Wie kann es sein, dass extreme menschenverachtende Strafen wie Steinigungen heute religiös legitimiert werden? Ist das reine Schriftgläubigkeit?

berloff  26.08.2025, 23:19

Wurden die erst heute legitimiert ? Ich dachte die gibt es schon seit Jahrtausenden.

zebrafarbe12650 
Beitragsersteller
 26.08.2025, 23:26

es geht darum, dass sie weiterhin für gültig gehalten werden

4 Antworten

Es wurde damals Legalisiert, weil in Saudi Arabien vorallem keine Gefängnisse gab. Das sind mögliche strafen, ich betone mögliche strafen die der Islam nennt. Doch heute gibt es Gefängnisse, viele Gelehrte sagen, dass es die bessere strafe ist, und auch die gerechtere.

ISLAM

Der Prophet machte es vor, Beispiel:

Eine Frau kam zu Mohammed und sagte: "Ich habe Ehebruch begangen, darum reinige mich." (Sie wollte, dass Mohammed sie bestrafte, damit Allah ihre Sünde vergeben und sie ins Paradies einlassen würde.) Mohammed sagte zu ihr: "Geh, bis du das Kind zur Welt gebracht hast."
Nachdem sie geboren hatte, kehrte sie mit dem Kind zurück und sagte: "Geh und stille ihn, bis du ihn entwöhnst."
Nachdem sie ihn entwöhnt hatte, kam sie mit dem Kind, das ein Stück Brot in der Hand hielt, wieder zu Mohammed. (Das Kind dürfte etwa zwei Jahre alt gewesen sein, denn das war die Zeitspanne, die der Koran für das Stillen vorschrieb.) Die Frau sagte: "Allahs Gesandter, hier ist er; ich habe ihn entwöhnt, und er isst."
Da übergab Mohammed das Kind einem der Muslime und verkündete die Strafe. Die Frau wurde bis zur Brust in einem Graben vergraben, und die Leute steinigten sie (The Correct Books of Muslim, Buch 17, Nr. 4206, Paraphrase des Verfassers.).
Diese Geschichte wird in der islamischen Verkündigung gern als Beispiel für die Barmherzigkeit Mohammeds erzählt!

Quelle: Jesus und Mohammed von Dr. Mark A. Gabriel, Seite 221-222

CHRISTENTUM

Im Neuen Testament (NT) wird die Todesstrafe weder direkt erlaubt noch verboten. Stellen wie Joh 19,10 f. EU und Röm 13,4 EU setzen ein durch Gottes Reich befristetes und begrenztes Recht der Staatsvertreter über Leben und Tod voraus. Jesus von Nazaret ordnete das Vergeltungsgebot (Gen 9,6 EU) dem Bewahrungswillen Gottes (Gen 8,21f. EU) unter und begründete damit sein Gebot der Feindesliebe (Mt 5,44 EU): Diese sei die Gottes geduldiger Gnade gemäße Form der Vergeltung. Demgemäß entkräftete er nach Joh 8,7 EU die in der Tora vorgesehene Todesstrafe für Ehebruch mit dem Hinweis: „Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ Der indirekt gebotene Rechtsverzicht (da niemand ohne Sünde ist, führe niemand die Todesstrafe aus) delegitimiert die damaligen Autoritäten, zielt auf Selbsterkenntnis und Vergebung.[138] Daran anknüpfend, fanden die Urchristen in Jesu Kreuzestod das stellvertretende Erleiden der dem Rechtsbrecher zustehenden Todesstrafe (Gal 3,13 EURöm 8,3 EU und öfter). Gott habe seinen Sohn „dahingegeben“ und damit allen Menschen ihre Schuld vergeben, um sie von der Sünde zu befreien. So habe Jesus Versöhnung mit Gott geschaffen und ermöglicht (2 Kor 5,14 EU).[139] Tödliches Vergelten war daher für die Urchristen ein Rückfall in den Unglauben; kultische Vorschriften, für deren Nichteinhaltung die Tora Todesstrafen androht, waren für sie hinfällig.[140]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe#Bibel

JUDENTUM

Im Judentum wird dies schon lange nicht mehr gefordert. Also ja, es hängt auch mit der Schriftgläubigkeit zusammen sowie mit dem Handeln des Propheten.


Mortis233333  27.08.2025, 15:12

Mann sollte aber auch schreiben, das der Prophet es aufschiebte für die frau, aus dem grund das er hoffte das die Frau die strafe zurück nimmt. Die Frau bestand aber drauf, ich finde diese Tatsache wichtig, weil man sonst Mohammed (saw) schlecht redet. Außerdem wurde diese strafe benutzt, da es keine Gefängnis gab, Saudi Arabien war in der zeit leider ein sehr unmodernes land, mittlerweile kann man viele Strafen besser bestrafen durch Gefängnisstrafen.

BelfastChild  27.08.2025, 15:17
@Mortis233333

Das war ja bloß ein Beispiel, gibt noch andere, wo Juden gesteinigt wurden. Und die Hadd-Strafen werden nach wie vor angewandt, etwa die Amputation der Hand bei Diebstahl (Sure 5,38). Siehe auch:

https://youtu.be/uLvaZ-PrTtY?t=1114 (18:34 - 19:08)

Das sind sogenannte Grenzvergehen und hier müssen die in Koran und Sunna definierten Strafen umgesetzt werden.

