Was sind Dreieckszügel,Ausbinder,Martingal etc.? o_O

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meine Meinung ist, dass das gut so ist, dass du noch nie damit geritten bist:)

  • Ausbinder: ausbinder sind ,,riemen" die vom gebiss außen an der Schulter vorbei zum Sattel gehen und da auch befestigt werden (meistens auf beiden Seiten) Sie sollen dem Pferd helfen Anlehnung zu finden, vor allem bei reitern die diese noch nicht selber erreichen können...allerdings finde ich sie eher kontraproduktiv, weil das Pferd bei jedem Schritt den es macht einen Stoß ins maul bekommt, und das ist keine feine anlehnung!!! Außerdem lassen Sie sich nicht pferdegerecht verschnallen, da das pferd, auch bei ,,korrekter" verschnallung, wenn es den Kopf va nimmt, hinter die senkrechte gerät!!! Es gibt Sie in verschiedenen Ausführungen, manche haben noch eimen gummiring als stoßdämpfer, der meiner meinung nach aber auch nichts an der Situation ändert....

    • Martingal: ein Martingal ist dazu da, dass das Pferd sich nicht durch kopfhoch reißen den Hilfen entzieht. Die zügel laufen bei den meisten Modellen durch Ringe, die mit 2 riemen v-artig verbunden sind und dann je nach Ausführung an einem vorderzeug oder am sattelgurz befestigt werden (bei der sattelgurtvariante gibt es noch einen haksriemen, der verbindet, dass Sie zu weit unten hängen). Wenn das Martingal korrekt verschnallt ist, wirken die zügelhilfen nach unten weisend (-> das Pferd wird veranlasst den Kopf runter zu nehmen).

    • Dreieckszügel: Sie sind die freiere variante von ausbindern (von der Wirkung her). Auch Sie sind dazu da um leichter Anlehnung zu erzeugen, zeigen aber zusätzlich noch den weg in die tiefe. Sie verlaufen von oben durch den gebissring zum Sattel zurück. Daher läuft der riemen durch den gebissring und das Pferd kann ohne druck den kopf va nehmen, was aber auch nichts dran ändert, dass es hinter die senkrechte Gerät und bei jedem tritt einen ruck ins maul bekommt...

Also alle haben gemeinsam, dass Sie dem Reiter helfen, das das Pferd den kopf ,,schön" hålt. Der richtige, aber lange weg wird einfach übersprungen..hört sich gut an, aber leider ist mit solchen Hilfsmitteln (außer vllt !mal! beim Martingal) kein korrektes reiten möglich. Ja und ich weiß, dass es viele Befürworter gibt und ich will auch keinen Streit hervorrufen, aber das ist meine Meinung die ich auch gerne erkläre und vertrete!!!! Wenn du dir die Beschreibungen nicht so gut vorstellen kannst, Google doch einfach mal nach Bildern;) ich hoffe ich konnte helfen:) lg:)

Danke für den Stern:)

1

Dreieckszügel etc.. sind sogenannte Hilfszügel.

Dreieckszügel, Ausbinder etc. benutzt man in der Dressur, sie bewirken, dass das Pferd in einer Aufrichtung geht, es übernimmt den Part des Reiters, der das Pferd durchs Genick reiten sollte. Da Reitanfänger das noch nicht können, werden Ausbinder benutzt.

Das Martingal ist nach meinem Wissen dazu da, dass das Pferd den Kopf nicht hochreißt beim Springen.

Hallo!

Das sind sog. "Hilfszügel". Das Martingal z.B. ist völliger Quatsch und hat GARKEINEN Sinn. Es soll das Pferd am Kopfhochreißen hindern, aber:

Pferde sehen mit dem unteren Teil ihres Auges weit und dem oberen nah. Um in der Weite etwas auszumachen, müssen sie also den Kopf heben. Direkt vor sich wie auch direkt hinter sich haben sie keine Sicht. Durch ihr bilaterales Sehen (seitlich am Kopf befindliche Augen) sind sie nicht in der Lage zu fokussieren, also Dinge anzupeilen. Bei einem Sprung über ein Hindernis werden sie also den Kopf hoch und etwas seitlich nehmen, um sehen zu können. Unsere Springpferde müssen 'blind' springen. Da sie den Kopf hochreißen, werden sie durch Hilfsmittel heruntergezogen. Hirschhälse sind die Folge und komplett verspannte Tiere...

