Was sollte man über die Apologie des Sokrates wissen?

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Man sollte wissen, dass es von der APOLOGIE des Sokrates zwei Überlieferungen gibt. Man sollte wissen, dass Platon nicht den Sokrates widergibt, sondern Sokrates als 'Figur' benutzt, um seine eigene philosophische Auffassung darzustellen. Dass der Sokratesschüler Platon darin auch einige Lehren seines Meisters weitergibt, ist anzunehmen. Erst im mühseligen Vergleich mit den Werken anderer Schüler wird deutlich, dass Sokrates offensichtlich nicht die total-idealistische Haltung des Platon vertreten hat. Z.B. war Aristippos von Kyrene, der von 435 v. Chr. bis ca. 355 v. Chr. lebte, ein Zeitgenosse des Sokrates und Begründer der kyrenaischen Schule war, auch 'Schüler' oder Hörer des Sokrates, und ist - anders als immer unterstetllt - der wahre Vater des Hedonismus. Welcher der beiden gegensätzlichen Schüler gibt nun den Lehrer wahrhaft wider? In der Apologie des Platon wird Sokrates zum 'Heiligen der Philosophie', womit er die Figur seines Ideentransports hochstilisiert. Hier dazu ein Zitat aus Wikipedia, Sokrates Apologie: "Nach dem Tod des Sokrates entstand eine Unzahl von Verteidigungsschriften, deren Urheber nicht nur seine Schüler waren. Die meisten sind verschollen, so zum Beispiel auch die des Lysias. Die Unterschiede zwischen den beiden als einzige erhaltenen Apologien (der des Xenophon und der des Platon) lassen erahnen, wie unterschiedlich die weiteren Apologien gewesen sein könnten. Daher ist die Apologie Platons eine zweifelhafte Quelle, um Rückschlüsse auf den historischen Sokrates zu ziehen." Nur noch soviel: Die Sokrates-Apologie des Xenophon ist mit Sicherheit auch nicht das Original. Es war damals ein übliches Stilmittel, z.B. mittels einer Apologie, die einer bekannten Persönlichkeit unterschoben wurde, die eigenen Gedanken über diese Person und inspiriert von dieser Person darzulegen.

Den Inhalt und die Aussage

Philosophie-Abi: War Sokrates Skeptiker?

Ausgehend von seiner Einstellung, allem scheinbar Feststehenden gebühre eine Hinterfragung, frage ich mich, ob Sokrates nicht als Skeptiker im traditionellen Sinne dieser Formulierung, nicht den Zweifel an der Wahrnehmung oder dem Denken, sondern nur den unbegründeten Annahmen, wohl also der Kultur und den Traditionen, betreffend, gelten könne. Gibt es für diese klassische Form des Skeptizismus einen eigene begriffliche Strömung?

Weiterhin tue ich mich schwer, die Objekte des sokratischen Zweifels ontologisch einzuordnen: Betreffen sie, einmal platonisch betrachtet, die Welt der Ideen, also nur das vom Menschen Gedachte, oder auch die Welt der Dinge, die wahrhaftig sind - oder eben nur sein könnten? Oder setzt er sich gar bereits mit dem Prozess der Wahrnehmung selber auseinander, betreibt also auch schon einen Skeptizismus im moderneren Sinne und zweifelt an der Existenz der Dinge?

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Frage zu Sokrates...?

Ich wollte Fragen warum Sokrates (obwohl er nichts falsches tat )und(obwohl er fliehen konnte) die Todesstrafe angenommen hat?

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Platons Höhlengleichnis, was hat Sokrates genau damit zu tun?

Das Höhlengleichnis ist doch von Platon.

Aber irgendwie hat im Höhlengleichnis Sokrates ein Gespräch.

Passierte dieses Gespräch wirklich, zwischen Sokrates und jemandem.

Hat Sokrates dann die Geschichte aufgeschrieben???

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Erklärung zu "Ich weiß, dass ich nichts weiß."?

Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt. Klar, es gibt so ein großes Spektrum von Wissen, dass selbst jemand der sein ganzes Leben lang lernt und nachdenkt, nur einen Bruchteil vom gesamten Wissen hat. Aber wieso spricht Sokrates von "nichts" ? Jeder weiß etwas. Manche wissen mehr als andere. Das ist kein Geheimnis, auch wenn manche bei manchen Themen mehr wissen als andere, es gibt höchstwahrscheinlich keine 2 Menschen, die exakt die gleiche Menge an Wissen angesammelt haben. Oder bezieht sich das Zitat darauf, dass wir Menschen nur vermuten können, weil alles auf Vermutungen beruht und wir deshalb nicht "wissen" können ? Oder ist das Zitat das Aushängeschild des Zeitalters in dem wir uns befinden, in den Ethik und Moral über Logik und Rationalität stehen und jeder Mensch auf die gleiche Stufe gesetzt wird (Was das Wissen und die Intelligenz betrifft), auch wenn es logisch gesehen nicht möglich ist  ?

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Quelle zum Zitat: "Der Mensch handelt schlecht, wenn er das Gute nicht weiß."

Sokrates soll einst gesagt haben: "Der Mensch handelt schlecht, wenn er das Gute nicht weiß.". Ich vermute mal, dass er das so in etwa einst in eines der Platonischen Dialogen gesagt hat. Da Sokrates ja viel herumging, um mit Leuten Gespräche zu führen, vermute ich, dass er dieses Zitat mal in einem Gespräch verwendete, in welchem aber, weiß ich nicht. Der Dialog HIPPARCHOS (der mit dem "Gewinnsüchtigen") passt da nicht richtig rein.

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich suche eine Quelle, woraus dieses Zitat abgeleitet wurde.

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