Wie entstand die Monarchie?

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7 Antworten

Erstaunlicherweise ( ;) ) fehlen uns für die Vorgeschichte die schriftlichen Quellen, die Herrschaftsstrukturen klar werden lassen. Wir können irgendwann besser gestellte Individuen fassen, in erster Linie durch ihre Grabbeigaben, aber ob es sich hierbei nun um erfolgreiche Handwerker oder Händler, verehrte Krieger, religiöse oder politische Führer handelt, kann nicht beantwortet werden.

Ansonsten suchen Menschen in der Gruppe in der Regel eben nach Führung, und je komplexer die sozialen Strukturen und je größer die Gemeinschaften werden, desto mehr Macht kommt einem einzelnen Anführer zu.

Wahrscheinlich wurden der Stärkste der Anführer einer Sippe. Dessen Familie entwickelte sich dann zum Herrschergeschlecht, bei dem der Herrscheranspruch vererbt wurde. Der Anspruch auf die Führerschaft wurde dann von der Kirche geschützt. Dafür wurde die Kirche vom Adel geschützt. Die Kirche behauptete, der Anspruch auf die Führerschaft ist Gott gewollt, von Gottes Gnaden, wie man sagte. Übersetzt auf Urzeiten, kann man sagen, Häuptling und Schamane haben sich gegenseitig ihre besondere Position gefestigt.

Weil Menschen grundsätzlich "Rudeltiere" sind. Und Rudeltiere haben üblicherweise ein Leittier. Ob man es Leitkuh, Alphamännchen, Pharao, Kaiser oder König nennt, ist jeden selbst überlassen.

Eine sehr gute Frage!

Dass kleine Gruppen, wie Dörfer eine Art Anführer haben, ist total natürlich. Das ist evolutionär so entstanden. Gruppen ohne statken Anführer waren orientierungslos, schlecht organisiert. Ein besonders weiser oder starker Anführer ist nötig, damit etwas weitergeht. 

Dieses Prinzip des Anführers ist über die gesamte Geschichte hinweg ein Leitmotiv. Waren es in der Urgeschichte noch Häuptlinge kleiner Gruppen, gab es in der Antike gewählte Anführer und die ersten Könige und Kaiser. Im Mittelalter gab es dann die verschiedensten Herrscher, die einer klaren Hierarchie unterlagen. Ritter, Grafen, Herzöge, Fürsten...

Aber wie hat das angefangen? Ich weiß es nicht. Eine Monarchie kann es ja nur geben, wenn es auch ein klar definiertes und begrenztes Land gibt. Kein König ohne Land. 

Mit der Sesshaftwerdung des Menschen, gab es dann Dörfer und Siedlungen, die auch Kontakte zu anderen Siedlungdn hatten. Irgendwelche Dörfer wurden halt größer, haben andere erobert (kämpferisch oder friedlich - a là "Gehorche und und es geht dir gut") 

Und da haben wir dann die Bildung dieser Hierarchie. Ein Dorf hat seinen Häupling, der wiederum ist dem Anführer des größeren Nachbardorfes untergeben, usw. 

Alle Adelshäuser haben entweder klein angefangen oder ihr Begründer hat sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet - wie etwa Julius Caesar. 

Mit zunehmender Weltevölkerung wurden natürlich die Länder auch größer. Man denke an das antike Rom. 

Fazit: Ich vermute das Prinzip der Monarchie geht auf das natürliche Prinzip des Gruppenleiters zurück - die stärksten oder weisesten haben sich immer weiter nach oben gearbeitet. 

stärksten oder weisesten

oder lautesten

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Im Endeffekt wohl aus Stammeshäuptlingen und militärischen Anführern, aus denen sich dann der Adel und die Stammesfürsten entwickelten.

das waren damals die Großgrundbesitzer (durch Erbschaften, Heirat, Krieg etc. enstanden) die dann irgendwann die Macht für sich beanspruchten und auch durchsetzten

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