Wie lange müssen Douglasien vor Verbiss und "Fegen vom Rehbock" geschützt werden?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Rehe fressen Douglasienknospen - und Triebe nur höchst ungern (anders als bei Weißtanne, Eibe, Eiche, Ahorn, etc.). Wenn Du also Rehverbiss an Deinen Dgls feststellst, dann ist das ein sicheres Indiz für einen extrem überhöhten Rehbestand in Deinem Wald. Beim Thema Fegeschäden (Rehbock zerkratzt und zerbricht das Bäumchen mit seinem Gehörn) verhält es sich anders: Da ist die gepflanzte Douglasie sehr gefährdet, weil sie so intensiv nach Zitrone riecht und der Bock sein Territorium, wo er im Frühling und Sommer keine anderen Böcke duldet mit diesen auffällig riechenden Fegestellen (=Grenzmarkierungen) markiert. Auch Fegeschäden sind mit waldgerechter Jagd in den Griff zu kriegen, aber auch bei naturverträglichem Rehbestand nicht ganz auszuschließen. Je höher der Rehbestand ist, desto intensiver und länger musst Du die Dougls vor Rehböcken schützen. Bei extrem überhöhtem Rehbestand zerstören die Böcke die Bäume auch noch, wenn sie 15 cm dick sind. Bei einigermaßen naturverträglichem Rehbestand genügt es, 2 Bambusstäbchen oder einen "Stachelbaum" oder "Fegeschutzklammern" 3-6 Jahre am Baum zu lassen, sofern dieser an einer sonnigen Stelle steht und zügig aufwachsen und mindestens 5cm dick werden kann. Wenn Du Deinem Jäger vor Ort diese Frage stellst wird er vermutlich ganz anders antworten, weil er versändlicherweise nicht zugeben will, dass er an dem überhöhten Rehbestand und den Wildschäden schuld ist.

Bei Lärchen verhält es sich genauso, gepflanzte Kiefern sind stärker verbissgefährdet. Alle 3 Baumarten dürfen nicht dauerhaft im Schatten stehen, weil sie dort nicht aufwachsen können bzw instabil werden (Dougl).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schütze sie bis sie wirklich  20 cm Durchmesser haben solang nämlich der Rehbock den Baum zwischen sein Geweih bringt wird er ihn bearbeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Leittrieb ist erst vor dem Verbiss geschützt, wenn ihn Rehe nicht mehr erreichen können. Er sollte also mindestens bis zu einer Höhe von 1,5 Metern geschützt werden. Durch das Fegen sind die Bäume so lange gefährdet, so lange der Bock die Stämmchen zwischen sein Gehörn nehmen kann. Erst ab einem Stammdurchmesser von 10 - 15 cm sind sie relativ sicher.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?