Wie finde ich raus, ob Verstärker und Lautsprecher miteinander kompatibel sind?

2 Antworten

Also, zunächst schauen welche Leistung (sinus) Dein Verstärker bringt, z.B. 50W (wie hier schon gesagt zählt keine Angabe von "Musikleistung" oder "Spitzenleistung" oder 'RMS' o.ä. das ist alles nur Werbung und "heiße Luft") und dann den Ausgangswiderstand in OHM, z.b. 4-8 Ohm, jetzt kannst Du Lautsprecher nehmen die mindestens 50 W Sinus Dauerbelastbarkeit und 4 oder 6 oder 8 Ohm Widerstand haben. Meiner Erfahrung nach funktioniert ein sehr guter Verstärker herrvorragend an Systemen mit der doppelten Nennbelastbarkeit, also z.b. 50W Verst. an 100W Boxen. Dies hat dann auch den Vorteil, dass der verstärker die Lautsprecher und Weichenbauteile nicht überfordert wenn es zu Leistungsspitzen kommt, denn diese liegen meist weit über der Nennbelastbarkeit. Akustisch gibt es dann noch große weitere differenzierungen, mancher Verstärker arbeitet sehr Mitten-Betont, andere sehr Bass-betont dynamisch etc., da muss man die Lautsprecher dann passend auswählen.

wenn ich bspw. diese Angabe habe: Nennleistung : 80W + 80W kann ich jetzt davon ausgehen, dass der Verstärker eine Sinusleistung von 80 oder 160 Watt hat?

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Es gibt nur 1 Kleinigkeit, die zu Problmen führen kann: der Widerstand!

Was nciht geht, wäre z.B. einen 4 Ohm-Lautsprecher an einen Verstärker zu hängen, der nur 8 Ohm kann, denn damit würdest Du ihn überlasten. Das solltest Du vorher also klären. Wobei die meisten Heim-Lautsprecher 8 Ohm haben, Auto-Speaker 4 Ohm. Bei Subwoofern wird das Thema dann noch viel Lustiger, denn da gibt es dann 4- 3- 2-Ohm Subs mit 1 oder 2 Schwingspulen, die Du dann in Reihe anschließen kannst, womit aus einem 4-Ohm-Sub 8 Ohm würden, oder Du kannst die Schwingspulen parallel verschalten. Damit würdest Du den Widerstand halbieren. Aus 2x4 Ohm würden dann also 2 Ohm, 2x2Ohm wären dann 1 Ohm,...

Interessant ist dann noch die Watt-Angabe. Denn es ist leicher, mit einem zu schwachen als mit einem zu starken Verstärker Lautsprecher zu zerstören. Wenn man einen VErstärker voll aufdreht, kann es zu sogenanntem Klipping kommen, was Lautsprecher gar nicht mögen. Und bei einem kleinen Verstärker kommst Du viel schneller auf 100% als mit einem großen... Also lieber hast Du 80-Watt Boxen an einem 400-Watt-VErstärker als 400-Watt Boxen an einem 80-Watt Verstärker ;-).

Denn wenn Du den Boxen zu viel Leitstung zumutest, hörst Du das recht schnell daran, dass sie anfangen unsauber zu werden, verzerren, bis dann auch die Schwingspule anfängt an zu schlagen, was dann meist aber auch ihr Ende bedeutet. Aber wie gesagt, vorher fangen sie schon an zu Verzerren und das hört man.

Andersrum, wenn die Lautsprecher zu viel Verstärkerleistung abverlangen: das Klipping kommt recht plötzlich! Der Verstärker produziert dabei vorher dann auch entsprechend mehr Klirr, aber das steigt ohnehin eher gleichmäßig an und ist auch nicht so auffällig...

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