Wie funktioniert Blitzhypnose?

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Blitzhypnose ist eine Bezeichnung für besonders schnelle Induktionstechniken. Diese sog. Schnellen Induktionen brauchen eine gewisse Vorarbeit. In verantwortungsvoll durchgeführter Hypnotherapie ist dafür wenig Platz, weil es auf eine Art von "Überrumpelung" des Gegenübers rausläuft. Zugegeben, die Idee ist reizvoll: Warum lange rummachen und mit dem Hypnose-Subjekt Schritt für Schritt arbeiten, wenn es so schnell gehen kann. Das lässt sich natürlich auch ganz toll verkaufen und das Interesse bzw. die Neugier der Leute ist groß. Wie das genau geht? Also hier mal das Grundprinzip, damit Du Dir ein Bild machen kannst: Kennst Du die Situation, wenn Dir jemand auf dem Bürgersteig begegnet und Du/Ihr nicht entscheiden könnt, wie Ihr aneinander vorbei kommt? Diese Art von "perplex" sein, für einen Augenblick? Solche Momente können genutzt werden. Im Grunde reißt Dich etwas aus dem, was Du gerade tust oder erwartest. Du bist verdutzt, verwirrt und für einen kleinen Moment unsicher. In diesem Moment kann eine deutliche Anweisung quasi" ohne Widerstand" angenommen werden. Soweit die Theorie. Was Videos angeht ... kann auch alles gestellt sein. Außerdem hängt es wie gesagt mit der Vorarbeit zusammen. Nehmen wir mal an, es passiert in der Fußgängerzone (mit Fernsehkamera usw.). Der (Show-)Hypnotiseur kommt auf Dich zu. Er weiß, was er macht, hat einen Plan, ist im Vorteil. Du bist überrascht, neugierig, fragst Dich, worum es geht. Der Hypnotiseur, der vermutlich auch den üblichen Vorstellungen entsprechend gekleidet ist, streckt Dir sein Hand entgegen (nur wenige Menschen werden den Händedruck vermeiden). Der Hypnotiseur sagt: "Hallo, mein Name ist X, ich hypnotisiere Menschen binnen Sekunden. Hättest Du Lust ein kleines Experiment mitzumachen?" (Jetzt hat der Dir schon gesagt, was er tut und das es sehr schnell geht - DAS IST ENTSCHEIDEND). Wenn Du da jetzt weiter mitmachst, hast Du eigentlich schon bestätigt, dass Du seinen Anweisungen folgen wirst. Alles weitere ist ein wenig Show, etwas Blabla und schließlich "erschreckt" er Dich, zieht ruckartig an Deinem Arm oder etwas ähnliches und ruft z.B. "Schlaf!" Naja, Du weißt schon, was zu tun ist, weil er hat es Dir gesagt. Die meisten spielen mit und machen die Augen zu. Dann redet er auf Dich ein und sagt Dir, was als nächstes zu tun ist (Dabei erklärt er Dir quasi seine Spielregeln). "Wenn ich mit den Fingern schnippe und Du Deine Augen öffnest, wirst Du ... (was auch immer er für "lustig" hält). Wenn ich das Wort "XYXZ" sage, wirst Du ..." oder "wenn ich Dich so an der Schulter berühre, wirst Du augenblicklich wieder einschlafen. Du wirst Dich nicht daran erinnern, was ich gesagt habe ... Deinen Namen vergessen ..." Prinzip klar? Wie gesagt, hier geht es um Unterhaltung. Bei einer Hypnotherapie geht es darum, dem Klienten dabei zu helfen, verschiedene Trancezustände zu erreichen und mit seinem Unbewussten in Kontakt zu treten. Das hat zum Ziel, dass es ihm dadurch besser geht. Das andere soll unterhalten. Wenn Du Deinen Fuß nicht mehr vom Fleck bewegen kannst, ist das zwar witzig (vor allem für alle anderen), aber nützlich wohl kaum.

Ich hätte hierzu mal eine Frage. Als "Opfer" macht man praktisch einfach was der Hypnotiseur sagt, also damit meine ich das "Schlaf!" - einfach Augen zumachen, entspannen und weiter zuhören? Soviel ich weiß bekommt man alles mit, wenn man hypnotisiert ist, hat aber keinen sich dementgegenstrebenden Willen, sofern sich nicht das Unterbewusstsein wehrt. Also macht man einfach, den Anfang und der Rest kommt von alleine?

Und wie macht das Hypnotiseur... Du hast ja bereits geschrieben, dass jemand aus einem Muster geworfen wird. Wie bestimmt einige wissen, werden Routineaufgaben vom Unterbewusstsein automatisch ausgeführt. Ist das nun so, dass der Hypnotiseur wirklich das "Opfer" nur aus einer Routinaufgabe bringen und parallel ihm einen neuen Befehl geben muss, damit das Opfer dies (wenn dessen Unterbewusstsein nichts dagegen hat) auch wirklich ausführt?

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Blitzhypnose funktioniert unter folgenden Voraussetzungen gut. Erstens, wenn die Beziehung zwischen Hypnotiseur und Klient vertrauensvoll ist. Das sollte bei einer Psychotherapie der Fall sein. Zweitens, wenn der Klient dem Hypnotiseur die Macht gibt, ihn in Trance zu versetzen. Das kann ganz spontan, etwa nach einem Händedruck, geschehen. Drittens, wenn der Hypnotisierte unter Erwartungsdruck steht. Wie bei der Bühnenhypnose. Und viertens bei Angst und Schmerz, wenn Menschen für jede Form von Zuwendung empfänglich sind. Für jede Voraussetzung gibt es Hypnose-Techniken, die man lernen kann. Eine gute Info bietet http://www.schoenherrhypnosis.de/curricula.html#

unser Unterbewusstsein führt alle Befehle aus, da es nicht "denken" kann. Bei der Blitzhypnose wird der Teilnehmer abgelenkt, teilweise mit Fragen Berührungen usw. Dann wird blitzschnell der Befehl "schlaf" gegeben. Jetzt muss der Therapeut blitzschnell die Hypnose mit entsprechenden Suggestionen vertiefen, da unser Verstand nach ca. 2 Sekunden reagiert und uns wieder erwachen lassen würde. Klappt oft sehr gut, doch nicht bei jedem. Man sollte aber seine Finger davon lassen. Anschauungsbeispiele bei youtube unter Blitzhypnose oder Schnellhypnose

Was für Suggestionen zum Beispiel :) ?

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Also erst mal geht das nur wenn ein Gewitter ist. Dann musst du ziemlich schnell sein weil Blitze nicht lange dauern. Mit Blitzen die nicht weit entfernt sind geht es besser. Nur Mut und probieren.

hehe

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Also zunächst mal ist Hypnose etwas womit man nicht herumspielen sollte! Wenn man nicht weiss was man suggerieren soll und was nicht kann das tiefgreifende Probleme bereiten. Anleitungen sind sicher in Fachbüchern zu finden, da gehören sie auch hin. Auch wenn s dafür keinen Stern gibt.