Wie gilt / galt Bauer als Schimpfwort?

6 Antworten

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Bauern waren im Mittelalter abhängige und mittellose Leibeigene, deren Land ihnen nicht gehörte, auf dem sie aber wohnen durften, wenn sie es für den Besitzer bestellten. Der Ertrag gehörte dem Besitzer, lediglich für's eigene Überleben durfte etwas behalten werden. Sie schuldeten neben dem Ertrag auch Arbeitsleistung für den Besitzer und mussten für ihn in den Krieg ziehen, wenn das gefordert wurde. Sie wurden klein gehalten, weil das gesamte System und der Wohlstand des Adels darauf basierte. Verständlich, dass diese Bezeichnung historisch gesehen kein Kompliment war. Sie stand für "grob, ungebildet, hörig". Das ist auch heute noch gemeint, wenn man jemanden einen Bauern nennt - obwohl Land- und Viehwirtschaft inzwischen längst ein Hightech-Thema ist und es Studiengänge dafür gibt.

Dass Bauer ein Schimpfwort sein soll/sollte davon habe ich noch nichts gehört. Bauer ist ein ehrenwerter Beruf, sind Menschen, die die Natur und Tiere lieben.

Ja eben!Und vorallem heute haben die meisten Bauern sogar studiert.

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@Fcb4livE

Das ist nicht war. Richtige Bauern in Dörfern mit nur ein paar Stück Vieh, wie ich, Sind die Wahren!!!

Die studierten sind meist so Hochnäsige Bwler, die Betriebe unter 100ha nicht bewirtschaften können.

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@herbatserbat

Das war nicht die Frage, aber "richtige Bauern" haben meinen vollen Respekt und meine volle Anerkennung für ihre Arbeit. Natürlich brauchen wir auch ein paar "studierte Bauern" für die Großbetriebe. Eigentlich ging es ja um die Frage "Schimpfwort" und das ist es ganz bestimmt nicht.

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Ein Bauer ist die einfachste Figur auf dem Schachbrett. Er wird als erster raus geworden.

Das Vorurteil gegenüber Bauern, besteht größtenteils darin, daß sie geistig beschränkt und sturköpfig, sowie eher im Gestern verhaftet wären.