Wie hätte sich Deutschland entwickelt, wenn die Revolution 1848/1849 geglückt wäre?

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5 Antworten

Ich bin fest davon überzeugt, dass es den 1. WK trotzdem gegeben hätte. Den wollten immerhin eine ganze Menge führende Politiker und Wirtschaftsbosse in Europa. 

Im Grunde die gleichen Hirnfreiheiten wie heute: Da blabbert ein Subjekt in die Medien, es werde für Deutschland Zeit, wieder in einen richtigen Krieg einzutreten. Noch gar nicht so lange her. Und immer noch Vorsitzender einer Partei, die sich sehr ernsthaft zu fragen hat, wofür ihr S im Parteinamen denn eigentlich steht. 

Was ich ausdrücken will: 

Krieg ist ein Machterhaltungsmittel. Für solche Menschen, die ich als machtgierig, herrschsüchtig und für den normalen und anständigen Arbeitsmarkt als untauglich wahrnehme. 

Es handelt sich um ein Mittel, welches vor einigen tausend Jahren als tolles Ding erkannt und eingeführt wurde. Wo die dröge Masse sich gerne mit reinziehen lässt. Lenkt so schön von der Eigenverantwortung ab. 

Also Kriegslust interessiert nicht, ob es eine Revolution gibt oder nicht, welche Partei dran ist oder nicht. Sie setzt sich durch. 

Du findest manche sehr interessante Literatur zur Thematik über die Frage der Entstehung und Vorplanung des 1. WK. Einige davon habe ich gelesen. Mittlerweile sind ja auch Fachmenschen dabei, Originaldokumente der Diplomatischen Dienste zu digitalisieren. Sie führen manchen Beweis für meine kurz gefasste These.

Ansonsten ist die 1848er nicht mit einer anderen, zum Beispiel der französischen, Revolution zu verwechseln. 

Kommunismus als Idee ist grundsätzlich für Herrschsucht und Machtgier sehr gefährlich. Denn das Endziel dieser Idee ist ja, dass alle Menschen gleich sind, gleiche Rechte und gleiche Pflichten, gleiche Mitsprache, gleiche Bildung und so fort haben. 

Der heute, wieder, bevorzugt behandelte Milliardär hätte da keine Chance. Die Rüstungsindustrie schlussendlich auch nicht. 

Sehr gefährlich. 

Der Nationalsozialismus ist für mich eine Fortführung des esotherischen Teiles des Biedermaier. Wenn es keinen Staat gegeben hätte, dann hätte diese Massenpsychose eine andere faule Ausrede gefunden für ihre Lebenszerstörungen. 

Diese Massenpsychose setzte nach meiner Erkenntnis vor allen Dingen zunächst in sogenannten gebildeten Kreisen ein. Was ich über Vorstellungen sogenannter Wissenschaftler und Ärzte gelesen habe, hat mich an den Vorschlag denken lassen,  doch erst mal in psychiatrische Behandlung zu gehen. Auch hierzu findest Du sehr interessante Literatur. 

Allgemein fragst Du nach einem Entwicklungsprozess. Tatsächlich ist eine so kurze Antwort wie die meine nicht dazu geeignet, eine tiefgreifende Darstellung aufzuzeigen. Fühle Dich einfach eingeladen, das Netz nach Dokumenten und diese aufarbeitender kostenloser Literatur zu durchsuchen. Mir ist schon einige davon vor die Augen gekommen. 

Ein schlauer Mensch sagte mal: 

Wer seine Wurzeln nicht kennt hat keine Identität. Denn um eine Identität haben zu können benötigt der Mensch Wissen über seine Herkunft. 

Sich mit Geschichte befassen heißt also dann auch und vor allen Dingen, sich mit der eigenen Herkunft befassen. Geschichte vermittelt Verständnis für Handlungen und Nichthandlungen vorhergehender Generationen. Sie kann uns auch davor bewahren, Fehler der Vorfahren zu wiederholen. Letzteres haben wir ziemlich nötig. 

Noch zum Begriff Revolution bezogen auf 1848:

Wenn Du mal in die Gegend des Rheinknie fährst, dort Urlaub machst. Dann suche verschiedene Besenwirtschaften auf. Gerne solche, die nahe beieinander liegen. Und dort frage dann mal nach dieser Zeit. 

Du wirst feststellen: Im einen Ortsteil wird die Erinnerung hoch gehalten, nur wenigen Kilometer weiter stehen die Menschen ihr bis heute spinnefeind gegenüber. 

Vielleicht mögen wir erwarten, eine tatsächliche Revolution würde die Mehrheit des Volkes mitnehmen. Diese hat diesem Anspruch nie genügt. 

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Die Revolution 1848/1849 war ja eine Revolution der Anhänger eines deutschen Nationalstaates. Sie konnte nicht gelingen. Die Nationalversammlung hatte weder eine funktionierende Verwaltung noch Militär. Mit Preußen und Österreich gab es zwei Großmächte, die nicht das geringste Interesse an einem deutschen Nationalstaat hatten, aber dafür jede Menge Militär. Der deutsche Nationalstaat kam dann ja 23 Jahre später trotzdem.

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Eine sehr interessante Frage die ich mir auch schon oft gestellt habe. Am Ende kann man wahrscheinlich ganze Bücher über diese Frage schreiben.

Also ich glaube, dass es den 1. Weltkrieg in dieser Form nicht gegeben hätte. Aber sicherlich hätte es andere Kriege in Europa gegeben. Vielleicht hätte es mehrere "kleine" Kriege gegeben, aber nicht den einen Weltkrieg.

Aber wer weiß, ob es nicht schon früher Kämpfe um die Vorherrschaft in Europa gegeben hätte, denn Deutschland wäre mit einem Schlag zum größten europäischen Land geworden. Vielleicht hätten diese früheren Kämpfe die gleiche Entwicklung eingeleitet, wie es sie nach dem 2. WK gab (Europäische Einigung).

Wenn es den 1. WK nicht gegeben hätte, dann hätte es auch die NS-Zeit nicht gegeben, zumindest nicht in dieser Form.

Wirklich seriös kann man nur sagen, was nicht passiert ist, aber vorhersagen was passiert wäre wenn, ist reine Spekulation.

Wirklich interessant ist auch die Frage, ob die Demokratie auch lange gehalten hätte, immerhin war es eine konstitutionelle Monarchie.

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das weis keiner, kleinste veränderungen - und diese ist ja sogar eine große - in der vergangenheit könnten unvorhersehbare folgen haben.

z.b. könnten personen die so gestorben/nie geboren wurden maßgebliche erkenntnisse in der wissenschaft haben können, die evtl. zu einem frühen einsatz der atombombe führen hätten können o.ä.

was alles passieren hätte können, liegt außerhalb unserer vorstellungskraft

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das kann keiner sagen.

evtl. hätte d dann einen diktator wie stalin bekommen und es hätte doppelt so viele tote gegeben

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