was passiert wenn kinder ohne eltern aufwachsen?

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7 Antworten

Hallo Nicki, 

die Kindheit ist sehr wichtig bei der Entwicklung und vor allem für die Gesundheit der Psyche. Wenn im Kindesalter schon viel negatives passiert, kann es sich auf die Psyche auslegen. Dabei ist es immer von Kind zu Kind unterschiedlich. Andere Menschen werden das gleiche Problem haben wie du, aber keine psychischen Probleme haben.. andere werden sich bereits das Leben genommen haben, weil sie damit nicht fertig werden. 

Kinder brauchen Bezugspersonen.. meistens die Eltern. Oder andere Personen.. bei vielen sind es auch die Großeltern. Es können aber auch Personen sein, mit denen man gar nicht zusammen ist. Wichtig bei Bezugspersonen sind, dass sie einem Liebe geben aber auch Grenzen zeigen. Kinder brauchen Orientierung und das geben Bezugspersonen. 

Man kann nicht direkt sagen, dass ganz bestimmte Dinge eintreten werden. Wahrscheinlichkeiten sind dafür zwar da.. aber ich würde es gar nicht mit anderen Menschen vergleichen. 

Sondern nur bei dir bleiben. Du musstest deine Eltern früh verlassen und dir geht es heute schlecht. 
Geh am besten zum Hausarzt und sprich über deine Belastungen und zu welchen Psychologen du am besten gehen solltest. Es gibt Gesprächspsychologen, es gibt Verhaltenstherapeuten und tiefenpsychologische Gespräche, wobei es sich da vor allem um die Kindheit geht.. es gibt glaub noch andere Formen.. will dir damit halt zeigen, dass es nicht einfach "den Psychologen" gibt.. und ich habe hier schon oft von Leuten gelesen, die beim falschen waren und keinen Erfolg dadurch hatten, was nach einer langen Wartezeit echt deprimierend ist. 

ne fake

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Hallo liebe Nicki,

Für Kinder ist es so ziemlich das aller-schlimmste, wenn sie von Ihren Eltern getrennt werden. Das ist eine Traumatisierung. Nur, wenn sie dann in eine wirklich ganz liebe neue Obhut kommen, wo sie seelisch aufgefangen werden, können Kinder die Trennung einigermaßen gut verkraften.

Sehr oft aber leiden die Kinder höllisch, und weil der Schmerz so groß ist, wird dieser Seelen-Anteil z.B. "abgeschnitten". Dann fühlt das Kind den Schmerz nicht mehr so stark, aber es fühlt auch fast nichts Schönes mehr.

So wie Du schreibst, glaube ich, dass auch Du Nicki als Kind Deinen inneren Schmerz von Dir abgetrennt hast. Für eine Kinder-Seele ist es erstmal eine gute Strategie, um zu überleben. Aber jetzt wo Du erwachsen wirst/bist, fehlt Dir der Anteil, wo Du fühlen kannst. Dazu hast Du kaum Zugang, und deswegen fühlst Du Dich innerlich leer. Und diese Leere macht depressiv, und durch ritzen fühlst Du wenigstens noch überhaupt etwas. :-(

Was Du jetzt aber tun kannst, ist einen guten Therapeuten / Analytiker suchen, oder in eine Klinik gehen. Lass nicht locker, bis man Dir hilft. Ein guter Therapeut kann helfen, Wege zu finden, und die verlorenen Emotionen wieder zu entdecken.

Es wird bestimmt kein einfacher Weg, aber er lohnt sich!!!

Es macht mich immer etwas traurig, Geschichten wie Deine zu hören / lesen, weil ich weiß, welches Drama Du hinter Dir hast. Ich wünsche Dir alles alles Gute Nicki, und hab viel Geduld mit Dir.

Vor allem achte gut auf Dich, dass Du nur einen Partner nimmst, wenn er wirklich gut und achtsam mit Dir umgeht!

Versuche auch darauf zu achten, mit anderen Menschen gut umzugehen. Vielen denen es so wie Dir ergangen ist, werden dann als Erwachsene selbst zum "Täter", und das möchtest Du ja ganz bestimmt nicht. :-)

Je besser es Dir selbst geht, umso besser gehst Du automatisch auch mit anderen Menschen um, das ist automatisch so. :-)

Möglich ist es - allerdings kommt es auch noch darauf an, wo du danach hingekommen bist und wie diese Menschen mit dir umgegangen sind.

Ebenso spielt es eine Rolle, warum du mit 5 Jahren von deinen Eltern weg musstest.

Du hast in meinen Augen zu wenig geschrieben, um sich überhaupt auch nur ein kleines Bild von der Situation machen zu können.

Depressionen diagnostizieren Profis. Alles andere ist ein schmarrn.

Ja ohne Eltern oder zumindest ein festes liebevolles familienleben (müssen ja nicht die leiblichen Eltern sein) sind negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder wahrscheinlich.

Begibt dich in Therapie wenn du nicht schon in einer bist. Das hilft.

Nein. 

Es sind die Folgen einer falschen Umgangsweise jener Erwachsenen, zu denen Du danach gekommen bist. 

Das ist jetzt die Kurzfassung. Wollte ich da ausführlicher drauf eingehen, würde der Platz hier nicht ausreichen. 

Tatsache ist: Den Verlust des Nestes, in welches wir hinein geboren werden, können wir je besser verkraften, je sensibler und empathischer jene Erwachsenen uns auffangen, die sich danach um uns kümmern. 

Wenn Du noch minderjährig bist, dann nutze bitte diese Seite

https://www.nummergegenkummer.de/

Es gibt einige Möglichkeiten, Dir zu helfen. Bespreche Dich mit den kompetenten Menschen dort und sie können sie Dir aufzeigen. 

Vor allen Dingen gewöhne Dir an, jeden abend eine halbe Stunde von Hand auf Papier Tagebuch zu führen. Achte weder auf Lesbarkeit noch auf Rechtschreibung oder Sinn. Schreibe einfach. Es wird Dir mit der Zeit gut tun. 

Depression stammt vom lateinischen Wort depressere ab. Das bedeutet auf Deutsch nieder drücken. 

Dass der elterliche Verlust die Seele nieder drückt ist gesund. Zunächst mal. Darauf sollte dann eine angemessene Zeit der Trauerarbeit folgen. Was leider gerade Kindern oft genug immer noch verwehrt wird in unserer Gesellschaft. 

Hinzu kommt, dass es hirnfreie Erwachsene gibt, die unfähig sind, den Kindern auf angemessene Weise diesen Verlust verständlich zu machen. Diese Tatsache drückt die Seele dann noch zusätzlich nieder. 

Neben dem Tagebuch kannst Du also gerne noch ein Trauer-Tagebuch führen. Hier schreibe gerne Deine Erinnerungen auf an Deine Eltern. Klebe Bilder ein, wenn Du welche hast, Zeitungsartikel, wissenschaftliche Sachen falls angebracht. 

Im Trauer-Tagebuch kannst Du Deinen Eltern auch Briefe schreiben. Das kann sehr gut tun. 

Noch mal: Nutze die Seite, die ich als Link eingestellt habe, wenn Du noch minderjährig bist. 

Nein das kann auch Kindern passieren die bei ihren eltern leben. wende dich an deinen Arzt, das ist der richtige Ansprechpartner.

Puh, das tut mir echt leid. Geh am besten zu einen Arzt der wird dir schon sagen was genau zu tun ist.

Hoffe das es dir dann besser geht. LG

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