Was waren früher für Dinge in einem Medizinbeutel?

5 Antworten

Wir sagen zwar heute "Medizinbeutel", aber mit dem was wir unter Medizin verstehen, hatten diese Beutel oft nicht das Geringste zu tun. In diesen Beutel wurden Gegenstände gesammelt, die eine persönliche Bedeutung für den Träger hatten. Etwa das Ohr einer Fledermaus, ein besonderer Stein, der Schädelknochen einer Maus. Es konnte alles mögliche darin sein und musste nur eine besondere Bedeutung für den Besitzer haben. 

Weil die Indianer große Fans von natürlichen Drogen wie dem Peyotl waren, erlebten sie relativ häufig einen Rausch. In diesem Zustand "sprachen" sie mit ihren Vorfahren und der Geisterwelt. Wenn ihnen in diesem Moment ein neuer Gegenstand ins Auge fiel, sahen sie ihn als ein Geschenk aus der Geisterwelt an und verstauten ihn in ihrem Medizinbeutel. Diese Beutel waren also nicht dafür gedacht Krankheiten zu bekämpfen. Statt dessen dienten sie zur Kontaktaufnahme mit der Geisterwelt. 

Richtige Medizin gegen Krankheiten holten sich die Indianer bei weisen Männern oder Frauen. Sie kannten sich mit den Heilpflanzen aus und hatten zudem noch einen noch viel direkteren Zugang zur Geisterwelt, als es dem Einzelnen mit seinem Medizinbeutel möglich war. 

Dinge, die für sie eine Bedeutung hatten, von denen die z. B. während eines Fastens geträumt hatten, oder was sie als ein Zeichen vom großen Geist ansahen.

Kann alles mögliche gewesen sein, kleine Knochen, Steine, Federn, Pflanzeteile....

Viele Indianer haben auch heute noch einen Medizinbeutel.


Laut Karl May alles Mögliche, auch Vogelkrallen und ähnliches Zeug, dem die I. eine Kraft zugeordnet haben.

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