Was muss bei einem Diagramm an die x-Achse?

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7 Antworten

Eine x-Achse gibt es nur, wo es eine Variable x gibt. Was Du meinst, und vielleicht auch Dein Lehrer meint, ist wahrscheinlich die waagerechte Achse, auch Abszisse genannt. Die Gewohnheit, eine Variable x zu nennen, und sie auf der waagerechten Achse aufzutragen, ist in der Mathematik zuhause. Das gilt auch für die Gewohnheit, dies bevorzugt mit der "unabhängigen" Variablen zu tun, also der, die beim Ausrechnen der Stützstellen immer "zuerst da ist". Mehr als eine gemeinsam gepflegte Gewohnheit, eine Konvention, ist es nicht, und es liegt in ihr keine allzu große Bedeutung. Sobald man mit Parameterdarstellung arbeitet, ist dieses Schema gar nicht anwendbar, denn nun stellt keine der beiden Achsen eine unabhängige Variable dar. Erst recht ist es aus damit, wenn man Polar-, Kugel- oder andere krummlinigen Koordinatensysteme verwendet.

Man kommt nicht weit, wenn man, was in der Mathematik schon wenig bedeutet, nun auf die Physik übertragen will, und es steckt, davon gehe ich aus, weniger Physik dahinter als Psychologie. "Was zuerst da war", ist in der Physik gar nicht immer bekannt, und es interessiert auch nicht unbedingt. Es ist noch nicht einmal ausgemacht, daß überhaupt etwas zuerst da war. Das mag in einem Versuch so aussehen, wo man selbst der gefühlte Herr über die Kausalität ist, weil man immer zuerst den Knopf weiterdreht, der die Größe A bestimmt, dann abliest, wie die Größe B sich daraufhin verändert hat, und so weiter. Ganz anders ist es jedoch, wenn man z.B. Auftriebs- und Widerstandskoeffizient eines Körpers im Windkanal in einem Polardiagramm aufzeichnet. Keine beider Größen war "zuerst da", der unabhängige Parameter, an dem man dreht, ist der Anstellwinkel, und die Kurve ist ein Beispiel für eine Parameterdarstellung. Andere Beispiele gibt es in der Naturwissenschaft ohne Ende, wo man Beobachtungsdaten darstellt, die in einer Relation zueinander aufweisen, ohne daß man eine davon als Ursache und die andere als Folge identifizieren kann, darf oder will.

https://de.wikipedia.org/wiki/Parameterdarstellung

https://de.wikipedia.org/wiki/Polardiagramm_%28Str%C3%B6mungslehre%29

https://de.wikipedia.org/wiki/Phasendiagramm

https://de.wikipedia.org/wiki/Hjulstr%C3%B6m-Diagramm

Der angedrohte Punktabzug ist ein völlig anderes Kapitel. Er mag fachlich so einleuchtend oder so dämlich begründet sein, wie er will ‒ er ist so oder so nur Mittel zum vorgegebenen Auftrag des Menschensortierens, dem jeder Lehrer disziplinarisch unterworfen ist und wogegen er sich kaum wehren kann. Das Punkte- und Notensystem verleiht der Veranstaltung den Schein einer wissenschaftlichen Legitimation, indem es vorgibt, etwas zu "zählen" oder zu "messen", wodurch es sich dann wie von selbst ergibt, die Schüler auf einer Koordinatenachse zu verteilen. Vorgabe dabei ist, wie uns damals unser Englisch- und GK-Lehrer erklärte, daß sich eine Gaußsche Glockenkurve dabei ergeben müsse, denn dies sei der wissenschaftlich fundierte Notenschlüssel. Auf weitere Nachfrage wußte der arme Mann keine Antwort und ich hatte mehr dazugelernt, als er mir beizubringen imstande war.

http://www.lehrerfreund.de/schule/1s/notenspiegel-klassenarbeit-normalverteilung/4341



Ich würde das eher so beschreiben, dass auf die x-Achse die Variable kommt und auf die y-Achse das Ergebnis. Das kann man auch so formulieren, dass das Ergebnis immer nach der Variablen kommt.

Beispiel freier Fall:

Was ich verändern kann, ist die Fallhöhe. Das ist daher die x-Achse. Das Ergebnis unterschiedlicher Fallhöhen ist die Fallgeschwindigkeit. Die gehört daher auf die y-Achse.

Besipiel Strecke und Zeit:

Kommt die Zeitr vor, steht die fast immer auf der x-Achse, weil sich die Zeit ändert. Die dementsprechend gefahrene Strecke ist ein Ergebnis der ablaufenden Zeit, also kommt sie auf die y-Achse.

Manchmal ist auch die Zeit das Ergebnis, nur dann kommt sie auf die y-Achse. Wenn z.B. gefragt wird, wie lange ein Gegenstand bei vorgegebener Fallhöhe fällt, wäre die Fallhöhe der Ausgangswert (vorher da) und die Zeit das Ergebnis.

In einem Diagramm wird in den meisten Fällen der Verlauf einer Funktion dargestellt. Auf der x-Achse stehen die Funktionsargumente und auf der y-Achse die Funktionswerte.

Ist eine Funktion gegeben, die aus einer Strecke eine Zeit ermittelt, dann würde man auf der x-Achse die Strecke auftragen. 

Ist eine Funktion gegeben, die aus einer Zeit eine Strecke ermittelt, dann würde man auf der x-Achse die Zeit auftragen.

Die Aussage des Lehrers "was zuerst da war", ist sehr laienhaft ausgedrückt.

Ich verstehe das so:

Was ist abhängig von was?

Beispiel: Weg-Zeit-Diagramm (s-t-Diagramm):

Der Weg ist abhängig von der Zeit. Ohne Weg gibt es Zeit, aber ohne Zeit gibt es kein Weg. Deswegen kommt die Zeit auf die x-Achse.

 

Beispiel: Fallhöhe und Fallgeschwindigkeit:

Die Fallgeschwindigkeit ist abhängig von der Höhe. Ohne Höhe keine Geschwindigkeit, aber ohne Geschwindigkeit gibt es Höhe. Also kommt die Fallhöhe auf die x-Achse.

Naja also Y ist immer der Zugeordnete wert, d.h bei Fallhöhe und Fallgewchwindigkeit kommt Fallhöhe an die X Achse, denn die Geschwindigkeit wird der Höhe zugeordnet

Auf die x-Achse muss der Wert der Anfangs gegeben wurde (glaub ich)

x-y-diagramm x kommt nach rechts

Z-g diagramm Z kommt an die x achse also rechts

m-s-diagramm m kommt an die x achse

So ist das gemeint

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