Wie entsteht dieses "Dampflok-Geräusch", wenn sie anfährt?

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Hallo zu dieser Frage und den schon gegebenen Antworten. Die Antworten enthalten alle etwas richtiges und sind eigentlich nur ein wenig unvollständig. Der sogenannte Auspuffdchlag entsteht wenn der Schieber kurz vor seiner Endlage ankommt und den Restdruck des Dampfes aus der jeweiligen Zylinderkammer ablässt. Da beim Anfahren die Bewegungen noch sehr langsam erfolgen, öffnet sich auch der Auslass langsam und das Ausströmgeräusch ist nicht nur ein kurzer Ton, sondern ein kurzes Rauschen. Das passiert je nach Loktyp mindestens 4 mal pro Radumdrehung. Jeder Zylinder ist doppelt wirkend und an jeder Seite der Lok gibt es einen Zylinder..Doppelt wirkend bedeutet, beide Seiten eines Zylinders werden abwechselnd mit Dampf versorgt, der den Kolben dann abwechselnd vor- und rückwärts im Zylinder bewegt. Über die Pleuelstange wird diese gerade Bewegung in eine Drehbewegung umgesetzt. Die Räder sind so an der Lok montiert, das die Stellung der Kurbelzapfen um 90° versetzt ist. Das ist notwendig um aus jeder Radstellung heraus anfahren zu können. Nun gibt es aber auch 3 Zylinder Loks und 4 Zylinder Loks. Drei Zylinder arbeiten noch genau wie die 2 Zylinder, nur dass 6 Auspuffschläge je Umdrehung erfolgen. $ Zylinder sind dann sog. Verbund-Triebwerke, bei denen je zwei Zylinder so hintereinander liegen, dass der Abdampf der ersten Zylinder anschließend die etwas kleineren 2ten Zylinder antreiben. Das stellt einen hohen mechanischen Aufwand dar und brachte nur wenig Vorteile. Deshalb gab es kaum Loks dieser Bauart. Weiter mit den Geräuschen, wird die Lok schneller, ist das Geräusch kurzer und schlagartiger. Da der Dampf aber nicht wie ein Schuß den Zylinder verlassen kann, wird weniger Dampf in den Zylinder gelassen. Damit der Lokführer nicht selber jeden Zylinder von Hand füllen und leeren kann, wird dies von der Steuerung übernommen. Dieses "Spiel von mehreren Stangen und Hebeln lässt sich gut beobachten, wenn die Lok langsam rollt. Um Vorwärts- oder Rückwärts fahren zu können muss dieses Zyklische Zusammenspiel der Arbeitskoben und Steuerkolben umkehrbar sein. Betätigt wird das mit dem Richtungswender, der auch Einfluss auf die Füllzeit in Abhängigkeit zur Fahrgeschwindigkeit nimmt. Je schneller die Lok fährt um so weniger Zeit bleibt, um den Dampf wieder los zu werden. Daher wird die Füllzeit verkürzt. Sonst würde der nicht entweichende Abdampf die Lok daran hindern schnelle Geschwindigkeiten zu fahren. Diese Steuerung wurde nach ihrem Erfinder "Heusinger" benannt und bei eigentlich allen europäischen SerienDampfloks eingebaut. Das Funktionsprinziep ist hier gut zu erkennen. http://www.ifg.tu-clausthal.de/java/heus/heus_how-d.html Übrigens ist das Geräusch ja verwndt mit dem Auspuffgeräusch von Autos. Nur da geht alles schneller und daher weniger Rauschen.

dass der Abdampf der ersten Zylinder anschließend die etwas kleineren 2ten Zylinder antreiben.

Der erste Zylinder ist der kleine Hochdruckzylinder und der zweite Zylinder ist der große Niederdruckzylinder.

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Hallo FilzZ

Der verbrauchte Dampf wird vom Kolben ausgestossen wird dabei durch das Blasrohr gepresst, dabei entsteht das typische Geräusch. Das Blasrohr facht durch den Unterdruck in der Rauchkammer das Feuer an.

Gruß HobbyTfz

Das ist der Überdruck aus dem Arbeitszylinder der muss raus weil neuer kommt.

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