Wie fühlt man sich?

4 Antworten

ich habe heute meinen kleinen Bruder da drin besucht der mittlerweile über ein Jahr drin ist und weitere 6 vor sich hat. und ich sage euch es ist für alle Angehörigen und dem Häftling die Hölle. Er erzählt von seinen Phasen. Man ist suizidal, möchte einfach nur raus und macht alle türen die möglich sind auf, das ist meistens die toilettentüre einfach nur um das gefühl zu haben die tür aufgemacht zu haben. Aber das wichtigste ist sich damit abzufinden und das dauert hammer lange. Erst wenn man es akzeptiert hat fängt man an sich neue Ziele zu setzen und das erlebte zu verarbeiten. Er geht einmal die Woche zur Psychologin und das ist für ihn eines der wichtigsten Dinge die ihm halt geben.

was hat er verbrochen? muss auch bald in haft, aber nur für einen monat

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Das ist zwar schon jahre her, ich hoffe dein bruder hat es gut überstanden. Mein freund ist auch schon seit 11 jahren in haft und hat noch 2 vor sich... es ist wirklich schwer für beide parteien.. familie und insassen.. wir leben in den USA, hier hat er nicht mal die möglichkeit die tür zum klo zu öffnen weil das klo frei im eck steht.. die zelle ist so klein dass man nicht nebeneinander stehen kann... er ist dort mit einem mithäftling drinnen. Wie fühlt man sich da wohl, einsam, leer und die gedanken lassen einem keine ruhe... er hat jetzt ein handy irgendwie besorgt und kann wenigstens so mit der aussenwelt und vorallem seinem sohn kommunizieren.

Er sagte die tage in denen er vor den richter treten musste und nicht wusste wie sein urteilt ausfallen wird, waren die schlimmsten. Er wäre am liebsten nicht mehr aufgewacht. Die besuche dort waren immer schön, kurze umarmungen am anfang und ende waren ok und die hand durfte man auch halten.. aber der abschied war das schwerste. Für ihn vorallem. Man hat ihm immer angesehen wie dein herz bisschen mehr bricht und seine augen leer wurden sobald wir gingen... dazu kommen noch zukunftsängste, wer will schon nen typen der 13 jahre in haft war.. 13 jahre keinen wirklichen kontakt zur aussenwelt- sozialverhalten- könnt ihr euch ja vorstellen... dann natürlich der grund der inhaftierung..

An manche tag bricht die ganze welt wie ein kartenhaus auf einen schlagen zusammen... an anderen kommt man durch den tag ohne an den tod zu denken (seine worte)...

Du wirst den post wohl nicht mehr sehen, aber ich habe grad gegoogelt wie sich wohl andere familien damit auseinander setzen... danke für deinen post. Liebe grüsse.

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Es kommt auch drauf an ob du draussen Familie hasst,Freunde die zu dir stehen und dich unterstützen.Dia geben dir auch Kraft die ganze Zeit um das zu überstehen.Trotzdem aber,denkst du nur an deine Freiheit, machst Pläne für dein Leben wenn du wieder draussen bist.

man hat sehr viel zeit zum nachdenken ...was man falsch gemacht hat und vorallendingen was man seinen angehörigen draussen damit angetan hat .. auch wenn man nur ein paar wochen da war .. einsam ist man da zwar nicht.. aber es fehlen einen die menschen die man sehr lieb gewonnen hat

Ich war bisher nur als Besucherin dort. Es war für mich beängstigend und bedrückend und ich war froh, nach der Besuchszeit wieder gehen zu dürfen.

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