Was war gut an der DDR?

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11 Antworten

Ich fasse es mal so zusammen:

Ich bin selber Mitglied der Linken, 16 Jahre alt und hab DDR nicht miterlebt-und bin auch froh darüber.

Ich hab schon mit vielen Genossen geredet, die selbiges äußern.

Die DDR war ein Unrechtsstaat, ohne wenn und aber. Viel streitbarer ist der Diktatur Begriff. 

Was war also besser?

Kita-System

Recht auf Arbeit 

Recht auf Wohnung, da großer Sozialer Wohnungsbau 

Keine soziale Ausgrenzung (es gab eine politische, aber keine soziale!)

Bildungssystem

Lebensunterhaltungskosten waren günstiger

keine unkontrollierten Wirtschaftsschwankungen

eine zentral Bank mit fest Zinsen (Banken sind keine Unternehmen wie es heute ist die mit Anleger Geld spekulieren und dann mit Steuerkohle gerettet werden)

allgemein keine Ausbeutung wie man sie heute in der "sozialen" Marktwirtschaft hat

Versicherungen die keine Unternehmen waren sondern eine staatliche

Staatskonzerne wie die Reichsbahn (günstig, keine streiks)

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Kommentar von stubenkuecken
03.01.2016, 17:14

Die DDR wollte die Diktatur des Proletariats, hat es aber nicht demokratisch umgesetzt. Die Führung wurde verdienten Genossen übergeben, als Anreiz das System zu bewahren.

Eltern wurde die Erziehung abgenommen. In Kitas fing die Uniformierung der Gedanken bereits an.

Das Recht auf Arbeit ist auch eine Pflicht zur Arbeit. Als Privatier hatte man es schwer.

Wenn man konform war, konnte man eine bessere/höhere Ausbildung erhoffen. Qualifizierte Ausbildung zur Belohnung.

Das Recht auf Wohnraum führte zu einem Zuteilungsanspruch, nicht zur freien Wahl eines Wohnortes.

Spitzel waren stadtbekannt und wurden gemieden, auch deren Angehörige. Vermeintlichen Klassenfeinden wurde nicht nur mit der Sippenhaft(ung) gedroht, sie wurde durchgeführt.

Brot war so stark subventioniert das es als Futtermittel verwendet wurde. Das unbearbeitete Getreide war zu teuer.

Die kontrollierte Wirtschaft ließ keine Produktionsspitzen zu. Alles wurde nach Plan erwirtschaftet, so kam es immer zur Unterversorgung.

Keine Ausbeutung, aber niemand hatte die Chance nach Leistung bezahlt zu werden. Durch Selbstausbeutung konnte jeder zum Held der Arbeit werden.

Alle Betriebe waren Volkseigen und mussten die Gewinne abführen.

Durch das Streikverbot konnten die Menschen keine Veränderungen durchsetzen.

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Gut ist immer der positive Teil der eigenen Geschichte, der manchen auch bei anderen Unrechtsregimen einfällt.

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Also meine Eltern sind in der DDR aufgewachsen und ihnen gefiel es sehr.
Als Kind und jugendlicher wurde man noch gefördert bei den jungen Pionieren und der fdj (nicht so wie die Jugend heute)
Die Mieten waren sehr preiswert genauso wie Grundnahrungsmittel. Es gab eine große Mittelschicht, das Handwerk war gefragt und gut bezahlt. Jeder hatte soweit Arbeit. Man hatte schon in der Schule einen Tag in der Woche, wo man in einem Betrieb arbeiten musste. (Das fanden meine Eltern bei der späteren Berufswahl sehr hilfreich)
Und als Rentner ließ es sich auch leben.
Nur Luxus, Elektronik und Reisen in die Welt war halt nicht leicht. Aber zurück blickend waren alle in unserer Umgebung sehr zufrieden.

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Kommentar von lesterb42
07.01.2016, 16:06

Und wenn sie nicht gestorben sind.............

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Kommentar von qwertzuh
07.01.2016, 19:59

Es gibt immer Leute wie dich, die am liebsten alles schlecht reden und nie zufrieden sind. Glaubs oder auch nicht, sehr viele waren zufrieden mit ihrem Leben. Aber mecker immer nur weiter

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Der Umweltschutz war in der DDR besser als heute in Deutschland. Dadurch, dass nicht so viele Autobahnen gebaut wurden, hatten seltene Tierarten größere und bessere Rückzugsmöglichkeiten als heute und konnten überleben.

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Sicher war nicht alles schlecht, mit dieser Anmerkung bin ich voll einverstanden. Die Menschen hatten einen relativ sicheren Arbeitsplatz, die Mieten und Grundnahrungsmittel waren günstig. Ich bin Schweizer und vielleicht ist nachfolgende Aussage nicht ganz richtig, aber ich könnte mir vorstellen, dass für DDR-Bürger ohne Verwandte im Westen die unmenschliche "Friedensgrenze" nicht ganz so schlimm war.

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Es gab eine ausgeprägte Mittelschicht und man hatte eine kostenlose Krankenversorgung.

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Da könnte man Romane drüber schreiben.

Für mich (Frau) war gut:

Bildung kostenlos für alle

Jeder, der wollte, konnte Abitur machen

Jeder konnte einen Beruf erlernen und bis zur Rente darin arbeiten.