Ausbinder, Dreieckszügel & Co, sollen einen stetigen Zug auf dem Pferdemaul aufbauen, damit es für Pferde nicht zu unangenehm ist, wenn Reitanfänger reiten - die haben zu lange Zügel und rucken nur im Maul. Die Hilfszügel sollen hier den Part des Reiters erstmal übernehmen. Es gibt ja die Theorie, dass Pferde nicht reagieren, wenn die ganze Zeit das Gebiss im Maul wackelt, weil die Zügel schlabbrig sind. Wenn du also möchtest, dass auch bei einem Reitanfänger das Pferd auf Zügel reagiert, solltest du (sofern du der Theorie glauben schenkst) ausbinder/dreickszügel... dran machen. Außerdem sollen sie dem Pferd beim Muskelaufbau helfen, sie gymanstizieren...

Jetzt kommt wieder ABER:

Jegliche Form von Hilfsmitteln wie Ausbindern u.ä. führen das Pferd in eine verkrampfte Haltung, d.h. das Gegenteil derjenigen Muskelgruppen, die gestärkt werden sollen, wird lange Zeit trainiert. Losgelassenheit, Takt, Schwung und Eleganz sind hier stark eingeschränkt oder nicht mehr möglich...

Das Martingal z.B. ist völliger Quatsch und hat GARKEINEN Sinn. Es soll das Pferd am Kopfhochreißen hindern

Wenn ein Martingal so verspannt ist, dass es das Pferd daran hindert den Kopf hoch zunehmen ist es Fehlerhaft angewendet.

Das Martingal hat lediglich die Aufgabe zu verhindern, dass beim reiter losen durchgehenden Pferd die Zügel nicht über den Hals fallen können.

1
@Wolpertinger

Das Martingal hat die Aufgabe, einen sinnvollen Druck auf die Laden auszuüben, wenn das Pferd die Nase in den Himmel streckt. Ohne Martingal würde man nur noch an der hinteren Zahnreihe ziehen -nutzt aber nichts. Sinnvoll ist die Anwendung aber nur, wenn es sich auf wenige Trainingseinheiten beschränkt. Es darf kein Dauerbrenner werden (!), sonst passiert genau das, was AppaloosaSoso2 schon so gut beschrieben hat. Es muß immer eine Korrekturhilfe(Krücke) bleiben.

Deine Definition der Aufgabe eines Martingals ist mir neu - Wie macht man das als Westernreiter (wir haben offene Zügel und i.d.R. kein Martingalstopper)?

0
@Wolpertinger

Ah! Okay, so hab ich das auch noch nie gesehen. Aber das ist wirklich eine Sinnvolle anwendung!

Bei uns wird das so "gelehrt", dass Pferde böse sind und gerne den kopfhochreißen (alle Pferde am stall sind totenbrav... aber die RL sehen das irgendwie mit andern Augen..) und man soll die Pferde durch das Martingal daran hintern..

0

Laut Theorie sollen diese "Hilfzügel" das Pferd dazu bringen über den Rücken zu laufen.

Machen Sie aber nicht, warum kannst du hier nachlesen....

http://www.dressur-studien.de/content/view/162/1/

Ersätze einfach Schlaufzügel durch Hilfzügel

Einzige Außnahme stellt ein fachgerechtes eingesetztes Martingal da, denn dieses soll in keinsterweise die Kopf oder Halshaltung beeinflussen, sondern lediglich verhindern dass die Zügel dem Pferd über den Hals fallen, wenn der Reiter abgeworfen wurde.

Auf die Idee mit dem Martingal bin ich noch nie gekommen:) aber hört sich logisch an;)))

0

Was möchtest Du wissen?