Welche Heilwirkung hat eigentlich ein Thermalbad?

4 Antworten

Meines Erachtens sind Thermalbäder esoterischer Unfug. Man kann in einem teuren, offiziellen Thermalbad keine anderen Heilwirkungen erzielen als in jeder ausreichend großen Badewanne auch. Entspannende oder anregende Zusätze kannman auch hier verwenden.

Die Bewegung in warmen Wasser und die Wärme selbst über durchaus eine reale Wirkung aus und tragen zur Linderung von typischen Beschwerden wie Rheuma oder Gelenkleiden bei. Aber auch ganz normales, regelmäßiges Schwimmen und abends ein heißes Wannenbad mit entspannenden Zusätzen erfüllt alle Anforderungen.

Den 'esoterischen Unfug' unterschreibe und unterstreiche ich meistens gerne, hier aber nicht.

Du hast aber recht, die Salze entfalten ihre Wirkung an der Haut. Da ist viel Gutes zu berichten. Das Schwimmen ist gut für den gesamten Bewegungsapparat. Wie sagt man so schön: Ein wahrer Jungbrunnen.

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Das kommt auf die Inhaltsstoffe des Wassers an. Es gibt neben den "normalen" Wässern beispielsweise heilsame Beimischungen von Salz (Sole), Schwefel oder Radon. Die Heilwirkungen sind sehr unterschiedlich. Sole ist beispielsweise gut bei Hautproblemen (Neurodermitis, Schuppenflechte) oder rheumatischen Erkrankungen. Am besten Mal auf der Website des Heilbäderverbandes nachschauen.

Die heilende Wirkung es Quellwassers ist auf den hohen Anteil an Mineralien zurückzuführen. Damit wird die therapeutische Wirkung durch die relativ hohen Konzentrationen an Natrium-Chlorid, auch als Kochsalz bekannt und den Spurenelementen Magnesium, Calcium und Kalium verstärkt. Die erhöhte Wassertemperatur regt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern fördert auch die Durchblutung. Dadurch können sich die Muskeln entspannen. Besonders bei Rückenschmerzen ist daher ein Bad im warmen Thermalwasser schmerzlindernd.

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Das ist unterschiedlich nach der Qualität des Wassers bei jedem Thermalbad anders. Hier ein Beispiel:

In Hévíz befindet sich der größte natürliche Thermalsee Europas. Sein Thermalwasser heilt die unterschiedlichsten, auch die schweren Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rheuma, Nervenentzündung, Knochen-, Gelenk- und Wirbelsäulenleiden...), dadurch genießt als Heilbad weltweiten Ruhm. Die Wasserergiebigkeit des Hévízer Sees, das eine Wasseroberfläche von knapp 50.000 m2 hat, beträgt 80 Millionen Liter täglich. Das bedeutet, dass sich die gesamte Wassermenge im See alle 28 Stunden erneuert. Das Wasser des Hévízer Sees wird durch eine geothermische Energie erwärmt. Die Tiefengewässer im natürlichen unterirdischen Speichersystem werden durch Strahlungs- und Führungswärme aus den tieferen Schichten der Erdkruste durchgeheizt. Die Wassertemperatur beträgt im Sommer 33-35°C, sinkt aber selbst im Winter nicht unter 22°C. Dadurch kann man auch an kalten Tagen ein Bad unter freiem Himmel nehmen.

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