Was sagt Kant zu Glück, wie erreicht man Glück laut Kant?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Für Kant besteht der Mensch nur aus Kopf, aus Hirn und Verstand. Da er sich nie fortgepflanzt hat, hat er außer zum Pinkeln seine Geschlechtsteile gar nicht wahrgenommen. Er hatte einen Diener, keine Liebe. Welche Aussage willst Du von so einem reduzierten Philosophen erwarten?

"Glück" ist ein Allerweltsbegriff - da hat Kant sogar recht. Worin unterscheidet sich das Glück des Triebtäters, wenn er die Leiche aufgeschlitzt hat vom Glück eines Operateurs, der nach 6 Stunden Hochkonzentration eine erfolgreiche Herz-OP bewältigt hat? Glück ist ein vielfach missbrauchtes Wort, und meist eine extrem schlechte Übersetzung des altgriechischen "eudaimonia" = einen guten Geist haben, lelbenspositiv eingestellt sein.

In der Philosophie der Antike ging es noch durch Körperfeindlichkeit unverdorben um die Frage, wie man sich ein erfülltes Leben im Jetzt organisiert. Das wurde erst durch das Christentum auf den Kopf gestellt. Da war nicht mehr das aktuelle Leben Ziel der Bestrebungen sondern das Leben nach dem Leben. Damit regierten Angst und unbewiesene Behauptungen. Das aktuelle Leben war nur noch ein Zubringer, wenn man der Obrigkeit folgte und ihre Schätze (Sakramente) nutzte. Auch Kant glaubte - aus pietistischem Hause stammend - noch an ein Leben nach dem Leben, wo dann der Geist, der sich im Jetzt schon in Vernunft einüben sollte, in der Reinheit schwelgen konnte, unbedrängt von emotional drängenden Trieben.

Nach Kant kann man ein sittlich geordnetes, von Vernunft geleitetes Leben erreichen. Ein Leben in Selbstbeschränkung und Selbstdisziplin. Glück in seinen unsäglich vielen Varianten kann einem da auch zufallen. Das ist dann der Tropfen Bratensoße auf den schlechtgewürzten Kartoffeln. Welche Glücksempfindungen will man sonst von einem Asketen erwarten? Wenn Kant das Unwort des Jahres zu küren hätte, es hieße: GLÜCK.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt da einen weisen Spruch aus dem Buddhismus. "Es gibt keinen Weg zum Glück, glücklich sein ist der Weg"

....klar kann man über diese Aussage ebenfalls einen Diskurs abhalten, aber genau das spricht für den Wert dieser Aussage.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Glücksbegriff, den der Mensch hat, ist für Kant nicht greifbar, da schon die einfachsten Neigungen schwankend sind und der gesamte Begriff damit selbst für individuelle Begriffsdefinitionen nur temporär gültig ist. Kant ersetzt den Begriff des Glücks durch den der Pflicht, Glückseligkeit kann zu Lebzeiten nicht erreicht werden, denn Glücksstreben schränkt Handeln und Pflicht ein. 

~wikipedia


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Stuck1234
25.06.2016, 01:09

Sittlichkeit und Glückseligkeit sind für Kant in einer Theoriensynthese und nicht voneinander zu trennen.

Heißt auf gut Deutsch. Mach keinen Sch**ß und leb friedvoll und du wirst "Glücklich sein als oberstes Ziel nach dem Tod"

0

Was möchtest Du wissen?