigert. Ich wollte mit niemanden reden und habe mich komplett abgeschottet. Auch wenn das für viele extrem scheint war es das was ich in dem Moment gebraucht hab. Als ich nach den 2 Monaten wieder zur Schule bin war meine größte Angst, dass alle auf mich zustürmen und mich mit "wie gehts dir" oder "das wird schon wieder" überwerfen. Denn eins ist sicher - Es geht einem bei sowas immer mies und es wird auch nichtmehr alles gut. Wenn man ein Elternteil verliert ist das einfach schrecklich. Ich habe mich in der Schule nur meinen besten Freunden anvertraut wie sie mit mir umgehen sollen. Ich hab das "Vater" Thema lange Zeit totgeschwiegen. Erst ca. 4 Jahre später war ich wirklich in der Lage über meinen Vater zu sprechen ohne sofort in Tränen auszubrechen. Heute bin ich 24 und habe somit schon mehr Zeit auf Erden ohne als mit Vater verbracht und kann frei über das Thema reden. Das heißt aber nicht das ich nicht trauere. Ein Elternteil zu verlieren darüber kommt man nie richtig hinweg. Versuche einfach das Mädchen nicht zu sehr zu bedrängen. Solltest du dich mit Ihr unterhalten könntest du ihr folgenden Satz sagen: "Hi XXX - Ich weiß du willst das warscheinlich nicht hören aber das mit deiner Mutter tut mir leid. Ich will dass du weißt dass du gerne zu mir kommen kannst, wenn du jemanden zum reden brauchst" Lg

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Hallo,

Das ist natürlich sehr traurig, nachvollziehbar das es dem armen Mädchen nicht so gut geht.Ich würde dem Mädchen ganz normal begegnen,ist ja immer noch diesselbe Person, aber trotzdem auch eure Anteilnahme zum ausdruck bringen.  Wir hatten damals auch ein Mädchen in der Klasse, dessen Mutter verstorben war. Wir haben damals gemeinsam ein kleines Geschenk als kleinen trost gekauft ihr unser Beileid ausgesprochen und Unterstützung falls nötig zugesagt, aber ansonsten ganz normal behandelt wie vorher auch ( im Hinterkopf haben wir ihren Verlust natürlich behalten und waren etwas aufmerksamer, ob es ihr auchwirklich gut geht) Also teilt ihr ruhig euer Beileid mit, aber behandelt sie nicht bewusst anders oder gar nur "mit den seiden Handschuh"

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Mein Vater ist gestorben als ich 16 war. Im ersten Augenblick haben mich viele darauf angesprochen worauf ich natürlich sofort in Tränen ausbrach.

Viele von meinen Freunden haben darauf hin das Thema vermeidet im nachhinein haben sie dann erzählt das sie mich nicht traurig machen wollten. Was viele nicht verstehen ist, man denkt viel daran, auch heute noch nach 8 Jahren kann ich einfach Fernsehen und an ihn denken und fange dann an zu weinen.

Habt keine Angst davor sie ihn den Arm zu nehmen wenn sie das will. Und wenn Sie darüber reden will wird sie darüber reden. Und was ich damals als schlimm fand waren die Leute mit denen ich keinen Kontakt hatte sich aber dann eingeschleimt haben.

Sie wird traurig sein, sie wird weinen. Seit für sie da aber behandelt sie nicht wie eine Glaspuppe. Auch Ablenkung kann gut sein in solchen Momenten, ins Kino gehen oder shoppen. Jeder Mensch reagiert anders auf Trauer und auch auf Trauernde.

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Also meine Freundin hat auch Ihre Mutter verloren Leider.
Am besten ist es wenn du sie nicht bemltleidest denn meine Freundin hat mich gebeten normal mit Ihr umzugehen um es besser zu verarbeiten.
Außerdem redet sie mit mir über Ihre probleme es ist sehr wichtig Ihr zuzuhören und sie zu verstehen.
Ich und meine Freundin reden ab und zu über Ihre Mutter dass tud ihr gut.
So kann sie es auch am Besten verarbeiten
Wichtig ist gib Ihr zeit,hör Ihr zu wenn sie reden möchte rede mit Ihr und fang am Besten nich mit dem Thema an wenn sie darüber reden möchte meldet sie sich bestimmt bei dir .
So war es bei meiner Freundin

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Sprecht sie vielleicht nicht gleich darauf an, sondern wartet lieber bis sie anfängt davon zu reden. Seid für sie da, tröstet sie und hört ihr zu, aber drängt sie nicht. Unternehmt was mit ihr und lenkt sie ab.

Ich wünsche euch/ihr alles Gute :*

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Ganz normal, als ob man nichts wüsste. Wenn sie darüber reden möchte, oder gedrückt werden will, wird sie es von sich aus tun bzw. zeigen und dann hört man einfach zu und steht ihr bei.

Das ist oft ein Problem. Das soziale Umfeld will keinen Fehler machen und hält sich dann bewußt oder unbewußt fern. Damit wird dem Trauernden nur noch mehr gezeigt, dass man sich doch sehr einsam fühlen soll. Da liegt der Fehler.


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Ganz normal wie immer. Beileid bekunden und dann geht es weiter wie immer, vielleicht ne Zeit lang mit etwas mehr Rücksicht.

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Kommentar von 1Mika1
15.02.2016, 14:59

Das mit den Beileidsbekundungen ist so eine Sache...wenn ich von mir ausgehe, würde ich nicht unbedingt wollen, dass mir ständig jemand sagt wie leid es ihm tut und so weil diese Person es ja gar nicht nachvollziehen kann. Und so wird man ja auch ständig daran erinnert.

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Wie wäre es mit diesem... hm... zwischenmenschlichen? Mal trösten? Mal in den Arm nehmen? Beileid aussprechen? Für sie da sein? Das hat man früher gemacht, geht bestimmt auch heute, das wäre mein Tipp für Dich.

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Kommentar von Pimpernell
15.02.2016, 16:02

Also ich kann nur aus meiner Sicht sprechen aber dieses Ding dass mich damals jeder in den Arm nehmen wollte fand ich schrecklich...

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Ihr könnt euer Beileid ausdrücken und ihr sagen, dass sie mit euch reden kann, wenn sie möchte.

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