Wie kann man einen scheuen, bissigen Main Coon entfilzen?

2 Antworten

Das klingt, als wäre er ganz neu bei euch? 

Dann müsst ihr ihn auf alle Fälle erstmal in Ruhe lassen. Besorge dir eine Langhaarbürste, und wenn er dich mal an sich ran lässt, fahre erstmal nur kurz und vorsichtig über seinen Körper, dass er es eher als Streicheln sehen kann. Baue das langsam aus, damit er sich daran gewöhnt. Das kann bei so einem scheuen Tier natürlich dauern. Aber ein Maine Coone muss gekämmt werden, da beißt die Maus keinen Faden ab.. . 

Extreme Verfilzungen sollte der Tierarzt (bei so einem ängstlichen Tier unter kurzer Narkose) entfernen.

Wo habt ihr die Fellnase denn her, dass der gleich am Anfang so verfilzt ist? Der wurde ja dann beim Vorbesitzer überhaupt nicht gepflegt... . 

Wichtiger als die Filzbekämpfung ist auf jeden Fall im Moment, dass ihr sein Vertrauen gewinnt. Und das passiert nicht, wenn ihr ihn gleich am Anfang mit für ihn unangenehmen Sachen überfallt. 

Viel Glück und Erfolg mit dem Miezetiger.

Hahaha, sehr amüsante Beschreibung, genauso war das bei meinem auch. 

Das Bürsten habe ich ihm positiv nahegelegen, also mit einem Leckerli NACH dem Bürsten. Am Anfang erst mit einem Noppen-Handschuh kurz gestreichelt und dann immer länger und irgendwann mit einem Profi-Kamm ran gegangen. Das Leckerli gab es aber immer als Belohung, egal ob er mich jedesmal gebissen und gekartzt hatte, denn die positive Assoziation baut sich erst langsam auf.

Heute fordert er mich von selbst auf, ihn zu Bürsten indem er in die Wanne hüpft, immer im Hinterkopf, das Leckerli zu bekommen. Das habe ich ihm übrigens nie verwehrt.

Viel Erfolg :-)

Hallo SH,

wir hatten vor Jahren ein ähnliches Problem ;)

Ich hatte dann die Vorbesitzerin gefragt und die hatte mir erzählt da helfe nichts als Festhalten und Bürsten. Sie habe auch immer Kratzer in der Fellwechselzeit gehabt (unserer musss nur zum Fellwechsel gebürstet werden).

Den ersten Herbst habe ich es (leider) auch so gemacht aber zwischendurch immer mit Leckerlis belohnt. Das habe ich dann immer so gemacht und inzwischen (nach drei Jahren) geht das Bürsten einigermaßen, er hasst es aber immernoch. Knurrt und jammert, aber kratzt und beißt nicht mehr und lässt es sich ein paar Minuten gefallen. Es ist aber weiterhin für uns beide Stress und anstrengend.

Er war aber nicht so scheu wie Euerer und er hatte ein paar Wochen Eingewöhnung bei uns, bevor ich mit dem Bürsten anfangen musste.

Nachträglich denke ich mir... ich hätte doch lieber den TA in Kurznarkose ran lassen sollen und dann außerhalb der Filz-Zeit sehr behutsam an die Bürste gewöhnen sollen. Ich wollte ihm kene Narkose zumuten, aber das hätte zum einen unserer Beziehung gut getan, zum anderen hätte er sich dann vielleicht doch besser an das Bürsten gewöhnt. Man hätte ja dann das kurze Fell ohne großes Drama sanft bürsten können und regelmäßig dran bleiben.

Wir hatten uns auch nach Tier-Friseuren umgesehen, aber leider keinen für Katzen gefunden.

Ich würde Dir gerne noch Zubehör empfehlen, da wir ca. 5 verschiedene Bürsten rumliegen haben ;)

Die Furminator ist wirklich gut um Unterwolle auszubürsten - sollte man aber nicht zu häufig verwenden, denn mit der Bürste kommt immer Fell raus und kann man das Tier wohl sogar kalhl bürsten (steht zumindest so bei amazon ;)

Die ist teuer, hat sich aber für uns sehr gelohnt!

Eine sehr sanfte Bürste, die keine Haare rausholt (soll eine Glanz bürste sein, macht bei uns glatt aber nicht glänzend) bei der sich die Borsten drehen können und dadurch nicht ziepen - die bringt nicht viel, aber die mag er einigermaßen. Die kann man zu üben verwenden ;)

Oder eine andere nicht ziepende Übungsbürste.

Und Tierhaarschere (hat abgerundete Spitze) um Filzknoten rauszuschneiden (achtung, die Haut kann sich tief in den Knoten rein-ziehen!).

LG, Hourriyah

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@hourriyah29

Den Furminator habe ich auch und Danke für den Hinweis, das man damit kahl kämmen kann, denn das ist mir (erschreckenderweise) dann auch einmal passiert, weil das Gerät so übereffektiv ist! War mir eine Lektion, denn das verläuft natürlich nicht schmerzlos, aber das bemerkt man zunächst nicht, da die Katze ja übertrieben am dauerjammern ist!

Das Fell glänzt aber schon, meist am Tag darauf und flausschig weich ist er dann natürlich auch. Mmmh. :)

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