Mortis233333  27.08.2025, 15:21
@BelfastChild

Aber auch da muss man einfach erwähnen, das diese Steinigungen oft nach kriegen waren, und auch in der zeit des Propheten in Saudi Arabien keine Kerker oder sonst was gaben, und keiner sich darüm kümmern würde. Vorallem deshalb sagt der Koran auch, das es mögliche strafen sind, viele Gelehrte sind sich einig das Gefängnisse oft die gerechtere Strafen sind.

zebrafarbe12650 
Beitragsersteller
 27.08.2025, 18:45
@Mortis233333

stimmt in diesem konkreten Fall aber nicht. Die muslimischen kennen für Ehebruch nur eine Strafe die unabhängig von der Modernität der Menschheit ausgeführt werden sollte. Wenn man „Ehebruch“ begeht, dann muss der Mann oder die Frau gesteinigt werden nach den muslimischen Gelehrten. In der Praxis werden jedoch so ziemlich nur Frauen gesteinigt, da ein Mann als Zeuge nach islamischem Recht doppelt so stark ist. Diese Strafe ist abzulehnen selbst als Strafe für Mörder! Dass der Islam diese Strafe für Dinge vorschreibt die den Staat nicht betreffen und somit gar keine Straftaten sind, ist absolut inakzeptabel und inhuman. Ich dachte auch früher als ein praktizierender Muslim, dass dies heute modern ausgelegt wird von den Gelehrten, bis ich merkte dass es überhaupt nicht der fall ist. Ich bin immer noch schockiert. Der Islam ist überhaupt nicht so wie er mir beigebracht wurde

Mortis233333  28.08.2025, 22:40
@zebrafarbe12650

Es werden peitschenhiebe genannt im Koran ( nicht steinigung ), doch Hz. Mohammed (Saw) sagte ,, Wehrt die Hudud strafen ab durch Zweifel". Sollte man nur etwas zweifeln, kann man mildere strafen geben, oder garkeine. So wie unser Prophet es in dieser Geschichte versuchte. Selbst wenn die Täter sagen, das sie es nicht waren. Der Koran sagt sogar selbst, Mann und Frau sind gleich gestellt. Das absichtliche zweifel suchen ist sogar erlaubt. Auch die Hiebe dürfen nicht aus Rache geschehen, und dürfen nicht brutal oder tödlich sein, den es dient allein zur Abschreckung, es sollte trotzdem leicht schmerzen. Steinigung darf man nur machen wenn man in einer Ehe ist, und betrügt. Also so hat es der prophet gemacht.

BelfastChild  28.08.2025, 22:44
@Mortis233333

Guten Abend. Die Geißelung im Koran für Unzucht findet sich in Sure 24:2-3, die Überlieferung fordert für Ehebruch die Steinigung. Man sollte immer seine Quellen anführen.

zebrafarbe12650 
Beitragsersteller
 28.08.2025, 22:51
@BelfastChild

Genau so ist es. Im Übrigen gab es den Steinigungsvers im Koran, der abrogiert wurde. Dies bedeutet aber für die islamischen Gelehrten nicht dass die Steinigung abgeschafft wurde, da die Hadithe die fortwährende Existenz dieser Strafe ihrer Meinung nach fordern.

Mortis233333  28.08.2025, 22:59
@BelfastChild

Ich empfehle dir es mal neu zu lesen. Menschen die keine ehe haben bekommen 100 Peitschenhiebe, während Menschen in der Ehe gesteinigt werden laut Hadithen.

Dies ist) eine Sura, die Wir hinabsandten und die Wir zum Gesetz erhoben, und worin Wir deutliche Zeichen offenbarten, auf das ihr ermahnt sein möget. [24:1]

Peitscht die Unzüchtige und den Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben aus; und lasset euch angesichts dieser Vorschrift Allahs nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer Pein beiwohnen. [24:2]

Ein Unzüchtiger darf nur eine Unzüchtige oder eine Götzendienerin heiraten, und eine Unzüchtige darf nur einen Unzüchtigen oder einen Götzendiener heiraten; den Gläubigen aber ist das verwehrt. [24:3]

Mortis233333  28.08.2025, 23:09
@BelfastChild

Habs tatsächlich etwas falsch verstanden was du geschrieben hattest. Sorry, aber wenigstens habe ich ja die Sure kopiert und als Quelle gelegt, das nächste mal achte ich drauf, sie in den Text zu schreiben!

Steinigungen gibt es heute ausschließlich in den islamistischen Steinzeitdiktaturen Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien, Jemen, VAE, Iran, Somalia, Sudan und in Teilen Nigerias.

https://www.igfm.de/thema-steinigung-ueberblick/

Insofern musst Du Deine Frage an Muslime richten. Alle anderen sind darüber hinweg.

Mit religiösen Vorgaben lässt sich jede Scheusslichkeit begründen. "Nietzsche brennt in der Hölle" habe ich in diesen Forum schon gelesen. Dagegen ist die Steinigung ein gnädiger Tod; christliche und moslemische Höllen gelten als ewig.

Wir sind da offenbar Trottel mit unsern Menschenrechten:

Wartet mal, bis die Gottesbilder von gewissen Gläubigen ihre Rachefantasien durchziehen.