Wertigkeit von Fe (Eisen)?

3 Antworten

Ferrum ist im Periodensystem! (Unter Metalle zu finden welche Hauptgruppe weiß ich nicht)


ItzMe1008 
Fragesteller
 08.02.2017, 17:03

Ja, aber 1. kenn ich mich nicht wirklich im PSE aus (1.Jahr Chemie 8 Klasse)

2.  Ich meinte Hauptsächlich Eisen und davon die >wertigkeit< :)

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ThomasJNewton  10.02.2017, 15:24

Jedenfalls gibst du zu, dass du die Hauptgrupe nicht kennst.

Ist auch in keiner Hauptgruppe.

Fragt sich nur, warum du antwortest.

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Im Periodensystem ist Fe nicht zu finden.

Doch!

Und Fe2 gibt es nicht.


ItzMe1008 
Fragesteller
 08.02.2017, 20:26

Naja... genau genommen steht da (in meinem Schulbuch) Fe2O3 drinnen... damit meine ich die kleinen Zahlen dahinter :p  Ich sollte eben die Wertigkeit angeben und habe da Fe2 rausgeholt

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ThomasJNewton  10.02.2017, 15:22
@ItzMe1008

Das ist dann eine Verbindung von Eisen und Sauerstoff im Verhältnis 2:3.

Heißt aber nicht, dass Eisen paarweise vorkommt. Fe2 gibt es nicht!

Du musst die Schreibweisen schon verstehen.
Das ist die Grundvoraussetzung.
Das wär so, als wolltest du das Scheiben lernn, ohne die Buchstaben zu kennen.

Manche Chemielehrer unter den Chemieexperten glauben, dass die Schüler selbst schuld sind, wenn sie Chemie als Mathematik "in Grün" betrachten, also die Zahlen vor das Verständnis setzen.
Ich bin da nach wie vor skeptisch, ich glaube, dass das Lösugen von "Gleichungen" zu wichtig ist.

Es geht um Stoffe und Reaktionen, nicht um Zahlen.
Mit Rechenregeln kann man die Chemie nicht verstehen.
Und Fe2 gibt es einfach nicht.

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Eisen kann die Wertigkeiten +2 und +3 annehmen. Jedoch ist das Fe2+ recht leicht zu oxidieren da das 3d^4 Orbitale energetisch ungünstiger ist als das 3d^3 Orbital das bei Fe3+ existiert.


MonkeyDAlfred  08.02.2017, 20:21
Wichtige Korrektur!

Die oben stehende Elektronenkonfiguration ist falsch, mir ist ein Fehler unterlaufen, die richtige ist Fe[Ar] 4s^2 3d^6.

Das heißt Fe2+ [Ar] 4s^0 3d^6 (nicht stabil, weil 3d^6 weder halb noch voll besetzt ist)

Fe3+ [Ar] 4s^0 3d^5 ( halbbesetzte d-Orbitale ---> deshalb stabil)

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KHLange  09.02.2017, 15:43

Na ja, mit den d-Orbitalen ist das so eine Sache; es ist keineswegs immer so, dass die Oxidationszahl +III immer stabiler ist, als +II. Bei Komplexen ist es nämlich genau umgekehrt. Hier ist +II nämlich stabiler, weil dann bei einer d2sp3-Hybridisierung alle beteiligten Orbitale aufgefüllt werden. Im Falle des Fe(III) hätten wir sonst nämlich eine Elektronenlücke, was sich in der Farbvertiefung und der höheren CN-Toxizität beim roten gegenüber dem gelben Blutlaugensalz zeigt. 

Im Übrigen gibt es noch einige weitere Oxidationszahlen der Eisens, praktisch die gesamte Palette von -I bis +VI; doch für den "Hausgebrauch sind zwei und drei schon OK.

Im Übrigen frage ich mich, wann endlich der aus dem 19.Jahrhundert stammende schwammige Wertigkeitsbegriff endlich auch im Schulunterricht beerdigt wird, und durch die die trennschärferen Termini Ladungszahl, Oxidationszahl und Koordinationszahl, vielleicht auch noch Bindigkeit ersetzt wird.

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