Jeder, der arbeitete, bekam Rente. Mütter, die wenig arbeiteten, bekamen eine Mindestrente. Heute sieht das wegen ALG II ganz anders aus.

Brillen, Zahnersatz - überhaupt Gesundheit war kostenlos.

Jeder konnte billig in der Schule oder im Betrieb Mittag essen. Da ich alleinerziehnd war mit 3 Kindern, gabs für meine Kinder sogar kostenloses Essen.

Kinderbetreuung war kostenlos.

Nach der Geburt eines Kindes konnte man an seinen alten Arbeitsplatz zurück.

Wohnen war billig. Lebensmittel ebenso und man musste nicht - wie heute - rumfahren, um zu schauen, ob es irgenswo billiger war, da die Preise überall gleich waren.

Ich konnte jährlich in Urlaub fahren. Seit der Wende war ich nur 1x im Urlaub.

Mit ging es damals deutlich besser als heute.

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Kommentar von PatrickLassan
03.01.2016, 19:31

Jeder, der wollte, konnte Abitur machen

Frag doch mal Frau Wagenknecht, ob auch jeder studieren konnte.

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Wenn etwas vorbei ist gibt es immer verklärte Romantiker, die nur Oberflächlich auf die Vergangenheit schauen.

Alles schien "gleicher" und "gerechter", man hatte eben keinen Kontakt zu den Bonzen denen es besser ging.

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Kostenlose Kindergarten- und Krippenplätze für jedes Kind zwischen 6-19 Uhr - Berufstätigkeit der Frau war deutlich leichter realisierbar wie im Westen.

Gute Infoseite mit den guten und negativen Seiten hier:

http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/

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Das Abfall-Recyclingsystem (Sero).

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Die aller meisten hatten keine eigene Meinung sondern nur die Meinung die ihnen eingetrichtert wurde, auch auf der Arbeit. Daraus resultiert das ebenso die aller meisten bis heute sehr unselbständig sind wenn sie nun im Westen tätig sind. Natürlich nicht alle, aber eben viel mehr wie im Westen. Die sind halt gewohnt alles vorgelegt zu bekommen anstatt selber zu denken. Aber wahrhaben wollen sie es nicht und tun so als wenn alles sooo toll gewesen wäre. Bis heute sind die Unterschiede zwischen West und Ost bemerkbar, und das obwohl der Rest Deutschlands den Osten mit unzähligen Millionen unterstützt

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Kommentar von beangato
03.01.2016, 16:58

Ah ja. So spricht einer, der den Zeitungsenten geglaubt hat.

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Kommentar von Spiritusss
03.01.2016, 17:04

Nein, so spricht jemand der schon mit sehr vielen Ost deutschen gearbeitet hat und es am eigenen Leibe gespürt hat wie die ticken. Nur befehle entgegennehmen, aber bloß nicht selber denken. Und genau das macht denen heute zu schaffen, weil sie es nicht anders kennen und nicht anders wollen

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Kommentar von metalfreak311
03.01.2016, 17:15

"Ossis" waren unselbständig? Schon die Mangelwirtschaft hat dazu geführt, dass viel improvisiert werden musste. Wenn der "Wessi" nach dem ADAC telefoniert hat, hat der "Ossi" schon selbst einen neuen Keilriemen (oder Strumpfhose) aufgezogen. Belies Dich doch mal zum Thema "Neuererbewegung". Ist Dir schon mal aufgefallen, dass in den Springer-Medien stets nur Schwarz-Weiß-Denken herrscht? Es gibt (in jedem Bereich, nicht nur in der Politik) auch Zwischentöne. Aber die zu akzeptieren, setzt schon mal eigenes Denken voraus. Beispiel: Die Stasi (offiziell MfS) war nicht nur böse - Bespitzelung, Verfolgung, illegales Abhören usw. Es gab da z.B. eine Abt. Wirtschaftskriminalität. Dort arbeiteten ganz normale Kriminalisten, die Ermittlungen führten, Vernehmungen protokollierten und dabei keinerlei Folter anwandten. Dies wird man bei BILD & Co. jedoch niemals lesen. Es ist aber natürlich viel leichter, seine Meinung aus der unabhängigen Presse zu beziehen und deren einseitige Berichterstattung für sich zu übernehmen, ohne mal Gegenargumente zu akzeptieren... Klar gab es auch (und nicht zu wenige) negative Geschichten in der damaligen DDR, aber mit dem von den Medien vermittelten Wissen zu argumentieren, ist wohl doch ein wenig dürftig.

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Kommentar von Spiritusss
03.01.2016, 17:23

naja, warum ist der Unterschied zum Rest Deutschlands dann bis jetzt noch so gravierend? Warum ist der Bildungs Standard schlechter? Innovation kommt vom Westen Deutschlands, bestimmt nicht aus dem Osten. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber alles in allem hinkt der Osten hinterher. Also wenn die Stasi ein, zwei Sachen gemacht hat die normal sind, dann kann man noch lange nicht all das andere vergessen. Ein bisschen Weitblick würde den ein oder anderen hier nicht schaden. einfach mal die Realität anerkennen so wie es ist und dabei den Weitblick nicht verlieren und auch mal eine Ecke weiter denken. Dankeschön

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