Wie hat man früher wo es keine Narkose gab, Leute bei einer chirurgischen OP betäubt?

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14 Antworten

Die wurden nicht betäubt, die bekamen ein Beißholz zwischen die Zähne, damit sie sich nicht selbst verletzen konnten. Wenn sie Glück hatten, durften sie sich vorher noch einen ansaufen, was aber auch keine echte betäubung war. Daher kommt auch das Sprichwort: "Dann musst du halt mal die Zähne zusammenbeißen", wenn man durch eine sehr schmerzhafte Phase durch muss.

  • sie mussten die Zähne zusammenbeißen
  • mit Alkohol
  • mit psychotropen Substanzen (Drogen)

Abgesehen davon, hat man die großen Operationen damals gar nicht durchführen können. Die Patienten hätten ohnehin keine Überlebenschance gehabt.

Eine offene Fraktur am Sprunggelenk zum Beispiel war damals quasi ein Todesurteil, weil die Infektion ohne Antibiotika nicht zu stoppen war und man nicht steril arbeiten konnte.

Da konnte man dann nur rechtzeitig Amputieren, und so wenigstens den Wundrand so sauber wie möglich halten. Allerdings sind während und nach der Amputation auch viele Menschen gestorben.

Operationen, wie wir sie verstehen, konnte man erst durchführen, als es Anästhesie und muskelentspannende Medikamente gab.

Also alle Operationen im Bauchraum zum Beispiel.

Bei Verletzungen wurde entweder verbunden und gebetet, oder man amputierte. Der Leibarzt Napoleon Bonapartes, Dominique Larrey, war berühmt dafür, dass er eine Beinamputation innerhalb weniger Minuten durchführen konnte (ohne Betäubung...).

Mit Alkohol, was zwar etwas Mut gab aber eher wenig betäubte, indem man sie ko geschlagen hat, oder dort wo Opium vorhanden war, mit Opium, was einigermassen geholfen hat. Kräuterkundige hatten manchmal noch weitere Mixturen bereit. Sehr oft wurde jedoch ohne jegliche Betäubung operiert, und der Patient hatte Glück, wenn er vor Schmerzen in Ohnmacht fiel. Längere Operationen waren völlig unmöglich. Es muss echt total schlimm gewesen sein damals! Was die Leute eins gelitten haben! 

Au weia, au weia, diese Antworten von selbst ernannten Experten... Ich kann nur noch den Kopf schütteln !!!

Bereits im Altertum gab es narkotisierende Essenzen. Man schlage nach in Sachbüchern über Ägyptologie (Operationen / Schädelöffnungen); desgleichen taten es die Inka, die Tolteken ("Vorläufer" der Maya) und andere.

Und wer noch mehr zu DEM Thema erfahren will, lese eine entsprechende Abhandlung VON, nicht ÜBER Paracelsus !!

pk


Eher nicht sondern mit kräftigen Typen festgehalten, falls man überhaupt "operierte". Wenn der Patient Glück hatte, wurde er ohnmächtig.

Oftmals bekamen die Patienten Drogen verabreicht.

Gar nicht.

Deshalb mussten Operationen früher sehr schnell durchgeführt werden (Amputationen innerhalb von wenigen Minuten) und es sind oftmals Menschen durch den Schock gestorben.

Bzw viele Operationen konnte man gar nicht durchführen. 

Teilweise mit Chloroform, aber viele haben nach einer Op. nicht überlebt.

lis mal den "Medicus"

Mit viel Alkohol oder auch gar nicht. Mehrere Leute haben dann so einen bedauernswerten Patienten festgehalten.

Lies mal das spannend geschriebene Buch "Das Jahrhundert der Chirurgen" von Jürgen Thorwald.

garnicht....

narkose heißt ja nichts anderes als betäubung. früher hat man die leute mit äther betäubt, und ganz davor mit fusel.

selbst die alten ägypter haben ihre patienten narkotisiert.

lg, Tessa

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