Werde ich in der Hölle landen weil ich schwul bin?

30 Antworten

Hallo Homoman,

niemand wird in der Hölle landen, weil es die gar nicht gibt! Jedenfalls nicht in dem Sinne, wie sie von vielen geglaubt wird: als ein Ort feuriger Qualen, an dem die Bösen für immer bestraft werden.

Der Begriff "Hölle" findet sich zwar in vielen Bibelübersetzungen, doch wird damit der Sinn der entsprechenden Wörter aus den Ursprungstexten der Bibel nicht richtig wiedergegeben. Über den Zustand der Toten sagt sie nämlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [oder Grab], dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

 Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7). Egal, wieviel Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

Das muss man aus sehr vielen Blickwinkeln betrachten.

Die Kirche – wenn sie auch nur ein bisschen Rückgrat hätte – würde ja sagen. Denn in der Bibel steht, dass der Beischlaf zweier Männer eine Sünde ist, auf die Steinigung steht. 

Soweit ich weiß, ist die Hölle eine Erfindung der Kirche und findet (v.a. so explizit und detailliert, wie sie die Kirche mal propagiert hat) in der Heiligen Schrift keine Erwähnung.

Ich persönlich glaube, dass Hölle, Himmel und alle anderen Postmortemvorstellungen Produkte der menschlichen Selbstüberhöhung sind. In seiner maßlosen Arroganz stellt sich der Mensch an die Spitze der Schöpfung, und das auf einem Planeten bevölkert von genauso gleichwertigen Lebewesen, in einem Universum, das so groß ist, dass keiner eine Ahnung hat, wie groß.

Für den Menschen endet es nicht anders als für alle anderen auch. Es ist kein Euphemismus, wenn man den Tod als nimmer endenden Schlaf bezeichnet oder sagt: Er schläft jetzt für immer. Wie beim Einschlafen werden wir irgendwann die Augen schließen und nicht einmal mitkriegen, dass wir entschlafen sind. Und wie in einer traumlosen Nacht werden wir einfach aufhören zu existieren, so wie wir die Unendlichkeit vor unserer Geburt nicht existiert haben.

Was heißt das für uns? Wir leben ewig, richtig.

Ich glaube an das ewige Leben. Amen.

___________

PS: Das war jetzt ein kleines Bekenntnis von mir. Tut mir leid, bin ein bisschen in Euphorie geraten.



Hey,

nein, Homosexualität ist nichts Böses. Was sollte daran schlimm sein, einen anderen Menschen zu lieben?

Aber viel wichtiger: Es gibt keine Hölle. Wir Menschen tendieren zu dualistischen Ansichten. Also sowas wie "gut" und "böse", "Himmel" und "Hölle", "glücklich" und "traurig". Das liegt daran, dass wir uns als getrennte Einheit wahrnehmen. Wir denken wir hätten einen festgeschriebenen Charakter, ein Ego. Aber du denkst etwas anderes von dir als deine Mitmenschen und selbst die wissen nicht alles. Und wo soll denn dein Ich sein? Im Gehirn? Im Herz? Im Schwanz? Selbst im Satz "Ich frage mich: Wer bin ich?" stecken schon mehrere Ichs. Ein festes Ich gibt es also nicht. Das, was wir sind, ist die Summe von Möglichkeiten, die sich im Universum auftun. Wir sind wie ein Auge: Nehmen alles wahr, aber können uns selbst nicht sehen.

Deshalb ist es falsch getrennt zu denken. Falsch, in Kategorien wie "ich und die anderen" zu denken. Oder eben "Gott und der Mensch". "Himmel und Hölle."

Alles, was wir tun, was wir erleben und sind, ist die Folge von Ursache und Wirkung. Es gibt keinen Gott der uns lenkt. Denn das würde uns erlauben, auf der Couch faulzulenzen - Gott lenkt ja. 

Sprich: Die Hölle gibt es nicht. Handle gut, dann wird dir Gutes widerfahren. Liebe andere Menschen und zwar egal wen. Das einzige, was du nicht darfst, ist ihnen zu schaden. Aber Homosexualität schadet keinem Menschen (es sei denn du bist ein Vergewaltiger blablabla).

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