Welche Biermarken gab es in der DDR?

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4 Antworten

Frage lieber, welche Biersorten der ehemaligen DDR im Zuge der Einverleibung "weggewettbewerbt" wurden!

Da gab es z. B. mal ein Bier namens "Pörze" - mit dem kommt keine heutige Marke mit, schon gar nicht die Weizen-, Keller-, Festbier-, Radler-, Diesel- u. a. Gesöffarten mit dem Beinamen "Bier". 

Oder das sog. "Singer". Das gibt es heute noch, aber sehr gering und nur, weil es noch genug Liebhaber in der unmittelbaren Umgebung gibt! In Supermärkten und Spezialgeschäften hat das keine Chance, weil seine Herstellkosten naturgemäß sehr hoch sind, die sich nun der deutsche Normalmichel hier nicht leisten will (respektive kann).

"Dingslebener" aus Thüringen gibt es heute auch noch, schmeckte damals (bis 1972) hervorragend, musste aber dem Geschmack einfacher Kuhpisse weichen, weil die Firma "freiheitlich-demokratische" Bierbrauer übernommen haben und inzwischen massenhaft vermarkten. 

Jeder der 14 DDR-Bezirke hatte ein sog. Export-Bier. Gibt es in der damaligen Qualität alle nicht mehr, weil die Marktwirtschaft Qualität eben nicht leiden kann, sondern nur die Relation Kosten-Umsatz betrachtet und danach ihre Produktion ausrichtet.

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Schaust du hier http://www.ehmsammler.de/Gesamt.html

Es gab hunderte von verschiedenen Sorten, einige berühmt, andere eher berüchtigt. ;)

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Jede Menge, aber nicht jede Sorte schmeckte. Am besten und bekanntesten waren "Wernesgrüner" und "Radeberger", aber die gingen meist in den Export. Jede Gegend hatte eigene Biere, denen der Volksmund mitunter garstige Namen gab. So wurde z. B. aus dem Rostocker "Hafenbräu" "Hafenbrühe". Auch das "Freiberger", das es heute überall gibt, war eine elende Plürre, was sich sofort mit der Wende änderte, weil eine Westfirma dort einstieg. Das "Rechenberger" hatte dagegen schon zu DDR-Zeiten gute Qualität und war kein Exportartikel, ist aber eine weniger bekannte Marke, die es auch nicht überall gab.

Wir kauften gern Bier aus der CSSR, vor allem die bekannten Marken Pilsner Urquell, Budweiser und Staropramen. Und da Schwarzbier in der DDR eine Rarität war, pilgerten wir gern nach Prag in die Schwarzbierkneipe "U Fleku".

Übrigens: Viele Biermarken, die es heute noch gibt, gab es auch schon in der DDR, sogar "Kindl-Bier" in Berlin.

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Kommentar von Nomex64
15.09.2016, 03:59

Oh Gott das "U Fleku", eine geniale Kneipe. Da habe ich auch mal die Stühle hochgestellt. ;)

Gute Schwarzbiere kenne ich auch noch aus der Ecke um Stolpen. Die gab es dort aber nur vom Fass. Die waren aber so was von lecker.

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Radeberger wurde ja exportiert. Aber Landskron aus Görlitz gab es.

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Kommentar von Nomex64
15.09.2016, 03:54

Landskron war eines der besten Biere und hat aber nur wirklich gut geschmeckt wenn es direkt aus Görlitz kam. Die Verlegerabzüge waren nicht so gut. Liegt daran das es in Görlitz einen der besten Brunnen gibt.

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